Darmstädter Gespräch

Die Kammerspiele des Staatstheaters sind seit dieser Spielzeit der Denkraum des Theaters. In der Woche vor dem nächsten DARMSTÄDTER GESPRÄCH (22.04.2018 um 18.00 Uhr) finden rund um das Thema "Knacks, kollektiv: Welche Traumata prägen uns?" weitere Veranstaltungen statt.

Mit Blick auf Darmstadt fragt ECHO-Feuilleton-Chef Johannes Breckner „Was macht eigentlich die Darmstädter Seele aus?“. Ernst Elias Niebergall legte mit seinem Datterich den Grundstein für ein vielbeschriebenes Darmstädter Lebensgefühl. An Niebergalls 175. Todestag diskutiert er im ECHO-Kammergespräch (19.04.2018 um 20 Uhr) mit Peter Benz, Oberbürgermeister a.D., und dem Datterologen Gösta Gantner, was den Mythos Datterich bis heute am Leben hält und was er für Darmstadt bedeutet. 

INFANTEN © Peter Empl
INFANTEN © Peter Empl
INFANTEN © Peter Empl

In der Performance INFANTEN (20. und 21.04.2018, jeweils um 20.00 Uhr) erforschen die Performer die Bewegungen, Laute und Verhaltensweisen von Kindern an der Schwelle zum Laufen- und Sprechenlernen. Sie 'üben sich dorthin zurück', wo sie schon lange nicht mehr waren: in das Stadium, in dem Etwas noch Alles sein kann, das Stadium bevor die Hände die Formen der Dinge und die Stimme deren Namen kennt.

Nils Heck fotografiert für die Ausstellungsreihe PERSPEKTIVEN drei Darmstädter*innen und zeigt seine Portraits großer Lebensveränderungen und traumatischer Erlebnisse (Eröffnung am 22.04.2018 um 16.00 Uhr).

Den Abschluss der Themenwoche bildet das DARMSTÄDTER GESPRÄCH (22.04.2018 um 18.00 Uhr) in den Kammerspielen. Ein „Trauma“ zu haben, ist in Mode. Zumindest in der Rhetorik: Man kann politische Missstände damit entschuldigen, unliebsame Entwicklungen und eigenes Versagen. Aber was ist mit den wirklichen Traumata, die wie eine Staffel durch die Generationen weitergegeben werden und zu unauflösbaren Familiengeschichten führen? Die Dichterin Uljana Wolf arbeitet an der Frage, wie Traumata zur Sprache gebracht werden können. Der Sozialpsychologe David Becker arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten, u.a. im Nahen Osten. Aleida Assmann wurde mit ihren Büchern zum Kollektiven Gedächtnis berühmt und beschäftigt sich bis heute mit Fragen nach dem Erinnern und Vergessen.

Darmstädter Gespräch © Stephan Junglas
Darmstädter Gespräch © Stephan Junglas
Darmstädter Gespräch © Stephan Junglas