Auch in dieser Spielzeit werden die DARMSTÄDTER GESPRÄCHE in den Kammerspielen des Staatstheaters stattfinden. Ende Oktober fragen wir in allen Formaten der Darmstädter Gespräche-Woche:

„Eins rechts, zwei links und drei zurück. Wo soll’s hingehen?“
 

Mit einer besonderen Perspektive auf das Rhein-Main-Gebiet öffnet die Lesung des vielbesprochenen Romans HOCHDEUTSCHLAND von Alexander Schimmelbusch. (Barfestspiele am 23. Oktober um 20 Uhr). In der Regie von Roman Schmitz zeichnet das neue Ensemblemitglied Victor Tahal das eindringliche Porträt eines Mächtigen unserer Zeit: Victor, 39, Investmentbanker und Multimillionär.

Im ersten ECHO-KAMMERGESPRÄCH (24. Oktober, 20 Uhr) dieser Spielzeit diskutiert das Publikum dann mit ECHO-Chefredakteur Lars Hennemann und seinen Gästen: dem Soziologen Ulrich Brinkmann (TU Darmstadt) und dem Freiberger Oberbürgermeister Sven Krüger. Sie wagen eine Bestandsaufnahme der aktuellen sozialen Veränderungen und ziehen den Ost-West-Vergleich mit der Partnerstadt Freiberg.  

Einen Blick aus der deutsch-deutschen Mehrheitsgesellschaft heraus bietet die Performance ZWISCHEN DEN SÄULEN (25. und 26. Oktober, jeweils 20 Uhr) der Gewinner des George-Tabori Nachwuchspreises 2017 MARKUS UND MARKUS. Das Stück dokumentiert ihre Annäherung an eine der abrahamitischen Religionen: den Islam. Ihre Reise nach Mekka changiert zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Und im klassischen DARMSTÄDTER GESPRÄCH (28. Oktober, 18 Uhr) umkreist Insa Wilke mit ihren Gästen folgende Fragen: Wird man im Rückblick einmal sagen, dass wir heute in einer Übergangszeit gelebt haben? In der nicht klar war, ob das Rad der Lebensstile und Freiheitsrechte zurückgedreht oder die Gesellschaft einen großen Sprung nach vorn machen wird? Zu Gast sind: Özlem Topçu, Politik-Redakteurin der ZEIT, der Schriftsteller und Büchnerpreisträger Durs Grünbein und der Historiker Jörg Baberowski.

     

Mut zur Grenznäherung - Darmstädter Gespräche 2018/19

Seit ihrer Gründung haben die Darmstädter Gespräche sich immer mit der Frage beschäftigt: „Wo ist die Grenze?“. Ob das Thema Architektur, Theater oder Technik war: Es ging um Vermessungen des Denk- und Machbaren. In dieser Spielzeit werden wir das wieder tun. Dabei nehmen wir auf, was sich eine Zuschauerin im April 2018 für die Gesellschaft insgesamt wünschte: wieder in Kontakt zu kommen mit der Welt, der Realität und miteinander. Das heißt aber auch: Es wird ans Eingemachte gehen. Wir stellen im ECHO- Kammergespräch, der Ausstellungsreihe PERSPEKTIVEN, diversen Gastspielen und dem sonntäglichen Darmstädter Gespräch groß Fragen.

Welchen Platz hat der Tod im Leben? Russland: Freund oder Feind? Welchen Weg gibt es rechts und links jenseits der Mitte? Und: Ist das Klima noch zu retten? Gäste der Darmstädter Gespräche sind dabei unter anderem die ehemalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, der Schriftsteller Durs Grünbein, der Russland-Berater im Roten Rathaus, ein Hauptkommissar der Polizei, der Ärztliche Direktor des Agaplesion Elisabethenstifts und viele mehr. Mit unseren Gästen wollen wir uns erneut Grenzen des Sagbaren annähern und uns dabei weit in den Raum des Menschenmöglichen wagen.