Oliver Brunner

Oliver Brunner

Oliver Brunner studierte von 1991 bis 1997 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Kommunikationswissenschaft / Zeitungswissenschaft. Während der Studienzeit hospitierte er am Deutschen Theater in Göttingen bei Thomas Krupa und am Burgtheater Wien bei Claus Peymann. Zudem war er Gründer, Spielleiter und künstlerischer Leiter der freien Theatergruppe DIE THEATERMACHER in Hann. Münden. 1992 inszenierte er mit der Theatergruppe "Der Theatermacher" von Thomas Bernhard. Die Produktion von George Taboris "Jubiläum" wurde 1995 mit dem Kulturpreis für Darstellende Kunst des Landkreises Göttingen ausgezeichnet.

Nach Abschluss des Studiums mit einer Magisterarbeit über Thomas Bernhards Roman "Auslöschung. Ein Zerfall" war Oliver Brunner von 1997 bis 2000 Regieassistent an den Münchner Kammerspielen, Intendanz Dieter Dorn. Hier arbeitete er u.a. mit Antoine Uitdehaag, Peter Wittenberg und Christof Loy zusammen.

Ab der Spielzeit 2001/2002 wurde er persönlicher künstlerischer Mitarbeiter von Dieter Dorn am Bayerischen Staatsschauspiel. 2003 inszenierte Oliver Brunner die deutsche Erstaufführung von Marie NDiayes "Hilda" im Theater im Haus der Kunst (mit Juliane Köhler, Thomas Loibl, Lena Dörrie).

Von 2006 bis Sommer 2011 war Oliver Brunner der Künstlerische Direktor und Stellvertreter des Intendanten am Bayerischen Staatsschauspiel.

Von September 2011 bis Juni 2012 übernahm er die Projektgesamtleitung der 30. Bayerischen Theatertage 2012 (11. - 27. Mai 2012) am Theater Augsburg.

Von Mitte September 2012 an ist Oliver Brunner Schauspieldramaturg und Produktionsleiter, Schwerpunkt Brechtfestival am Theater Augsburg, Intendantin Juliane Votteler. In der Spielzeit 2012 / 2013 war er als Dramaturg u.a. für die Produktion "Israel, mon amour" (Taher Najib "In Spuckweite" und Gilad Evron "Ulysses auf dem Flaschenfloß"), Inszenierung Markus Trabusch, für das BRECHTFESTIVAL 2013 und für die Produktion "Bernarda Albas Haus" von Garcia Lorca, Inszenierung Anne Lenk verantwortlich. In der Spielzeit 2013 / 2014 entwickelte er für das Musiktheater "Intolleranza 1960" von Luigi Nono, Inszenierung Ludger Engels ein umfangsreiches Begleitprogramm mit dem Titel "NO!NO. Aktionen und Performances zu Intolleranza 1960". Außerdem zeichnete er sich als Dramaturg verantwortlich für "Mein Freund der Baum", eine Performance von und mit SKART, Philipp Karau und Mark Schröppel und übernahm die Produktionsleitung bei "Operation Big Week. Dokumentartheater zur Augsburger Bombennacht 1944", Inszenierung Hans-Werner Kroesinger. Das BRECHTFESTIVAL 2014, für das Brunner als Produktionsleiter seitens des Theaters verantwortlich war, ist mit 14.000 Besuchern in elf Festivaltagen die erfolgreichste Festivalausgabe seit seiner Entstehung.

Mit Beginn der Spielzeit 2014 / 2015 bildet Oliver Brunner, zusammen mit Maria Viktoria Linke, die Künstlerische Leitung Schauspiel des Theater Augsburgs. Hier Zusammenarbeiten mit Christoph Mehler, Christian Weise, Bernadette Sonnbichler, Katrin Plötner, Matthias Fontheim, Paul Georg Dittrich, Sapir Heller, u.a..

Ab der Spielzeit 2016 / 2017 ist Oliver Brunner Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt.

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