Regisseur und Bühnenbildner. Geboren 1984 in Nürnberg, arbeitet Jakob Weiss zunächst als Bühnenbildassistent am Staatstheater Stuttgart, der Schaubühne und Berliner Ensemble und stellt ab 2006 eigene Arbeiten als Bühnenbildner vor, so zum Beispiel an der Schaubühne Berlin, dem Staatstheater Stuttgart und dem Theaterdiscounter Berlin. Anschließend arbeitet er als Regieassistent am Schauspiel Stuttgart und Schauspiel Hannover. Ab 2010 erste eigene Regiearbeiten. Neben zahlreichen kleineren Projekten werden seine beiden Inszenierungen am Schauspiel Hannover "Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends" und "Delhi, ein Tanz" 2012 und 2013 zum Kaltstartfestival Hamburg eingeladen.

2012 und 2013 Auseinandersetzung mit Musiktheater und Oper: "Kurt Schwitters Zusammenstoss" am Ballhaus Ost, Berlin (eingeladen zum 100° Grad Berlin Festival 2013), ''HAPPY FAMILY - Ein musikalischer Abgrund'' am Schauspiel Hannover, die Inszenierung ''PHAEDRA : POISON'' an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, sowie das Projekt ''SUPERPOLIS ZERO'' im Ballhaus Ost, Berlin. 2014 realisiert er außerdem mit 8 Stunden den Großteil des 24 Stunden Dokumentartheaterprojektes ''100 Dokumente'' am Staatstheater Karlsruhe (eingeladen zum Bürgerbühnenfestival NTM Mannheim 2015).

Ab 2015 erfolgreiche Kinder – und Jugendtheaterinszenierungen wie „Die Kurzhosengang“ und „Kikerikiste“ an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, sowie „Tigermilch“ am Deutschen Theater Göttingen. 2016 Entwicklung und Inszenierung der mehrteiligen Performance-Reihe „intervisions“ am Ballhaus Ost Berlin, weitere Arbeiten sind „Karlsson vom Dach“ am Staatstheater Karlsruhe und „Irrungen, Wirrungen“ am Deutschen Theater Göttingen. 2017 folgen  „Eine Sommernacht“ „Die Frau, die gegen Türen rannte“ und „Die Kurzhosengang 2“ an der WLB Esslingen. 2018 zeichnet sich Jakob Weiss für Regie und Bühne  seiner Chor-Bearbeitung von Horváths „Jugend ohne Gott“ am Staatstheater Karlsruhe verantwortlich. Desweiteren entstehen mit „Cyrano“ an der WLB Esslingen und der deutschen Erstaufführung von „In der Schwebe“ der preisgekrönten israelischen Autorin Maya Arad Yasur am Deutschen Theater Göttingen zwei weitere formstarke Arbeiten. 2019 führt ihn seine Arbeit nach Pakistan, wo er an der National Academy of Perfoming Arts Karachi das Kollektivprojekt „The Playlist“ realisiert. Darüber hinaus wird seine Karlsruher Produktion „Jugend ohne Gott“ als erste deutsche Theaterproduktion zum International Performing Arts Festival nach Karachi eingeladen. Weitere Stationen sind das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Darmstadt sowie 2020 das Deutsche Theater Göttingen und das Staatstheater Karlsruhe.

Jakob Weiss ist bekannt für seine erfolgreichen Romanadaptionen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch stilsichere ästhetische Geschlossenheit, humorvolle Feinfühligkeit und inszenatorische Genauigkeit aus. 2017 ist er Stipendiat an der Akademie Schloss Solitude und des Internationalen Forum des Theatertreffens. 2018 erhält er das Kulturausstausch-Stipendium „be global“ des Berliner Senats für sein Kooperationsprojekt „THE PLAYLIST“ mit der National Academy of Perfoming Arts, Karachi Pakistan. Als Gründungsmitglied des regie-netzwerks setzt er sich außerdem für die Belange von Regisseur*innen ein. Er lebt in Berlin.

November 2019

Dezember 2019

Januar 2020

Februar 2020