Komet Lem im Staatstheater

12.01.2017

© Daniel Mróz

Der futurologische Kongress | © Tom Schulze

Der futurologische Kongress | © Tom Schulze

Solaris © Katrina Friese

Solaris | © Katrina Friese

Dietmar Dath | © Uwe Dettmar

Der polnische Autor Stanislaw Lem (1921-2006) ist einer der großen Zukunftsdenker des 20. Jahrhunderts. Seine Romane und Erzählungen sind heute immer noch aktuell und gelten als visionär. Das von dem Deutschen Polen-Institut und dem Institut für Philosophie der TU Darmstadt konzipierte "Komet Lem Festival" beschäftigt sich mit Lems Gedanken und tiefgründigen Vorstellungen. Im Rahmen des Festivals findet Folgendes im Staatstheater Darmstadt statt:

LÄD NAID SÜRPRIES
Science-Fiction-Special

Ab 0.00 Uhr: Läd Naid Dänce mit Readymix Dave & Friends

Vorstellung am Samstag, 28. Januar, 23.00 Uhr | Foyer Kammerspiele


DARMSTÄDTER GESPRÄCHE
Was bedeutet Futureship? - Zukunft und Zukunftsfähigkeit

Alles beginnt in Darmstadt. Auch die Zukunft. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat einen Standort hier: das Europäische Raumflugkontrollzentrum, kurz ESOC, mit Johann-Dietrich Wörner als Generaldirektor. Die Soziologin Jutta Allmendinger hat mit ihrem Team Lebensverläufe und Zukunftsvorstellungen von Menschen erforscht. Der Schriftsteller und Regisseur Thomas von Steinaecker erregte mit seinem Zukunftsroman "Die Verteidigung des Paradieses" Aufsehen. - Drei Blickweisen Richtung Zukunft. Im Geiste von Stanislaw Lem findet ein Zukunftsgespräch zwischen Naturwissenschaft, Gesellschaftsforschung und Kunst statt.

Darmstädter Gespräche am Sonntag, 29. Januar, 11.00 Uhr | Kleines Haus


PERSPEKTIVEN: LEMS TIERLEBEN NACH MRÓZ
Ausstellung im Foyer der Kammerspiele

Daniel Mróz illustrierte Lems Bücher und prägte damit seine Wirkung entscheidend mit. Die vom Danziger Grafik-Professor Janusz Górski kuratierte Ausstellung mit mehr als 50 Originalzeichnungen zeigt Lems phantastische Welten aus dem Blick des Illustrators und verdeutlicht die Atmospähre der Geschichten in schwarz-weiß mit seltsamen Kreaturen, komplexen Maschinen und traurigen Robotern.
Die Ausstellung ist geöffnet mittwochs bis freitags von 18.00 bis 24.00 Uhr, samstags von 14.00 bis 24.00 Uhr und sonntags von 12.00 bis 18.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Vernissage am Sonntag, 29. Januar, 16.00 Uhr | Foyer Kammerspiele


DER FUTUROLOGISCHE KONGRESS
Gastspiel des Theaters der Jungen Welt aus Leipzig

Im Hilton Hotel in Nounas, der Hauptstadt des fiktiven Staates Costricana, tagt der 8. Futurologische Kongress zum Thema Übervölkerung. Mit dabei ist auch der weltberühmte Raumfahrer Ijon Tichy. Währenddessen sammeln sich vor dem Hilton Hotel die Massen. Streit bricht aus, ein Bürgerkrieg zwischen Militärregierung und Putschisten entflammt. Es kommt verstärkt zum Einsatz von chemischen und halluzinogenen Mitteln, sodass sich die Kongressteilnehmer dazu gezwungen sehen, in der Stadtkanalisation Zuflucht zu suchen.
2039 in New York. Ijon Tichy wacht im sogenannten Revitarium auf. Die aktuelle Regierungsform ist die Chemokratie, alle menschlichen Sinneswahrnehmungen werden durch die Verabreichung von chemischen Mitteln gesteuert. Die Welt scheint friedlich.
Ein Cross-Over von Puppentheater und Schauspiel von Christian Georg Fuchs nach Stanislaw Lem.

Gastspiel am Dienstag, 31. Januar, 11.00 Uhr und 20.00 Uhr | Kammerspiele


SOLARIS
Gastspiel des Stadttheaters Gießen

Bei seiner Ankunft auf der Raumstation beim Planeten Solaris muss der Psychologe Kris Kelvin feststellen, dass sein guter Freund Gibarian, einer von drei Forschern auf der Station, Selbstmord begangen hat. Es herrschen chaotische Verhältnisse und auch die beiden verbliebenen Wissenschaftler wissen keine Erklärung. Aus Gibarians Aufzeichnungen findet Kelvin allerdings heraus, dass die Vorgänge mit dem Objekt zu tun haben müssen, dass von den Wissenschaftlern untersucht wird: der riesige Ozean des Planeten. Es scheint sich hierbei um ein schöpferisches Wesen zu handeln. Und plötzlich muss sich Kelvin nicht nur mit einer fremden Intelligenz herumschlagen, auch seine verstorbene Frau und die damit verbundenen Erinnerungen tauchen plötzlich auf.
Hörspiel mt live gespielter Musik und Geräuschen von Milan Pešl nach Stanislaw Lems Science-Fiction-Klassiker.

Gastspiel am Mittwoch, 01. Februar, 20.00 Uhr | Kammerspiele


KAMMERGESPRÄCH
Lesung und Gespräch mit Dietmar Dath

Die Kammergespräche sind das Lagerfeuer des Staatstheaters. Hier trifft das Publikum auf gesprächsfreudige Gäste, mit denen Unterhaltungen und Diskussionen stattfinden. Im Februar kommt der Science-Fiction-Autor Dietmar Dath ins Staatstheater. Er liest aus seinen Werken "Pulsarnacht" (2012), "Die Abschaffung der Arten" (2008), "Venus siegt" (2015/2016) und seiner neusten Veröffentlichung "Leider bin ich tot" (2016). Davon inspiriert wird er mit Insa Wilke und dem Publikum über das Leben in der technisierten Welt debattieren.

Kammergespräch am Donnerstag, 02. Februar, 20.00 Uhr | Foyer Kammerspiele


KYBERIADE. FABELN ZUM KYBERNETISCHEN ZEITALTER
BarFestpiele

Trurl konstruiert zur Lösung aller Probleme der Menschheit Maschinen: Habgier, Dummheit oder Herrschsucht müssen sich doch mit technischer Hilfe lösen lassen? "Kyberiade" ist ein utopischer und dystopischer Blick des Science-Fiction-Autors Stanislaw Lem auf die Welt der technischen Machbarkeiten.
Den Preis entscheiden Sie. Einlass nur mit Zählkarte. Diese gibt es vorab an der Vorverkaufskasse.

BarFestspiele am 12. und 24. Februar, 01. März, 20.00 Uhr | Bar der Kammerspiele




Weitere Informationen zum "Komet Lem Festival" finden Sie unter www.komet-lem.de.

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