Schwanengesang

Mei Hong Lin | Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach
Uraufführung

Premiere 6. November 2009 | Kleines Haus

Mei Hong Lin | Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach
Uraufführung

Choreografie und Inszenierung | Mei Hong Lin
Musik | Michael Erhard
Bühne und Kostüme | Thomas Gruber

Hugo Peter de Grasse/Simone Deriu | Lee Bamford | Wout Geers | Celedonio Indalecio Moreno Fuentes | Trung Pham Bao/Daniel Gillard |Pavel Provrazník/Peter de Grasse Marie Andressa Miyazato | Eszter Kozár | Wencke Kriemer de Matos/Sabine Prokop | Georgina Sanchez | Maasa Sakano | Vicci Viles Zerfallene Marie László Kocsis Barbe Sabine Prokop/Tatiana Marchini Mariette Eszter Kozár Nonnen/Schwäne/Dämonen Lee Bamford | Wout Geers | Wencke Kriemer de Matos/Sabine Prokop | Andressa Miyazato | Celedonio Indalecio Moreno Fuentes | Trung Pham Bao/Daniel Gillard |Pavel Provrazník/Peter de Grasse | Maasa Sakano | Georgina Sanchez | Vicci Viles

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„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“

Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand, der zu dieser Zeit auch viele seiner Künstlerkollegen anhingen. Kennzeichnend für den Stil des Autors sind der flämische Lokalpatriotismus und die Poesie der Sprache, verankert in der Symbolik des Jugendstils. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brügge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto für seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hypersensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.
Michael Erhard, der bereits für Lins Tanztheater Hôtel du Nord die Musik komponierte, wird nun auch dem Schwanengesang Töne verleihen.

Szenenbilder Schwanengesang

Premiere 6. November 2009 | Kleines Haus

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