Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee

Ballett in vier Akten von Stephan Thoss | Musik von Peter I. Tschaikowsky
Premiere 12. Mai 2010 | Großes Haus

Ballett in vier Akten von Stephan Thoss
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Musikalische Leitung | Lukas Beikircher
Choreografie | Stephan Thoss
Bühne und Kostüme | Tina Kitzing 

Wer an Ballett denkt, denkt an Schwanensee. Der Tanzklassiker schlechthin und ein historisches Erbe, das Choreografen immer wieder zu Stellungnahmen auffordert.

Zwischen Mitternacht und Morgen – das ist die Zeit, in der der Mensch seinen Ängsten, Hoffungen und Träumen begegnet. Bei Tschaikowsky ist es der Zeitraum, in dem Odette ihre menschliche Gestalt wiedererlangt, in dem sich das Drama um die Liebenden Siegfried und Odette abspielt, überschattet von Rotbart und Odile.
Die tragische Leidenschaft ist für Stephan Thoss Angelpunkt seiner Neufassung. Sein Interesse gilt dem emotionalen Beziehungsgeflecht der vier Protagonisten und den Täuschungen und Enttäuschungen, die sie in der Liebe erfahren. Er erzählt die Geschichte von Odette, die sich in den charismatischen Rotbart verliebt und zu spät seine egozentrische Unfähigkeit erkennt, ihre Gefühle zu erwidern. Tief verletzt von seiner Kühle zieht sie sich in eine Art inneres Exil zurück, verwandelt sich symbolisch in ein imaginäres Wesen, das erneuten Verletzungen durch andere entzogen ist – einen Schwan. Diese Existenz reiner Unschuld und Unberührbarkeit ist aber Schutz und Fluch zugleich.
Die mitreißend leidenschaftliche Musik Tschaikowskys bildet dabei die Grundlage der Handlung. So bleibt der Wechsel zwischen einer realen Welt der Gesellschaft und der traumhaften Welt der Schwäne erhalten.

Szenenbilder „Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee”

Kooperation mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Premiere 12. Mai 2010 | Großes Haus