Gernot Wojnarowicz

Gernot Wojnarowicz

© Michael Hudler

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Bewahrung des Feuers". Das Bonmot von Gustav Mahler ist für Gernot Wojnarowicz immer noch aktuell, denn jedes Konzert sollte die Schönheit und das Feuer der Musik erlebbar machen. Dafür liebt er seinen Beruf als Orchestermanager.

Gernot Wojnarowicz wurde 1962 in Duisburg geboren. Dort - vor allem an der Deutschen Oper am Rhein und am Schauspielhaus Bochum - hat er als Jugendlicher seine Begeisterung für Konzert- Oper- Schauspiel-Tanz entdeckt. Und die mündete in den Berufswunsch einer Aufgabe mit Musik und Menschen.

Hochschul-Background erwarb er sich in Bochum und Wien (Musikwissenschaft/Geschichte). Sein erstes Engagement führte ihn als Operndramaturg ans 1988 neueröffnete Aalto-Theater nach Essen. Als Orchestermanager beim Sinfonieorchester Münster (1993 - 2001) wirkte er an vielbeachteten Konzertreihen und Opernproduktionen mit. Das erste gemeinsam mit Will Humburg für Münster geplante Jahresprogramm wurde mit dem Preis für das beste Konzertprogramm in Deutschland ausgezeichnet. Von 2001 bis August 2014 war Gernot Wojnarowicz Intendant der Philharmonie Südwestfalen. In dieser Zeit ist das Orchester zu einer festen Größe im NRW-Kulturleben geworden und gastierte auch wieder international.

Sein Musikinteresse reicht quer durch die Jahrhunderte, Stilrichtungen und Genres. Er plant und organisiert Festivals für Alte und für Neue Musik und Kammermusikreihen, auch Konzerte in anderen und neueren Formaten. Zum Sprechen von und über Musik gehören die Lehraufträge (Musikgeschichte, Werkanalyse, Kulturmanagement) in Münster, Gießen und Bochum und heute in Köln, genau so wie die die Moderation von Konzerten und Diskussionen, die Texte zu Musikthemen.

Seit über 10 Jahren veranstaltet Gernot Wojnarowicz mit Kollegen jährlich in Berlin den „Deutschen Orchestertag", der sich als wichtigstes Forum zum Austausch und zur Weiterbildung für Orchestermanager im deutschsprachigen Raum etabliert hat.

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