Judith Kuhnert

Judith Kuhnert

© Julia Kuhnert

Geboren 1981 in Starnberg, aufgewachsen in Ingolstadt, Remscheid, Blaubeuren
und Ulm. Während der Schulzeit erste Erfahrungen als Schauspielerin am Kindertheater Spielschachtel Ulm, bei unterrichtsbegleitenden Praktika an der AdK Ulm im Fachbereich Theaterpädagogik, sowie durch Hospitanzen an Theatern in Bonn und Bremen.

Nach dem Schulabschluss im Jahr 2000 einjähriger Aufenthalt in Kanada, Ausbildung zum Adventure Tour Guide für Wander- und Kanu Reisen in den Rocky Mountain National Parks. Im darauffolgenden Winter die Entwicklung eines Stücks mit einer Gruppe Schauspielern, neuen Kontakten, geknüpft auf dem Edmonton Fringe Theatre Festival, mit anschließender Tour durch Indianer Reservate. Es folgten Regieassistenzen an verschiedenen Theatern in Edmonton.
Zurück in Europa weitere Regie-Hospitanzen und Assistenzen, unter anderen an der Staatsoper Brüssel oder bei Tanztheater Produktionen der Dock11Studios Berlin. Abenteuerreiseleitungen wurden seltener.

2005 Beginn des Studiums der Regie für Bühne und Film an der Athanor Akademie für darstellende Kunst in Burghausen bei Prof. Dr. David Esrig. In diesem Rahmen erhielt ich die Grundausbildung im Schauspiel, wichtiger war die Realisierung erster eigener Inszenierungen (u.a. „Wandernutten“ von Theresia Walser, „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal). Umsetzung von Theater Projekten mit Bürgern der Stadt, szenische Burgführungen oder Lesungen in der Folterkammer.
Ich lernte dabei, große Teams zu organisieren, die Strukturen einer Stadt für meine Zwecke zu nutzen und Gelder aus der Wirtschaft zu akquirieren.
Im Filmzweig entstanden ein Dokumentarfilm „Meer Tee“ und eine Serie von Experimenten, Bühnenspielästhetik, dokumentarische Kamera und Spielfilmvorgaben in einer schlüssigen Handlung zu verbinden.
Abschluss 2009 mit der Inszenierung von Michele Lowes schwarzer Komödie „Kaltgestellt“.

Von 2010 bis 2013 Regieassistentin und Regisseurin am Staatstheater Darmstadt, wo neben der Mitgestaltung des monatlichen, spartenübergreifenden Formats „Läd Naid Surpries“ sechs eigene Inszenierungen entstanden. (u.a. „In der Toskana“ von Sergi Belbel, „Bier für Frauen“ von Felicia Zeller).

Der Einstand als freischaffende Regisseurin im Winter 2013 mit der Premiere von „Frau Müller muss weg“ am Staatstheater Darmstadt.
Zusammenschluss mit Kolleginnen zur Gruppe „Hoffland“, als erste Arbeit die Entwicklung des Stücks „Innenwelten, oder der Pudel in dir“, eine Forschungsreise anhand originaler Tagebucheinträge über den Entwicklungsstand der Emanzipation. Eingeladen zum Kaltstart Theaterfestival in Hamburg.

In der Spielzeit 14/15 Inszenierungen an den westfälsichen Kammerspielen Paderborn, am Landestheater Coburg und im Rahmen des Spieltriebe-Festivals am Theater Osnabrück.

In der Spielzeit 15/16 inszenierte sie „Endstation Sehnsucht” in Paderborn und hat im Februar mit Daniel Glattauers „Die Wunderübung” am Wolfgang Borchert Theater Münster Premiere feiern.

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