Gäste

    Martin Apelt

    Studium der angewandten Theaterwissenschaften unter anderem bei Heiner Müller, George Tabori, Adolph Dresen, Robert Wilson, Hans Thies Lehmann und Andrej Wirth an der Justus Liebig Universität Gießen. Während des Studiums erste Stückverträge am Stadttheater Gießen und bei den Bad Hersfelder Festspielen als Regieassistent, Bühnen- und Kostümbildner. Es folgten Engagements als Regie- und Dramaturgieassistent am Deutschen Theater in Göttingen, als Leitender Dramaturg für Öffentlichkeit am Landestheater Eisenach, als Dramaturg an den Bühnen der Stadt Bielefeld, Chefdramaturg am Theater Dortmund und am Staatstheater Mainz sowie als Schauspieldirektor am Stadttheater Gießen. Er erhielt Lehraufträge an der Justus Liebig Universität Gießen, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sowie der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Am Staatstheater Darmstadt inszenierte er unter anderem Gretchen 89ff. und Dramoletti von Lutz Hübner und entwarf Bühnenbild und Kostüme für Ayckbourns Glückliche Zeiten, Ein Jux will er sich machen, Luise & Mathilde, Laurel & Hardy und Kopenhagen

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Fritz Haber Deutsch
    Verdi versus Wagner
    Der Prozess

    Marlene Anna Schäfer

    Geboren 1987 | 2007-2011 Studium der Deutschen Literatur und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin | Hospitanzen und Assistenzen am Berliner Ensemble und der Schaubühne Berlin unter anderem . bei Falk Richter, Arie Zinger und Thomas Schulte Michels | Erste Inszenierungen in der Berliner freien Theaterszene, zum Beispiel Das große Heft nach dem Roman von Agota Kristof | Seit der Spielzeit 2011/2012 Regisseurin und Regieassistentin am Staatstheater Darmstadt | Inszenierungen Event von John Clancy und Abgestellt – eine Textinstallation im Parkhaus | Zudem Kuratorin der Woche Junger Schauspieler 2014 in Bensheim

    Stanislav Moša

    Stanislav Moša, Direktor und Regisseur des Stadttheaters Brno, Texter und Librettist, wurde 1956 in Nový Jičín geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums absolvierte er das Staatskonservatorium Ostrava und studierte dann Schauspielregie an der Janáček-Akademie der musischen Künste in Brno. Nach dem Abschluss der Hochschule gehörte er ab 1983 als Regisseur dem damaligen Theater der Gebrüder Mrštík an. In den Jahren 1984 bis 1994 wirkte er auch als Pädagoge an der Janáček-Akademie, und drei Jahre lang leitete er das Schauspielstudio der Janáček-Akademie. 1990 wurde er künstlerischer Leiter des Theaters der Gebrüder Mrštík und zwei Jahre später Direktor des Stadttheaters Brno. Auf seine Initiative hin entstand als zweite Spielstätte des Stadttheaters Brno das Musicaltheater, das im Oktober 2004 eröffnet wurde.

    Als Regisseur erarbeitete er bereits fast 150 Inszenierungen, nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Slowenien, der Slowakei, Kroatien, Holland, Portugal und Spanien. Neben der Regie von Schauspielen (zum Beispiel Der Revisor von Gogol, Cyrano de Bergerac von Rostand, Romeo und Julia von Shakespeare, Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Hašek, Heinrich VIII. von Shakespeare, In der Löwengrube von Mitterer, Drei Schwestern von Tschechow) widmet er sich vor allem der Musicalregie. Im Stadttheater Brno inszenierte er unter anderem West Side Story, My Fair Lady, Jesus Christ Superstar, Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat, Die Hexen von Eastwick, Oliver!, Fame, Cabaret, Evita, Die Schöne und das Biest, Les Misérables. Seine jüngste Premiere in Brno galt dem Musical Flashdance. In Deutschland war von ihm zuletzt die Musicalproduktion Die Päpstin zu sehen.

    Darüber hinaus ist Stanislav Moša auch ein ausgezeichneter Autor, als Librettist und Texter vor allem in der Zusammenarbeit mit Zdenek Merta und Petr Ulrych. So führte zum Beispiel die Staatsoper Prag im März 2005 in der Regie von Moša die Oper La Roulette von Zdenek Merta auf, für die er selbst das Libretto schrieb.

    Für das Staatstheater Darmstadt inszeniert Stanislav Moša die Uraufführung des Musicals Timm Thaler.

    Veronika Sophia Bischoff

    Bühne und Kostüme

    Geboren in München, studierte Modedesign in Wien und arbeitete im Anschluss als Kostümassistentin an verschiedenen Theatern in München, Wien, Salzburg und Dresden. Seit 2009 war sie als Kostümassistentin und Kostümbildnerin am Staatstheater Darmstadt tätig, wo sie neben zahlreichen eigenen Arbeiten für Produktionen in den Kammerspielen und den Barfestspielen zuletzt das Kostümbild des Weihnachtsmärchens Die Schneekönigin entwarf. Seit 2013 arbeitet sie als freiberufliche Kostümbildnerin.

    Johannes Zimmermann

    Johannes Zimmermann

    Johannes Zimmermann studierte an der Musikhochschule seiner Geburtsstadt Stuttgart und an der Jāzepa Vītola Latvijas Mūzikas akadēmija in Riga bis Sommer 2012 Dirigieren bei Prof. Per Borin und Prof. Andriss Vecumnieks. Im Rahmen dieses Studiums arbeitete er als Dirigent mit verschiedenen Orchestern, u.a. Stuttgarter Kammerorchester, Stuttgarter Philharmoniker, Württembergische Philharmonie Reutlingen, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Filarmonica „Oltenia“ Craiova (Rumänien), Sinfonia concertante Riga. Am Wilhelma-Theater Stuttgart dirigierte er außerdem Vorstellungen von Mozarts Don Giovanni und Offenbachs Orphée aux enfers.

    Zuvor studierte er zudem Klavier bei Prof. Florian Wiek an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, wobei er sich ein stilistisch weit gefächertes Repertoire erarbeitete. Sein besonderes Interesse galt dabei kammermusikalischen Werken in verschiedenen Besetzungen sowie der Aufführung zeitgenössischer Musik, wovon auch zahlreiche Uraufführungen zeugen. Daneben war er regelmäßig als Liedbegleiter und auch als Repetitor gefragt (u.a. für Helmuth Rilling und Frieder Bernius).

    Seit Januar 2013 ist Johannes Zimmermann als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Staatstheater Darmstadt engagiert.

    In der Spielzeit 2013/2014 liegt die musikalische Leitung des Musicals Timm Thaler in seinen Händen.

    Corina Krisztian

    Bühne und Kostüme

    krisztian klenk corina

    Die gebürtige Deutsche studierte Innenarchitektur an der FH Darmstadt. Sie arbeitete mehrere Jahre als Direktionsassistentin bei einer italienischen Modefirma, wo sie u.a. für Kollektionsvorbereitung, Marketing, Vertrieb, Messebetreuung und -organisation verantwortlich zeichnete. Seit der Spielzeit 1999 | 2000 ist Corina Krisztian als Produktionsassistentin für Oper und Tanztheater am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier entwarf sie die Bühnenbilder für zahlreiche Opernproduktionen und für Mei Hong Lins Tanztheaterproduktion Blind Date. Corina Krisztian ist auch als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin tätig, u.a. für die Stadtkirche Darmstadt, den Palacio de la Ópera und das Teatro Colón in A Coruña, das Teatro Arriaga und den Palacio Euskaluna in Bilbao. Nach Der dritte Sinn ist 7 Tage ihre zweite Zusammenarbeit mit der Choreografin Christina Comtesse.

    Konstantin Ostheim-Dzerowycz

    Geboren in Basel, verbrachte Konstantin Ostheim-Dzerowycz seine Kindheit in Südwestdeutschland, bevor er fast 20 Jahre in Wien sein Zuhause hatte. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Deutschland – er bezeichnet sich selbst als „Europäer mit österreichischem Pass“.

    Nach dem Abitur begann er an der Universität Wien Theater- und Musikwissenschaft zu studieren, seit 1994 arbeitet er regelmäßig am Theater. Seine Lehrjahre führten ihn u.a. ans Burgtheater Wien, das Schauspielhaus Zürich und die Wiener Staatsoper, wo er mit den Regisseuren Götz Friedrich, George Tabori, Adolf Dresen und Achim Benning erfolgreich zusammenarbeitete und viel für seine Arbeit am Theater lernen konnte. 1997 führte er erstmals selbst Regie.

    Zwischen 2001 und 2005 war er beim Haager Theatersommer und den Festspielen Reichenau Regieassistent u.a. von Dominik Wilgenbus und Maria Happel. Ab 2002 arbeitete er als Regieassistent und Inspizient für Schauspiel und Musiktheater am Stadttheater St. Pölten, wo er auch inszenierte und in kleineren Rollen aufgetreten ist. 2004 war er Stipendiat der Richard-Wagner-Festspiele Bayreuth. 2005 ging er als Inspizient und Regieassistent ans Theater Vorpommern. Wie schon in St. Pölten arbeitete er an diesem Hause in allen Sparten, wurde mit Regiearbeiten betraut und stand auch immer wieder selbst auf der Bühne.

    Seit 2010 ist er Regieassistent für Musiktheater am Staatstheater Darmstadt und betreut hier neben großen Opernproduktionen wie Ring und Cavalleria/Bajazzo vor allem Uraufführungen sowie Musical- und Operettenproduktionen.

    Mit Die letzten fünf Jahre stellt er sich dem Publikum des Staatstheaters als Regisseur vor.

    Anna Skryleva

    Anna Skryleva

    Anna Skryleva, 1975 in Moskau geboren, erhielt ihren ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren. Mit acht schrieb die Tochter eines Eiskunstläufers und einer Turnerin die ersten Stücke. Sie besuchte als Zehnjährige eine Kompositionsklasse am Tschaikowsky-Konservatorium, wo sie auch zur Pianistin und Kammermusikerin ausgebildet wurde. Später studierte sie in Berlin an der Universität der Künste.

    Ihr Weg als Dirigentin begann in Karlsruhe, wo sie an der Hochschule für Musik als Dozentin und musikalische Assistentin im Bereich Musiktheater tätig war. Beim Festival „Cervantino“ 2003 in Mexiko assistierte sie bei einer Produktion von Wolfgang Rihms Oper Die Eroberung von Mexiko. Im selben Jahr war sie Initiatorin und Leiterin des Internationalen Festivals „Kunst ohne Grenzen“ während der „Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen“ in Berlin.

    Von 2004 bis 2007 war sie als Repetitorin und Assistentin an der Kölner Oper tätig. Dort arbeitete sie mit Jeffrey Tate sowie mit Generalmusikdirektor Markus Stenz an den Wiederaufnahmen von Wagners Ring des Nibelungen und betreute mehrere Kindertheater-Projekte. 2009 dirigierte sie das Philharmonische Orchester Prag und 2011 Verdis La forza del destino in Würzburg.

    Von 2007 bis 2012 war Anna Skryleva an der Hamburgischen Staatsoper engagiert: Zunächst von Simone Young als Solorepetitorin geholt, war sie musikalische Assistentin von Young unter anderem bei ihrer Ring-Produktion und bei zahlreichen Konzerten mit den Hamburger Philharmonikern. Sie leitete zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios. 2009 schließlich teilte sie sich mit Young das Dirigentenpult bei der Silvester-Vorstellung der Lustigen Witwe und dirigierte Rossinis Il Turco in Italia sowie Humperdincks Hänsel und Gretel.

    Während der Spielzeit 2012/13 war Anna Skryleva 1. Kapellmeisterin und stellvertretende Generalmusikdirektorin am Landestheater Schleswig-Holstein.

    Seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist sie am Staatstheater Darmstadt als 1. Kapellmeisterin und Stellvertreterin des Generalmusikdirektors engagiert.

    Christoph Otto

    Geboren 1985 in Hildburghausen/Thüringen. Nach einer Ausbildung und kurzen beruflichen Laufbahn als Technischer Zeichner, folgte 2007 - 2012 ein Studium der Freien Bildenden Kunst - „Film/Video“ an der Kunsthochschule Mainz. Neben dem Studium mitgewirkt als 1. und 2. Regieassistent bei Fernseh- und Kinofilmen (u.a. ARD, ZDF). 2009 erste freie Arbeiten als Videokünstler, Filmemacher und Live-Kameramann. Seit 2012 Postgraduales Studium „Mediale Künste“ an der Kunsthochschule für Medien Köln.

    Aktuelle Produktionen in der Spielzeit 2012|2013:

    Phaedra Backwards

    Italo Nunziata

    Italo Nunziata begann seine Theaterarbeit schon in jungen Jahren als Schauspieler und Regieassistent. Mit 24 Jahren erarbeitete er als seine erste Opernregie Così fan tutte am Teatro Petruzzelli in Bari. Es folgten zahlreiche Regiearbeiten an italienischen und anderen Opernhäusern, darunter La pietra del paragone von Rossini am Teatro Bellini in Catania (1988), Aida am Nationaltheater Ankara (1992), L’Aretusa von Filippo Vitali und La Cenerentola am Teatro dell’Opera in Rom (1992), Rigoletto in Treviso und Rovigo (1993), I Puritani in Catania (1994), Un ballo in maschera in Treviso, Ravenna und Modena (1994), Simon Boccanegra und Maria Stuarda am Teatro dell’Opera in Rom (1996 und 1997). 1999 hatte er großen Erfolg mit Aida, die im Rahmen einer Tournee in verschiedenen wichtigen Theatern in Japan gezeigt wurde. Darüber hinaus inszenierte er die Wiederaufführung der Oper Gina von Cilea aus Anlass des 50. Todestages des Komponisten am Teatro Rendano in Cosenza (2000) in Koproduktion mit dem Teatro dell’Opera di Roma, wo sie im Jahr 2001 herauskam. Im gleichen Jahr inszenierte er La sonnambula am Teatro San Carlo in Neapel.

    Weiter zeichnete er verantwortlich für die Regie von Don Pasquale für die Fondazione Teatro La Fenice in Venedig im Jahr 2002 (Wiederaufführung am Teatro dell’Opera in Rom 2003), von Così fan tutte an der Oper in Philadelphia (2003), die Wiederaufführung von L’Olimpiade von Pergolesi beim Pergolesi-Spontini-Festival von Jesi (2002) und für die Theater von Ravenna, Modena und Reggio Emilia (2003). Im Juni 2004 realisierte er mit großem Erfolg die Inszenierung von La Bohème für die Fondazione Teatro San Carlo in Neapel, anlässlich der Wiedereröffnung des beeindruckenden Amphitheaters der Arena Flegrea. Ebenfalls 2004 folgte Il matrimonio segreto von Cimarosa für die Fondazione Teatro La Fenice in Venedig. 2006 realisierte er mit großem Erfolg eine neue Produktion von Manon Lescaut für die Nationaloper Kiew und für das Pergolesi-Spontini-Festival die erste Aufführung in neuer Zeit des zweiaktigen Singspiels Theatralische Abenteuer von Johann Wolfgang Goethe und Christian August Vulpius auf Musik von Mozart und Cimarosa.

    2007 umfassten seine Verpflichtungen eine neue Produktion für die Fondazione Teatro La Fenice in Venedig von Erwartung von Schönberg und Francesca da Rimini von Rachmaninow – letztere als szenische Erstaufführung in Italien –, eine Wiederaufführung der erfolgreichen Inszenierung des Don Pasquale aus Venedig für die Fondazione Teatro Verdi in Triest und für die Fondazione Teatro Massimo in Palermo sowie eine neue Produktion des Macbeth für die Nationaloper Kiew. Weiterhin erarbeitete er für die Nationaloper Kiew zwischen 2008 und 2010 Un ballo in maschera, L’elisir d’amore und La Cenerentola. Im März 2010 realisierte er darüber hinaus für das Musikfestival von Al-Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Inszenierung von La finta giardiniera von Mozart.

    Sein Einsatz für die Wiederaufführung von Opern des 18. und des frühen 19. Jahrhunderts wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Preis der italienischen Musikkritik „Franco Abbiati“ für den Schubert’schen Doppelabend Die Zwillingsbrüder und Der vierjährige Posten, der 1997 in Cosenza zur Aufführung gelangte und anschließend am Teatro Massimo in Palermo und an der Opéra de Rennes in Frankreich gezeigt wurde.

    Von 1995 bis 2006 war er Künstlerischer Direktor des Teatro Rendano in Cosenza und von 2008 bis 2012 Künstlerischer Direktor der Fondazione Nuovo Teatro Verdi in Brindisi, wo er jeweils für die Spielpläne für Oper, Schauspiel, Tanz und Kindertheater verantwortlich zeichnete.

    Christian Dupont | Koch und Gustationskünstler

    Christian Dupont

    Der gebürtige Franzose Christian Dupont ist einer der renommiertesten Schauspieler des französischen Théâtre du Soleil, das unter der Leitung von Ariane Mnouchkine durch seine Arbeitsweise der création collective weltberühmt wurde. Christian Dupont wirkte in zahlreichen preisgekrönten Produktionen des Théâtre du Soleil mit, u.a. L’Indiade ou l’Inde de leurs rêves, Les Atrides (Iphigénie à Aulis, Agamemnon, Les Choéphores) und L’Histoire terrible mais inachevée de Norodom Sihanouk, roi du Cambodge.

    Als Perkussionist und «maître de thé» veranstaltet er regelmäßig kulinarische Konzertabende in Paris und ganz Frankreich, gemeinsam mit der taiwanesischen Musikerin Li-Yu You, die in Darmstadt bereits in Mei Hong Lins für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominierten Produktion Die Brautschminkerin zu erleben war. Im Théâtre de L’Épée de Bois, der Nachbarspielstätte des Théâtre du Soleil in der alten Munitionsfabrik Cartoucherie in Paris, veranstaltet Christian Dupont regelmäßig Kochabende, sogenannte Gustations, an denen er für ein kleines Publikum exquisit Speisen und Getränke zubereitet und die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine philosophisch-unterhaltsame Reise in die Kulturgeschichte des Essens und des Genießens entführt.

    Carola Volles

    1979 in Stuttgart geboren | Studierte Kostümbild an der Universität der Künste Berlin | Vor und während des Studiums Arbeit als freie Bühnen- und Kostümassistentin am Bremer Theater | Später als künstlerische Mitarbeiterin unter anderem bei Opern- und Schauspielproduktionen von Christof Loy, Nicolas Brieger, Guy Joosten, Stein Winge und Johann Kresnik | Am Staatstheater Mainz Kostümbildnerin bei Offenbachs Blaubart und für das Musical My Fair Lady in Inszenierungen von Søren Schuhmacher | Weitere Arbeiten unter anderem am Landestheater Coburg und am Theater Erfurt

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2012/2013:
     

    Wolfgang Hofmann

    Studierte zunächst Philosophie, Rhetorik und katholische Theologie an der Universität Tübingen | Später absolvierte er an der Universität Gießen den Studiengang Angewandte Theaterwissenschaft | Nach dem Studium Regieassistent am Theater der Stadt Heidelberg | Regiedebut mit Botho Strauß' Sieben Türen | In den nächsten Jahren Arbeit als fester Hausregisseur am Heidelberger Theater | Gastinszenierungen für Schauspiel und Oper u.a. am Staatstheater Braunschweig, Oldenburg, am Theater Lübeck, bei den Bad Hersfelder Festspielen und am Theater Bremen | Leitete bis zur Spielzeit 2011/2012 die Schauspielsparte am Stadttheater Bremerhaven und ist seitdem als freier Regisseur tätig.

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013/14:

    Fritz Haber Deutsch oder Stimmt die Chemie?

    Verdi versus Wagner

     

    Moritz Jüdes

    1982 geboren | Gelernter Tischler | Studierte ab 2006 Ingenieurswesen in Hildesheim | Danach Bühnenbildassistent am Theater Freiburg | Seit 2011 freischaffender Bühnenbildner und Videokünstler | Ausstattungen unter anderem in Freiburg, Köln und Berlin

    Bühne und Kostüm in der Spielzeit 2012 | 2013:

    Antigone

    Andrea Thiesen

    Studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Rechtswissenschaft in München und Göttingen | 2004 bis 2006: Regieassistentin am Staatstheater Darmstadt wo sie Die Leiden des jungen Werther inszenierte | 2006 bis 2009: Regieassistentin am Staatstheater Dresden | Seit 2009 freischaffende Regisseurin mit Inszenierungen unter anderem in Heidelberg, Darmstadt und bei den Bad Hersfelder Festspielen

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Die Leiden des jungen Werther

    Der Chinese

    Adieu, Herr Minister

    Kerstin Junge

    Geboren in Wesel | Studierte Freie Kunst in Kiel und anschließend Bühnenbild in Berlin | Ausstellungen in Deutschland, Skandinavien, Schweiz und New York | Ausstattungsassistenzen am Thalia Theater in Hamburg, an den Sophiensälen Berlin und am Maxim Gorki Theater Berlin | Von 2006 bis 2009 Ausstattungsassistentin am Schauspiel Dresden | Seit 2005 freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin mit Arbeiten u. a. in Berlin, Dresden, München, Solingen, Freiberg und Wilhelmshaven

    Bühne und Kostüm in der Spielzeit 2012 | 2013:

    Der Chinese

    Dirk Becker

    Studierte am Mozarteum Salzburg | Seit 1996 als freischaffender Bühnen– und Kostümbildner für Schauspiel, Oper und Ballett tätig | Ausstattungen unter anderem für die Wiener Staatsoper, die Semperoper Dresden und die Opern- Festspiele in Aix-en-Provence, sowie für das Thalia Theater Hamburg | Ausstattungen am Staatstheater Darmstadt für die Operninszenierungen von Don Carlos und Lord Byron, sowie für Arthur Millers Der Tod eines Handlungsreisenden, Ein Inspektor kommt, Der Tod eines Handlungsreisenden und Der Tartuffe

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 | 2014:

    König der Herzen

    Sahar Amini

    Wurde 1982 in Teheran geboren | Studierte Soziologie und Germanistik mit Schwerpunkt Theatersoziologie | Regieassistentin an den Theatern Freiburg und Konstanz und  dem Düsseldorfer Schauspielhaus | In der Spielzeit 2006 | 2007 erste eigene Inszenierung am Theater Freiburg | Seit der Spielzeit 2010 | 2011 freischaffende Regisseurin | In der Spielzeit 2010 | 2011 Inszenierung von Michael Kohlhaas am Schauspielhaus Düsseldorf  | Inszenierte in der Spielzeit 2011 | 2012 am Theater Heidelberg |  In der Spielzeit 2012 | 2013 Der westöstliche Divan nach J. W. Goethe am Rheinischen Landestheater Neuss | Am Theater Regensburg Inszenierung von Frau Müller muss weg von Lutz Hübner und die Uraufführung von Mensch Maschine von Konstantin Küspert | Am Staatstheater Darmstadt Regie für Antigone und Demokratie

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Antigone
    Demokratie

    Michiel Dijkema

    Der niederländische Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema studierte zunächst Klavier an der Hochschule für Musik "J. P. Sweelinck" Amsterdam und der Hochschule der Künste Utrecht, dann Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Bereits während seines Studiums inszenierte er Hochschulproduktionen in Amsterdam, Utrecht und Berlin. Seit 2005 erarbeitete er als Regisseur und Bühnenbildner in Personalunion Pelléas et Mélisande und Orfeo ed Euridice für die Nationale Reisopera Enschede, Carmen für das Landestheater Eisenach und das Staatstheater Meiningen, Ascanio in Alba für die Hochschule der Künste ArtEZ, Egmont (Beethoven/Goethe) für das Gergiev Festival Rotterdam, La Cenerentola für die Estnische Nationaloper Tallinn, ein Weill-Eisler-Brecht-Programm für Les Dominicains de Haute-Alsace, L'Orfeo für Drottningholms Slottsteater Stockholm, Pierrot Lunaire für das Gergiev Festival Rotterdam, Cabaret für das Landestheater Mecklenburg, Die Fledermaus für das Landestheater Eisenach, Der Vampyr für das Grachtenfestival Amsterdam, La Périchole für die Staatsoperette Dresden, Die Fledermaus für die Novaya Opera Moskau, Il Turco in Italia für die Oper Leipzig, Die Zauberflöte für das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, La Cenerentola für die Nationale Reisopera Enschede, Die Fledermaus für die Estnische Nationaloper Tallinn, Hänsel und Gretel für das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Il Barbiere di Siviglia für das Hessische Staatstheater Wiesbaden, Die Großherzogin von Gerolstein für die Staatsoperette Dresden, Tosca für die Oper Leipzig, Hamlet (Ambroise Thomas) für die Kroatische Nationaloper Zagreb und L’Opera Seria (Florian Leopold Gassmann) für die Staatsoper Hannover.

    Michiel Dijkema gewann verschiedene internationale Opernregiepreise: den zweiten Europäischen Opernregie-Preis 2005, den ersten Peter-Konwitschny-Nachwuchsregiepreis und 2007 den Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award. Das Bühnenbild von Il Barbiere di Siviglia am Hessischen Staatstheater Wiesbaden wurde mit dem Wizard-Award 2011 ausgezeichnet.

    Zu seinen künftigen Engagements gehören Produktionen für das Staatstheater Wiesbaden, für das Theater an der Wien, für die Oper Leipzig und für die Staatsoper Hannover.

    Am Staatstheater Darmstadt zeichnet Michiel Dijkema für Inszenierung und Bühnenbild des Doppelabends Cavalleria rusticana/Der Bajazzo verantwortlich.

    Lydia Bunk

    Geboren 1970 in Berlin | aufgewachsen auf der spanischen Insel Ibiza | Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin | Regieassistenzen unter anderem bei Thomas Langhoff, Peter Zadek, Stefan Bachmann, Christoph Marthaler und für fünf Jahre bei Frank Castorf an der Volksbühne Berlin | Im Jahr 2000 Regiedebüt mit Engel der Tankstelle von Edward Thomas | Seither Inszenierungen unter anderem an den Theatern in Aachen, Schwerin, Kiel, Gera sowie am Teater Odense in Dänemark | Gastdozentin für Schauspiel und Regie | 2006 Zu Gast beim Theaterfestival in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) | Am Staatstheater Darmstadt inszenierte sie in der Spielzeit 2012/13 Die Jungfrau von Orleans

     

    Julio Viera Medina

    Julio Viera Medina wurde auf Gran Canaria geboren und begann seine Tanzausbildung in Las Palmas. Seine Qualifikation in klassischem Tanz erhielt er am Real Conservatorio Profesional de Danza de la Comunidad Madrid, sein Diplom in Choreographie und Techniken der tänzerischen Interpretation durch das Ministerio de Educación y Ciencia. Nach Unterricht an den Tanzstudios Espacio Madrid, Centro de Danza Carmen Roche, Centro de Danza Carmen Senra und 10&10 Danza sowie in New York am Steps Dance Center, Alvin Ailey Center und Broadway Dance Center arbeitete er für verschiedene Fernsehsender und Musicals mit internationalen Choreographen. Er war Mitglied der Compagnien 10&10 Danza und CobosMika. Von 2004 bis 2006 gehörte er zum Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt, wo er nicht nur als Tänzer, sondern auch als choreographischer Assistent von Tanztheaterdirektorin Mei Hong Lin fungierte. Er unterrichtete an Tanzschulen, Tanzstudios, Schauspielschulen und Compagnien wie Soto el Vulcano (Italien), Escaena, Centro de Danza Carmen Senra, Centro de Danza Karen Taft, Dance Factory, Dance Oporto (Portugal), Endanza, Espacio Madrid, Center of New Creators Madrid, 10&10 Danza, Instituto del Cine Madrid und Spazziodanza.

    Zu seinen choreographischen Arbeiten zählen das Musical Jesus Christ Superstar in Erfurt und die Präsentation der Olympia-Kandidatur Madrids 2012. Darüber hinaus schuf er eigene Choreographien mit den Titeln Lamiendo Nubes, Nos vemos en Paris, Sin embargo se mueve, Desarraigo, Una gota de poesía, Sinfonía Hindu, Islas de Sal, Tres lunas rojas und andere.

    Am Staatstheater Darmstadt zeichnet er in der Spielzeit 2012/2013 für die Choreographie des Musicals La cage aux folles (Ein Käfig voller Narren) verantwortlich.

    René Zisterer

    Der österreichische Regisseur studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Zwischen 2000 und 2006 leitete er als künstlerischer und kaufmännischer Direktor das von ihm gegründete „Augenspieltheater“, an dem er zahlreiche Tiroler Erstaufführungen – von Pirandello (Die Riesen vom Berge) über Thomas Bernhard (Der Schein trügt), Peter Turrini (Alpenglühen) bis hin zur viel beachteten Bühnenfassung von Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften – inszenierte.

    Gastspiele eigener Inszenierungen führten ihn unter anderem nach Paris, Straßburg und Metz. Zwischen 2006 und 2008 erwarb er an der Universität Zürich zusätzlich den „Executive Master in Arts Administration“. Als freischaffender Regisseur mit Regietätigkeit in Deutschland, Großbritannien, Italien und Österreich inszenierte er zuletzt an der Kölner Oper Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte sowie an der Volksoper Wien Carl Orffs Die Kluge.

    Seit Herbst 2010 ist er Direktionsmitglied der Wiener Staatsoper.

    Am Staatstheater Darmstadt zeichnet René Zisterer für die Inszenierung von Giuseppe Verdis Die Macht des Schicksals verantwortlich.

    Michael Cook

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    Michael Cook, geboren und aufgewachsen in London, studierte zunächst Klavier und Cello, später dann Dirigieren am Royal College of Music in seiner Heimatstadt. Nachdem er in Frankreich zusammen mit seiner Frau eine eigene Operntruppe gegründet hatte, mit der sie zum Beispiel Einakter von Offenbach zur Aufführung brachten, wurde er Chorassistent am Théâtre du Capitole in Toulouse. Weitere Engagements führten ihn als Solorepetitor und Dirigent ans Landestheater Coburg, ans Landestheater Linz und ans Nationaltheater Mannheim, wo er auch als stellvertretender Studienleiter wirkte. Zu den Werken, die er bereits dirigiert hat, gehören neben zahlreichen klassischen Operetten von Offenbach, Strauß und Lehár Opern wie Werther, Un ballo in maschera, Carmen oder Le nozze di Figaro, aber auch Raritäten wie Alessandro von Gian Francesco de Majo oder Amadis des Gaules von Johann Christian Bach.

    In der Spielzeit 2012/2013 übernahm Michael Cook als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors am Staatstheater Darmstadt die musikalische Leitung der Opernproduktionen Cavalleria rusticana/Der Bajazzo und Jakob Lenz sowie der Wiederaufnahme von Hoffmanns Erzählungen.

    In der Spielzeit 2013/2014 liegt in seinen Händen die musikalische Leitung der Neuinszenierung von Brittens The Turn of the Screw.

    Claudia Damm

    Claudia Damm, geboren 1971 in Berlin, arbeitete nach Berufsausbildung und Studium zunächst als Kostümassistentin an der Semperoper in Dresden und am Opernhaus Zürich. Seit 2000 ist sie als freischaffende Kostümbildnerin für Oper und Schauspiel tätig, u.a. in Berlin, Leipzig, Dresden, Stockholm, Stuttgart, Enschede, Tallinn, Moskau und Zagreb. 2005 belegte sie den 2. Platz für Kostüm beim Europäischen Opernregiepreis. 2007 wurde die Inszenierung der Oper La Cenerentola des Regisseurs Michiel Dijkema, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet, mit ihren Kostümen mit dem Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award ausgezeichnet.

    Am Staatstheater Darmstadt entwirft sie die Kostüme zu Michiel Dijkemas Inszenierung von Cavalleria rusticana/Der Bajazzo.

    Bartholomew Berzonsky

    Nach Studien in Klavier und Orchesterdirigieren an der renommierten Eastman School of Music und an der Kölner Musikhochschule begann Bartholomew Berzonsky seine Laufbahn an den Theatern in Koblenz, Saarbrücken und Augsburg. Aufgrund einer Einladung, die musikalische Leitung des Musicals Cats in Hamburg zu übernehmen, wechselte er für einige Jahre in die kommerzielle Musical-Szene. Er dirigierte auch Les Misérables und Sunset Boulevard sowie die Uraufführung des Musicals Ludwig II. im eigens dafür gebauten Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen. Mit Engagements als Solorepetitor und Kapellmeister in Braunschweig und Basel kehrte er in die Opernwelt zurück. In der Schweiz dirigierte er 2008 Orffs Carmina Burana im antiken Amphitheater Augusta Raurica. Seit 2009 ist er am Staatstheater Darmstadt engagiert, wo er bereits zwei eigene Produktionen leitete und etliche Opern dirigierte. Im August 2011 übernahm er zudem die Leitung des Sinfonieorchesters Instrumentalverein Darmstadt. Gastdirigate führten ihn u.a. zur Radio-Philharmonie des NDR, den Moskauer Sinfonikern und den Prager Sinfonikern. Nicht zuletzt arbeitet er regelmäßig mit Jugendorchestern, u.a. dem RIAS-Jugendorchester in Berlin.

    In der Spielzeit 2012/2013 übernimmt Bartholomew Berzonsky die musikalische Leitung des Musicals La cage aux folles (Ein Käfig voller Narren). Außerdem dirigiert er die Darmstädter Gastspielvorstellungen von Anatevka am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

    Peter Hailer

    1956 geboren in Öhringen | Studium der Politikwissenschaften, Musikwissenschaften und Jura | Ab 1984 experimentelles Musiktheater in Berlin | Ab 1991 Regieassistent | Seit 1992 zahlreiche Inszenierungen, unter anderem als Spielleiter am Staatstheater Mainz und als Hausregisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus | Regisseur mehrerer Operninszenierungen, zum Beispiel Die Zauberflöte, Jenufa und La Traviata | Seit 2005 häufiger Gast am Staatstheater Darmstadt | Ab der Spielzeit 2008/2009 am Musiktheater im Revier | Lehrtätigkeiten an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, sowie an der Folkwang-Hochschule Essen | Gastprofessuren am Max-Reinhardt-Seminar Wien | Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar | Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt: Die Buddenbrooks von John von Düffel nach dem Roman von Thomas Mann, Ein Inspektor kommt von John Boynton Priestley, Effi Briest, Der Tod eines Handlungsreisenden und Der Tartuffe

    Inszenierung in der Spielzeit 2013 | 2014:

    König der Herzen


    Reinar Ortmann

    Reinar Ortmann studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Nach Assistenzen am Schauspiel Bonn arbeitete er als freier Dramaturg und Regisseur. Er inszenierte unter anderem Werke von Arthur Schnitzler, Friedrich Dürrenmatt und George Tabori. Von 2001 bis 2009 leitete er das Off-Theater Die Pathologie in Bonn. Während dieser Zeit bearbeitete er zahlreiche literarische Vorlagen für die Bühne. Von 2009 bis 2011 war Reinar Ortmann Dramaturg am Düsseldorfer Schauspielhaus und betreute hier neben Inszenierungen zeitgenössischer europäischer Dramatik eine Kooperation mit dem Habimah-Theater in Tel Aviv. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er als Dramaturg des Schauspiels am Staatstheater Darmstadt engagiert. Am Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete er mit der Schauspielerin Janina Sachau und Musikern Albert Ostermaiers Radio Noir | Am Staatstheater Darmstadt inszenierte er in der Spielzeit 2012/13 Kopenhagen von Michael Frayn

    Inszenierungen in der Spielzeit 2012 | 2013:

    Kols letzter Anruf

    Der Prozess

    Anne Georgio

    Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt | Erstengagement an den Städtischen Bühnen Frankfurt | Gastrollen an mehreren Theatern Deutschlands | Synchronisationsarbeiten | Fernsehrollen | Moderationen für verschiedene Rundfunkanstalten | Seit 1986 Sprecherzieherin im Hessischen Rundfunk | Regisseurin bei den Burgfestspielen Bad Vilbel

    Achim Römer

    Geboren 1953 in Ludwigsburg | Studium an der Fachakademie für Farbe und Gestaltung in Stuttgart | Theatermaler am Staatstheater Stuttgart | 1978 Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Bochum | Ausstattungsleiter am Staatstheater Nürnberg und am Schauspiel Köln | Seit 1991 freiberuflich an Theatern in Hamburg, Berlin, Köln, München, Düsseldorf, Zürich, Wien, Rotterdam und Bremen | Zusammenarbeit unter anderem mit den Regisseuren Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Manfred Karge und Christian Schlüter | Bühne und Kostüme am Staatstheater Darmstadt für Don Karlos, Der Menschenfeind, Volpone/Timon von Athen, Medea und die Uraufführung von Das Ende vom Geld


    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Kinder der Sonne

    Lukas Beikircher

    Lukas Beikircher studierte Klavier und Komposition am Richard Strauss Konservatorium München und absolvierte anschließend ein Dirigierstudium in Dresden. Während des Studiums assistierte er Sir Colin Davis und Hartmut Haenchen an der Oper Amsterdam, war Pianist für die Violinvorspiele der Staatskapelle Dresden und erhielt einen Kompositionsauftrag der Philharmonie Köln. Nach seinem ersten Engagement als Korrepetitor am Staatstheater Braunschweig wurde er Principal Conductor der Stichting Internationale Operaproducties Holland und dirigierte dort Werke wie Ariadne auf Naxos, Nabucco, Rigoletto und Carmen. Von 2006 bis 2010 war Lukas Beikircher als erster koordinierter Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt engagiert.

    Neben seinen Festengagements gastiert er mit großem Erfolg an unterschiedlichen Häusern wie beispielsweise an der Oper Krakau mit Norma oder am Theater Lodz mit La Traviata und Rigoletto. Die Oper Szeged engagierte ihn für Ariadne auf Naxos, die Oper Bonn für eine konzertante Aufführungsserie von Adriana Lecouvreur. Mit dem RSO Bratislava gab er Konzerte in der Berliner Philharmonie und der Laeiszhalle Hamburg, mit der Bohuslav Martinu Philharmonie war er Gast in der Philharmonie München, der Glocke Bremen und im Münchner Herkulessaal. In näherer Zukunft stehen Konzerte mit dem Thessaloniki State Symphony Orchestra an.

    Seit 2010 ist Lukas Beikircher 1. Kapellmeister und kommissarischer Chefdirigent des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo er in dieser Spielzeit Neuinszenierungen von Smetanas Die verkaufte Braut und Verdis Falstaff dirigiert.

    Am Staatstheater Darmstadt übernimmt er in der Spielzeit 2011/2012 die musikalische Leitung der Oper Der Mond von Carl Orff.

    Elias Grandy

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    Elias Grandy, in München geboren, studierte zunächst Cello in Basel und München. Von 2005 bis 2007 war er Akademist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, bevor er 2007 die Position des Stellvertretenden Solo-Cellisten an der Komischen Oper Berlin antrat, die er im Sommer 2011 zugunsten seiner Dirigiertätigkeit beendete.

    1998 erhielt er seinen ersten Dirigierunterricht bei Sergiu Celibidaches Assistent Konrad von Abel. Später belegte er Dirigierkurse bei Kenneth Kiesler, Gianluigi Gelmetti und Peter Gülke. Seit 2009 studiert er Dirigieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Hans-Dieter Baum. Er dirigierte Konzerte mit dem Kammerorchester der Komischen Oper in Greifswald, mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin in Minori/Italien und mit dem Sibelius-Orchester Berlin im Konzerthaus Berlin. Im April 2011 leitete er eine Aufführungsserie von André-Ernest-Modeste Grétrys Oper Le Jugement de Midas in Rheinsberg und im Mai 2011 eine Neuproduktion von Webers Der Freischütz im Heimathafen Berlin. Im September und Oktober 2011 übernahm er die musikalische Leitung von Mozarts Die Zauberflöte an der Nationaloper in Tirana/Albanien.

    Elias Grandy ist seit März 2012 als koordinierter 1. Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt engagiert, wo seitdem die musikalische Leitung der Neuproduktionen von Hoffmanns Erzählungen, Don Pasquale und La sonnambula sowie einer Wiederaufnahme von Madame Butterfly in seinen Händen lag.

    In der Spielzeit 2013/2014 übernimmt er die musikalische Leitung der Neuinszenierungen von Donizettis Der Liebestrank und Verdis La Traviata sowie der Wiederaufnahme von Puccinis La Bohème.

    Judith Metz

    Judith Metz

    Leiterin Kommunikation und Marketing

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    Judith Metz, gebürtige Hessin, in Augsburg aufgewachsen, absolvierte ein Magister-Studium in Kunstgeschichte, Klassischer Archäologie und Bibliothekswissenschaften an der Universität Augsburg und der Freien Universität Berlin. Diplom-Studium in Kultur- und Medienmanagement am Institut für Kultur– und Medienmanagement an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (Schwerpunkt: Fördervereine, Kommunikation, Fundraising). 1998–2000 Wissenschaftliches Volontariat an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Mitarbeit an den Staatlichen Museen zu Berlin Stiftung Preußischer Kulturbesitz bis 2007 (Wissenschaftliche Vermittlung, Museumspädagogik). Seit 1995 auch als freie Ausstellungskuratorin in Berlin tätig: im Galeriewesen, für das Abgeordnetenhaus Berlin und das Auswärtige Amt (Projektleitung, Marketing, Publikationen).

    Judith Metz war in der Zeit von 2007 bis 2009 am Pfalztheater Kaiserslautern für Marketing/PR zuständig und u.a. verantwortlich für den Relaunch des gesamten Corporate Designs und der Marke „Pfalztheater“. In der Spielzeit 2009/2010 übernahm sie am Theater Magdeburg mit dem Intendantenwechsel die Leitung der Abteilung Marketing und Kommunikation (CI-Prägung, CD-Relaunch für alle Publikationen und den Außenauftritt, Neustrukturierung der Abteilung, u.a. Vermarktung der Großprojekte „DomplatzOpenAir“-Musical und Telemannfesttage). Seit November 2011 leitet sie die Abteilung Kommunikation und Marketing am Staatstheater Darmstadt.

    Judith Kuhnert

    Geboren in Starnberg | 2005 bis 2009 Studium der Regie für Theater und Film an der Akademie für darstellende Kunst Burghausen bei Prof. Dr. David Esrig | Regieassistenzen und -hospitanzen unter anderem am Schauspielhaus Salzburg, am Fringe Theatre und dem Edmonton, Kanada, der königl. Staatsoper Brüssel, den Theatern Bonn und Bremen | Während des Studiums mehrere Kurzfilmprojekte, unter anderem Gameboys' Girls, Bajuwarische Pubertät und Meer Tee | Inszenierungen von Wandernutten von Theresia Walser, Kaltgestellt von Michele Lowe, und Elektravon Hugo von Hofmannsthal | Für das Staatstheater Darmstadt inszenierte sie in der Spielzeit 2011 | 2012 Nichts Schöneres, „Wünschte, Maschine stürzt ab", Bier für Frauen und In der Toskana

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Eine Sommernacht

    Frau Müller muss weg

    Romy Schmidt

    Geboren in Löbau (Sachsen) | Kommunikations- und Medienmanagementstudium in Stuttgart | Stipendium der Drehbuchschule Interspherial Pictures Stuttgart in Screenwriting | 2008 bis 2010 Regieassistentin am Staatstheater Darmstadt | In dieser Zeit Regisseurin der Inszenierungen The New Electric Ballroom und Bungee Jumping, sowie Bühne und Kostüme für Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner | Seit der Spielzeit 2010/2011 freie Regisseurin am Staatstheater Darmstadt und am Prinz Regent Theater Bochum | Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt unter anderem Das kunstseidene Mädchen und Die Schneekönigin

     

    Mechthild Seidemann

    Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main | Ausstattungen für Theaterproduktionen am Hessischen Landestheater Marburg und am Stadttheater Gießen, sowie für Kurz- und Werbefilme | Der Film Mammal wurde mit dem arte-Kurzfilmpreis des 23. Internationalen Kurzfilmfestivals Hamburg ausgezeichnet | Bühnen- und Kostümbildassistentin für das Atelier Scholder am Luzerner Theater, am Teatro Sociale Rovigo und am Theater Osnabrück | Kostümbildnerin für das Jugendtanzprojekt And so what! mit der hr-Bigband von Tanzlabor_21/Mousonturm Frankfurt | Semifinale beim Internationalen Wettbewerb für Regie- und Bühnengestaltung ring.award 11 am Schauspielhaus Graz | Bühne und Kostüme am Staatstheater Darmstadt für The New Electric Ballroom und Bungee Jumping oder die Geschichte vom Goldenen Fisch

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2012 | 2013:

    Sandmann

     

    Peter Schanz

    Geboren in Bamberg | Studierte Germanistik, Geschichte und Politologie in Würzburg, Graz und München | Ab 1984 Engagements als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern | 1997 bis 1999 Künstlerischer Direktor am Staatstheater Braunschweig | Seit 1999 freiberuflicher Autor und Dramaturg | Verfasser verschiedener Theaterstücke, Lesungen und Hörfunkbeiträge | Text und Inszenierung am Staatstheater Darmstadt von Luise & Mathilde

     

     

    Nora Johanna Gromer

    Nora Johanna Gromer ist als freie Bühnen- und Kostümbildnerin in Schauspiel und Musiktheater tätig. Die gebürtige Stuttgarterin studierte Innenarchitektur in Mainz und Wiesbaden und Bühnen- und Kostümbild in Berlin. Zwei Spielzeiten verbrachte sie als Assistentin am Staatstheater Darmstadt.
    An der Oper Frankfurt/Main und an der Komischen Oper Berlin assistierte sie während des Studiums bei mehreren Produktionen und arbeitete dabei u.a. mit Hans Neuenfels, mit Heike Scheele, Herbert Murauer und Christof Loy, mit Frank Philipp Schlössmann und Andreas Homoki zusammen. Beim Berliner Theatertreffen tt10 und tt11 stattete sie die szenischen Lesungen des Stückemarktes aus, wo sie mit Regisseuren wie Stephan Kimmig, David Bösch u.a. zusammenarbeitete.
    Eigene Bühnen- und Kostümbilder realisierte sie u.a. in Off-Produktionen in Berlin, 2011 entstand Der Freischütz (Heimathafen Neukölln, Regie: Maximilian von Mayenburg), 2009 Eat my Wonderland (Sophiensaele Berlin, Regie: France- Elena Damian); außerdem entstanden Bühnenbilder zu La Cenerentola (Winteroper Potsdam, Regie: Nico Rabenald) und Über die Schädlichkeit des Tabaks (Landestheater Coburg, Regie: Matthias Straub).
    Am Staatstheater Darmstadt stattete sie im Frühling 2012 die Wiederaufnahme von Johan Kresniks legendärer Produktion Sylvia Plath aus; im Juni 2012 folgte ihr Debüt an der Oper Frankfurt/ Main mit dem Strawinsky- Abend Tilimbom (Regie: Andrea Schwalbach).
    Zukünftige Produktionen umfassen Inszenierungen mit Andrea Schwalbach (Staatsoper Hannover, Theater und Orchester Heidelberg), die Kammeroper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm (Staatstheater Darmstadt, Regie: Lothar Krause) sowie Schauspielproduktionen am Landestheater Coburg. Mit Jens Poth arbeitet sie u.a. an Cargonauten (UA) von Dirk Laucke, Stadttheater Bremerhaven; Das war ich nicht, Stadttheater Ingolstadt.

    Christina Comtesse

    Inszenierung und Choreografie

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    Christina Comtesse absolvierte nach einem Chemiestudium an der University of Exeter in ihrer Heimat Großbritannien ihre Tanzausbildung an der London School of Contemporary Dance. Nach ihrem Erstengagement am Theater Osnabrück arbeitete sie für elf Jahre als Tänzerin mit Johann Kresnik am Tanztheater Bremen und an der Volksbühne Berlin zusammen. Sie kreierte Choreografien für die Volksbühne und Schaubühne Berlin, das Theater Konstanz, Krefeld/Mönchengladbach, Graz und Luzern. Von 2004 bis 2006 war sie als Trainingsleiterin und Assistentin der Tanztheaterdirektorin Verena Weiss am Theater Luzern engagiert. Seit 2006 arbeitet Christina Comtesse als Ballettmeisterin und choreografische Assistentin am Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt. Hier entstanden ihre Tanzproduktionen Immer wieder Weihnachten, Der dritte Sinn und die Choreografien für Jesus Christ Superstar und Die Jungfrau von Orleans. Darüber hinaus zeichnete sie für die Einstudierung von Ulrike Meinhof und Sylvia Plath von Johann Kresnik verantwortlich.

    Walter Haupt

    Der Komponist, Dirigent und Regisseur Walter Haupt studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt München Komposition, Schlagzeug und Dirigieren und war Meisterschüler von Hans Werner Henze am Salzburger Mozarteum. 1969 gründete er die legendäre, mit vielen Preisen ausgezeichnete Experimentierbühne der Staatsoper München, die er 16 Jahre lang leitete. 1972 komponierte und inszenierte er zur Eröffnung der Olympischen Spiele in München ein spektakuläres Laser-Light-Environment mit imaginären Lichträumen als audiovisuelles Ereignis. 1984 trat er als Opernkomponist mit seinem Musiktheaterwerk Marat (UA am Staatstheater Kassel) hervor. 1989 wurde Marat als multimediales Open-Air-Ereignis auf dem Münchner Königsplatz zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution vor 150.000 Zuschauern gegeben. 1987 erhielt Haupt den Auftrag, die Kassler „documenta 8“ mit der Uraufführung seiner Oper Pier Paolo Pasolini zu eröffnen. Weitere Erfolge erzielte er mit der Komposition eines Requiems – im Gedenken an die Opfer kriegerischer Verbrechen (1997), UA an der Münchner Staatsoper und der MAC-Suite (1999) zur Eröffnung des Munich Airport Centers. Daneben komponierte Walter Haupt achtzehn Ballette, die an zahlreichen Opernhäusern Europas und auf internationalen Theaterfestivals von London bis St. Petersburg aufgeführt wurden. Große Popularität erreichte er mit seiner multimedialen Klangwolke, einem Schau-Spiel aus Feuer, Wasser, Licht und Musik inmitten der Landschaft, die europaweit fünf Millionen Zuschauer begeisterte.
    Zum 100. Geburtstag von Carl Orff dirigierte und inszenierte er 1995 in München die Carmina Burana Monumental Opera als gigantisches Spektakel. Gastspiele vor einem Millionenpublikum in 48 Ländern machten diese Produktion zu einem Welterfolg. In ähnlichen Dimensionen folgten 1998 die Oper Aida und das Fantasy-Musical Dracula, das er auch mitkomponierte.
    Als Dirigent arbeitete Walter Haupt mit vielen nationalen und internationalen Klangkörpern zusammen, u.a. Royal Philharmonic Orchestra London, Orchestre Métropolitain Montreal, Russian National Orchestra Moskau, Teatro Municipal Orchester Sao Paulo.

    Zahlreiche Auszeichnungen begleiten Walter Haupts Karriere; so erhielt er u.a. 1991 das Österr. Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, im Jahr 2000 den Titel und die Würdigung „Dr. honoris causa“, 2003 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

    Johann Kresnik

    Der gebürtige Österreicher Johann Kresnik absolvierte zunächst eine Lehre zum Werkzeugmacher. An das Theater kam er als Statist an die Vereinigten Bühnen von Graz, wo der dortige Ballettmeister Rein Esté auf ihn aufmerksam wurde. Johann Kresnik erhielt eine Ballettausbildung und sein erstes Engagement als Tänzer in Graz. Mit Jean Deroc ging er 1960 als Tänzer nach Bremen und wechselte 1962 an die Bühnen der Stadt Köln. Von 1964 bis 1968 tanzte er dort als Solist und arbeitete u.a. mit John Cranko und Agnes de Mille. Nach einer Zusammenarbeit in Köln engagierte George Balanchine Johann Kresnik als Gast an das New York City Ballet.
    1967 schuf Johann Kresnik in Köln sein erstes choreografisches Theater O sela pei, das von der Kritik als „Geniestreich“ gefeiert wurde. Der Intendant Kurt Hübner holte ihn 1968 als Ballettdirektor an das Bremer Theater (u.a. Kriegsanleitung für Jedermann, Die Nibelungen), wo er bis zu seinem Wechsel nach Heidelberg 1979 blieb und für die Zeit von 1989 bis 1994 auch wieder zurückkehrte. In Heidelberg und Bremen entstanden erfolgreiche biografische Werke wie Sylvia Plath (1985), Pasolini – Der Traum von einem Menschen (1986), Macbeth (1988), Ulrike Meinhof (1990), Rosa Luxemburg – Rote Rosen für Dich (1993). Sein Choreografisches Theater Ulrike Meinhof wurde von Theater heute als „Beste Produktion“ geehrt, 1990 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und 2010 auch am Staatstheater Darmstadt gezeigt. Nach Bremen folgte für Johann Kresnik die Leitung der Compagnien der Volksbühne Berlin und des Choreografischen Theaters der Stadt Bonn – wo er u.a. mit Hannelore Kohl (2004) für Aufsehen sorgte. Kein anderer Choreograf sollte je so kontinuierlich und über einen so langen Zeitraum ein eigenes Tanzensemble an deutschen Theatern leiten. Seine Ensembles gastierten weltweit auf zahlreichen Festivals.

    Johann Kresnik gilt heute als einer der bedeutendsten Theatermacher und Vertreter des deutschen Tanztheaters. 1990 wurde er mit dem renommierten Berliner Theaterpreis ausgezeichnet. Seine Stücke sind politisch und folgen meist einer gesellschaftskritischen Grundidee. Vor allem die Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit bildet ein zentrales Motiv seiner Arbeit. Seit 2003 ist Johann Kresnik als freischaffender Choreograf und Regisseur für Oper und Schauspiel an den großen Bühnen im deutschsprachigen Raum sowie international tätig. Zuletzt inszenierte er in Heidelberg die Uraufführung Sammlung Prinzhorn von Christoph Klimke.

    Hermann Schein

    1976 bis 1980 Studium am Institut für Schauspielregie (in Berlin) | Unter anderem Oberspielleiter in Frankfurt/Oder, Leitender Regisseur der Städtischen Bühnen Bielefeld und Spielleiter an den Freien Kammerspielen Magdeburg | Inszenierungen am Staatstheater am Staatstheater Mainz, am Deutschen Theater Göttingen, am Theater Erfurt, am Staatsschauspiel Dresden, am Saarländischen Staatstheater und am Maxim Gorki Theater Berlin | Inszenierungen für das Staatstheater Darmstadt waren mitunter Der Besuch der alten Dame, Verbrennungen, Der zerbrochene Krug, Faust – Der Tragödie erster Teil, Supernova, Die heilige Johanna der Schlachthöfe, Jud Süss, Der Theatermacher | Der Raub der Sabinerinnen, die Uraufführung von Dass wir Geister sind und Stützen der Gesellschaft

    Inszenierung in der Spielzeit 2013 | 2014

    Richard III.

    Chas Rader-Shieber

    Zu den jüngsten Arbeiten des Regisseurs Chas Rader-Shieber zählen Neuproduktionen von Händels Tolomeo für die Glimmerglass Opera, Tamerlano für die Washington National Opera und die Los Angeles Opera, Samuel Barbers Antony and Cleopatra für die Opera Company of Philadelphia, Mozarts Die Entführung aus dem Serail für die Lyric Opera of Chicago und die San Francisco Opera, Don Giovanni für die Santa Fe Opera und Charpentiers David et Jonathas für die Pinchgut Opera in Sydney. Darüber hinaus waren Inszenierungen von ihm unter anderem an den Opernhäusern von Houston, St. Louis, Pittsburgh, Philadelphia, Minnesota und Vancouver sowie an der New York City Opera und beim Spoleto Festival zu sehen.

    Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Opern des 17. und 18. Jahrhunderts. So inszenierte er Idomeneo, La clemenza di Tito, Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro, Il re pastore und Così fan tutte von Mozart, Giulio Cesare, Semele, Ariodante, Acis and Galatea und Flavio von Händel sowie Werke von Monteverdi, Cavalli, Purcell, Charpentier und Gluck.

    Zu seinen bevorstehenden Aufgaben zählen Neuproduktionen von Henzes Elegie für junge Liebende und Händels Rinaldo.

    Am Staatstheater Darmstadt stellt sich Chas Rader-Shieber mit seiner Inszenierung der Operette Die lustige Witwe von Franz Lehár vor.

    Michael Helle

    Studium der Theaterwissenschaft an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig | In den achtziger Jahren Festengagements als Schauspielregisseur an den Bühnen der Stadt Gera und am Kleist Theater Frankfurt/Oder | Seit 1989 Inszenierungen als freier Regisseur am Staatstheater Mainz und am Staatstheater Darmstadt | 1996 bis 1999 Schauspieldirektor am Staatstheater Mainz | von 2000 bis 2005 in der gleichen Position am Theater Aachen | In dieser Zeit auch erste Arbeiten als Opernregisseur | Seit 2005 als freier Regisseur mitunter am Schauspiel Bonn, am Landestheater Tübingen und am Theater Osnabrück | Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt waren unter anderem Iphigenie in Aulis, Don Karlos, Hamlet, der Doppelabend Volpone | Timon von Athen,  Medea und die Uraufführung von Das Ende vom Geld

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Kinder der Sonne

    Stefan Heyne

    Studium des Bühnenbildes an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | Meisterschüler bei Prof. V. Pfüller | 1990 Bühnenbildner an den Freien Kammerspielen Magdeburg | Gründungsmitglied der Freien Kammerspiele | Ausstattungen unter anderem am Deutschen Theater Berlin, an der Hamburgischen Staatsoper, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg,  am Theater Basel und am Staatsschauspiel Dresden | Mehrfache Nennung als bester Bühnenbildner des Jahres | Mehrmalige Nominierungen beim Berliner Theatertreffen | Dozent an der TU Berlin im Masterstudiengang Bühnenbild | Diverse Kunstausstellungen | Ausstattungen am Staatstheater Darmstadt unter anderem für die Uraufführung Das Paradies der Ungeliebten, Nora, Die heilige Johanna der Schlachthöfe, Jud Süss und Stützen der Gesellschaft

    Inszenierung in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Richard III.

    Ina Annett Keppel

    Studium der Theaterwissenschaft in Gießen | Abschluss mit der Diplominszenierung von Neil LaButes Das Maß der Dinge | Projekte bei Viviane de Muynick und René Pollesch | Verschiedene Inszenierungen am Theater Freiburg, am Pfalztheater Kaiserslautern und an den Schauspielbühnen Stuttgart | Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt waren unter anderem Lenz, Salome, Genannt Gospodin, die beiden Uraufführungen Truckstop und Schonzeit sowie Ayckbourns Glückliche Zeiten | Außerdem seit der Spielzeit 2006|2007 Regisseurin der Weihnachtsmärchen Die Biene Maja, Aladin und die Wunderlampe, Die kleine Meerjungfrau, Der Lebkuchenmann und Der Zauberer von Oz

    Inszenierung in der Spielzeit 2013/14:

    Die kleine Hexe

    Malte Kreutzfeldt

    Theaterregiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch von 1993 bis 1998 | Leitung des Schauspiels Quedlinburg/Halberstadt in den Jahren 1999 bis 2003 | Preis für die beste Inszenierung bei den brandenburgischen Theatertagen mit Georg Büchners Woyzeck | Arbeitet seit 2003 freischaffend, unter anderem in Mainz, Oldenburg, Nürnberg, Stuttgart und Darmstadt | Hatte sein Operndebüt mit der Inszenierung von Cesare in Egitto | Aufnahme von Videodokumentationen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmakademie | Für das Staatstheater Darmstadt inszenierte er in der Spielzeit 2009 | 2010 Der Hauptmann von Köpenick, Maria Stuart und Woyzeck

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Leonce und Lena

    Woyzeck

    Dantons Tod

    Nikolaus Porz

    Aufgewachsen auf einem Bauernhof in der Eiffel | 1983 Betreiber eines eigenen Restaurants auf Kreta | 1985 am Theater in der Kreide in München | Erste Erfahrungen als Bühnenbildner und Schauspieler |1988 Schauspielausbildung in Berlin | Mitbegründung des Theaters Medea West | Seit 1992 diverse freie Assistenzen und eigene Ausstattungen unter anderem am Schauspiel Essen und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen | 1994 Ausstattungsassistent am Bremer Theater | Anschließend Ausstattungsleiter am Theater Wilhelmshaven | Seit 1998 freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Oper und Schauspiel | Am Staatstheater Darmstadt Bühne und Kostüme für Der Hauptmann von Köpenick, Maria Stuart und Die Jungfrau von Orleans

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Woyzeck

    Leonce und Lena

    Dantons Tod

    Patricia Benecke

    Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Köln | Magister in Drama am Holloway College der University of London | Assistenzen unter anderem am Young Vic, am Royal Court Theatre und bei Forced Entertainment| 1996 Gründung der ersten deutsch-britischen Theatergruppe Dialogue Productions | Dort vor allem Erstaufführungen internationaler Gegenwartsstücke, darunter Top Dogs, Helden wie wir und Verbrennungen | Weitere Arbeiten an den Theatern in Köln, Bonn, Potsdam, Dortmund und Ulm | Außerdem tätig als Theaterkorrespondentin bei Theater Heute und als Übersetzerin | Am Staatstheater Darmstadt inszeniert sie Wunderbare Welt Dissozia, Nathan der Weise, Das Ende des Regens und Phaedra Backwards

    Inszenierung in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Gefährliche Liebschaften | Quartett

     

     

    Lukas Noll

    Ausbildung zum Tischler und Arbeit als Bühnen- und Ausstellungstechniker | Anschließend Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | Ab 1995 erste Ausstattungen an den Theatern Kiel und Magdeburg, sowie am Theater Junge Generation in Dresden | Engagements an den Theatern Coburg, Cottbus, Münster, Kassel, Kaiserslautern und Rostock | Seit 2002 Ausstattungsleiter am Stadttheater Gießen | 2010 erhält er den Preis denkmal des Vereins der Freunde des Theaters Gießen | Außerdem Gasttätigkeiten in Magdeburg, Kassel, Wroclaw, Tallin und Seoul

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2011|2012:

    Der Theatermacher | Der Raub der Sabinerinnen

    Martin Fischer

    Abendstudium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1977 bis 1980 Bühnentechniker und Beleuchter am Staatstheater Dresden und am Berliner Ensemble | Anschließend Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1985 erste eigene Ausstattungen am Staatstheater Dresden und am Staatstheater Schwerin | 1988 bis 1992 Bühnen- und Kostümbildner an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin | Seit 1992 freiberuflich als Bühnenbildner und Grafiker unter anderem am Staatstheater Cottbus, am Berliner Ensemble, am Carrousel Theater Berlin, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Staatstheater Kassel | Seit 2005 Ausstattungsleiter am Theater Osnabrück | Gestaltung von Programmheften und Plakaten für diverse Theater und Festivals, unter anderem das Theater Osnabrück und die Veranstaltung Europäischer Musiksommer Berlin | Am Staatstheater Darmstadt Bühne und Kostüme für Der Impresario von Smyrna

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2011|2012:

    Effi Briest

    Gesine Kuhn

    Studium der Landschaftsarchitektur an der TU Dresden und der Ecole d'Architecture in Bordeaux | Bühnen- und Kostümbildstudium an der Ecole d'Architecture in Clermont-Ferrand und Paris | 1999 Diplom als Szenograph/ Bühnen- und Kostümbildnerin | Im gleichen Jahr mehrmonatiges Stipendium an der Hochschule für Marionnettenspiel in Charleville-de-Mézières | Seit 2000 freie Architektin in verschiedenen Architekturbüros sowie Ausstattungsassistentin am Deutschen Theater Berlin, Theater Oberhausen und am Theater Bonn | Seit 2005 freiberufliche Bühnen - und Kostümbildnerin unter anderem an den Theatern Bonn, Dresden, Dortmund, Oldenburg, Gera, Neuss und Lübeck | Bühne und Kostüme am Staatstheater Darmstadt für Wunderbare Welt Dissozia, Nathan der Weise, Das Ende des Regens, Der Zauberer von Oz, Die Schneekönigin und Phaedra Backwards

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 |2014:

    Gefährliche Liebschaften | Quartett

    Die kleine Hexe

    Phaedra Backwards

    Boris C. Motzki

    Geboren 1980 in Worms | Studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz | 2006 bis 2009 Regieassistent am Nationaltheater Mannheim | Dort entstanden erste eigene Inszenierungen | 2007 bis 2008 als Gastdozent an der Theaterakademie Mannheim | Arbeitet seit 2009 als freier Regisseur | Seitdem auch am Staatstheater Darmstadt | Auftritte mit Kabarettprogrammen, wie zum Beispiel Faust RELOADED | Für das Staatstheater Darmstadt inszenierte er unter anderem Anna sagt was!, Leutnant Gustl, Fräulein Else und Das System Ponzi

     

    Klaus Noack

    Geboren in Berlin | Studierte Szenographie an der Kunsthochschule Berlin | Wird 1979 am Berliner Ensemble als Bühnen- und Kostümbildner engagiert | Gemeinsame Arbeiten mit Peter Konwitschny für das Musiktheater | Ab 1989 Engagement als Regisseur am Volkstheater Rostock | Erste Zusammenarbeit mit Axel Richter | Seitdem sind etwa 50 gemeinsame Inszenierungen entstanden | Von 1991 bis 1998 Regisseur und Ausstattungsleiter an den Freien Kammerspielen Magdeburg | Entwickelte eigene Theaterprojekte, wie zum Beispiel Die Elbe, 39 Minuten und Die große Freiheit | Seit 1999 freier Bühnenbildner und Regisseur | Inszenierungen für Darmstadt waren unter anderem Parabel Parzival (Uraufführung), Prinzessin Turandot, Peer Gynt, Wälder (Deutschsprachige Erstaufführung), Von morgens bis mitternachts, Die Nibelungen und Die Götter weinen

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 |2014:

    Die Großherzogin von Gerolstein

    Axel Richter

    1950 in Dresden geboren | Studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin, Physik an der TU Dresden und Schauspielregie am Regieinstitut Berlin | Ab 1979 Regisseur an den Städtischen Theatern Karl-Marx-Stadt, am Staatstheater Schwerin und am Berliner Ensemble | Wird 1989 Schauspieldirektor am Volkstheater Rostock | Wechselt 1991 als Schauspieldirektor und stellvertretender Intendant zu den Freien Kammerspielen Magdeburg | Arbeitet von 1997 bis 2003 als freier Regisseur | Neben der Tätigkeit als Regisseur seit 2003 Professor für Dramatischen Unterricht an der Kunstuniversität Graz | Inszeniert seit 2004 für das Staatstheater Darmstadt | Er hat bereits ungefähr 100 Stücke auf die Bühne gebracht, unter anderem in Dortmund, Mainz und Gießen | Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt waren zum Beispiel Parabel Parzival (Uraufführung), Prinzessin Turandot, Prinz Friedrich von Homburg, Peer Gynt, Wälder (Deutschsprachige Erstaufführung), Von morgens bis mitternachts und Die Nibelungen und Die Götter weinen

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013/2014:

    Die Großherzogin von Gerolstein

    Serge Weber

    Der Schweizer Komponist Serge Weber ist in Paris geboren. Dort wurde er von der Musikerfamilie Casadesus als Konzertpianist ausgebildet. Ab 1973 setzte er sein musikalisches Studium in Deutschland mit den Fächern Komposition, Kirchenmusik und Dirigieren fort. Bis heute schrieb er über 300 musikalische Werke für Film, Fernsehen, Theater, Tanztheater und Hörfunk. Zu seinen bekanntesten Arbeiten für das Theater zählen die Kompositionen zu den Inszenierungen von Johann Kresnik. So entstanden seit 1990 zahlreiche Arbeiten, darunter Krieg (Schauspielhaus Stuttgart), Rosa Luxemburg (Volksbühne Berlin), Mars (Schauspielhaus Basel / Schauspielhaus Hamburg), Brecht und seine Frauen (Nationaltheater Mannheim), des Weiteren Wiener Blut (Burgtheater Wien), Allerseelen (Thalia Theater Hamburg), Peer Gynt (Salzburger Festspiele 2003) und Hannelore Kohl (Oper Bonn). Sein Schauspiel F.U.C.K. am Hans Otto Theater in Potsdam wurde 2007 für den Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost nominiert. 2010 wurde im Schauspielhaus des Bremer Theaters seine Rockoper Dangerous uraufgeführt. Serge Weber stellte sich vergangene Spielzeit mit der Musik zu Ulrike Meinhof bereits dem Darmstädter Publikum vor. Nach der Auftragskomposition Romeo und Julia für das Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt ist die Musik zur Uraufführung Lala auf der Couch seine zweite Zusammenarbeit mit der Choreografin und Regisseurin Mei Hong Lin.

    Ricarda Marose

    wurde 1986 in Bochum geboren. Nach einem Jahrespraktikum am Schauspielhaus in ihrer Heimatstadt studierte sie von 2005 bis 2008 Mode- und Designmanagement an der AMD Akademie für Mode und Design. Während des Studiums sammelte sie weitere theaterpraktische Erfahrungen an der Oper Frankfurt (2007), sowie bei der Art for Art Theaterservice GmbH, welche Ausstattungen an das Burg- und Akademietheater sowie die Wiener Staatsoper und die Volksoper Wien liefert.

    Seit Herbst 2008 ist sie Kostümassistentin am Staatstheater Darmstadt. In der Spielzeit 2009|2010 erfolgte ein erster eigener Kostümentwurf für die Produktion von Benjamin Brittens Oper Noah und die Flut, in der aktuellen Spielzeit 2010|2011 wird sie die Kostüme für Lucia di Lammermoor gestalten.

    Dirk Hofacker

    wurde 1965 in Wiesbaden geboren. Nach dem Jurastudium entdeckte er seine Liebe zur Malerei und zum Theater. Die Begegnung mit dem polnischen Maler und Bühnenbildner Andrzej Majewski bestärkte ihn in seinem Entschluss, das Studium in Malerei und Bühnenbild an der "Alanus-Hochschule der Künste" in Alfter und in der Klasse von Günther Schneider-Siemssen in Salzburg aufzunehmen. Nach dem Diplomabschluss in Malerei schloss sich eine siebenjährige künstlerische und technische Zusammenarbeit mit dem Designer Michael Scott-Knapp an. Mittlerweile hat Dirk Hofacker über 35 Opern- und Ballettproduktionen für alle großen Opernhäuser der Welt, wie z.B. die Metropolitan Opera in New York, das Téatro Colón in Buenos Aires, die Arena di Verona, die Bayerische Staatsoper oder das Teatro Real in Madrid ausgestattet. Parallel arbeitet Hofacker seit 1999 als selbständiger Designer regelmäßig u.a. für das Ballett der Opera de Nice in Frankreich und das Opernhaus in Bergen (Norwegen).
    Eine seiner wichtigsten Produktionen war der Lohengrin unter der Regie von Maximilian Schell und der musikalischen Leitung von Kent Nagano an der Los Angeles Opera. Anknüpfend an diesen Erfolg wurde Dirk Hofacker erneut an die Los Angeles Opera und die Israeli Opera in Tel Aviv verpflichtet, wo er Bühne und Kostüme für Samson und Dalila unter der Regie von Oscarpreisträger William Friedkin entwarf.

    Am Staatstheater Darmstadt hat er bislang für Maria Stuarda, Carmen, Nabucco und Die Brautschminkerin das Bühnenbild und mit Ausnahme des erstgenannten Werkes auch die Kostüme geschaffen, in der Spielzeit 2011|2012 hat er für die Produktionen Lucia di Lammermoor, Orpheus und Eurydike sowie für Romeo und Julia das Bühnenbild entworfen. In der aktuellen Spielzeit zeichnet er für das Bühnenbild von Lala auf der Couch, Tödlicher Genuss und La sonnambula verantwortlich.

    Lothar Krause

    wurde 1985 in Schwerin geboren und sammelte bereits vor dem Abitur Theatererfahrung als Spielleiter einer Jugendtheatergruppe, für welche er mit dem Jugendkulturpreis 2002 und dem Jugendförderpreis 2003 ausgezeichnet wurde.

    Nach einigen Hospitanzen im Musiktheater des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin trat er im Sommer 2006 sein erstes Festengagement als Regieassistent am Schauspiel der Landesbühne Wilhelmshaven an.

    Seit August 2008 ist er als Regieassistent und Abendspielleiter der Oper am Staatstheater Darmstadt engagiert, wo ihn eine enge Zusammenarbeit mit Intendant John Dew verbindet (u.a. Ring des Nibelungen, Die Meistersinger von Nürnberg, Lohengrin, Fidelio, Katja Kabanowa, Madama Butterfly).

    Gastengagements als Regieassistent führten ihn erneut ans Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und zu den Schlossfestspielen Schwerin sowie zum Richard-Wagner-Verband; 2010 wurde er mit der szenischen Einstudierung der Oper Katja Kabanowa an den Städtischen Bühnen Münster betraut. 2010 erhielt er ein Stipendium der Bayreuther Festspiele.

    Während seiner Tätigkeit als Assistent arbeitete er u.a. mit den Regisseuren John Dew, Renate Ackermann, Peter Lotschak, Frank-Bernd Gottschalk, Vernon Mound, Mei Hong Lin, Philipp Kochheim, Reinhardt Friese und Christian Hockenbrink zusammen.

    Als Opernregisseur stellte sich Lothar Krause erstmals in der Spielzeit 2010/2011 mit Verdis Nabucco am Staatstheater Darmstadt dem Publikum vor, in der folgenden Spielzeit erarbeitete der junge Regisseur hier Donizettis Lucia di Lammermoor.

    Nach dem überwältigenden Publikumserfolg mit Wolfgang Rihms Kammeroper Jakob Lenz im vergangenen Jahr inszeniert Lothar Krause in der Spielzeit 2013/2014 am Staatstheater Darmstadt Benjamin Brittens The Turn of the Screw.

    Anna-Sophia Blersch

    Ausbildung zur Damenschneiderin | 1992 bis 1997 Studium der Bühnengestaltung am Salzburger Mozarteum | Assistentin von Moidele Bickel bei den Salzburger Festspielen | Erstes Festengagement 1998 bis 2000 als Ausstattungsassistentin am Nationaltheater Weimar | 2000 bis 2002 Ausstatterin am Theater Heidelberg | Seither freischaffend unter anderem in Erlangen, Schwerin, Bielefeld und Lübeck | Bühne und Kostüme am Staatstheater Darmstadt für Kalif Storch, Kälter als hier, Der alte Tänzer und ich haben Liebe gemacht, Hochzeitsreise, Onkel Wanja, Mein Kampf, Der Lebkuchenmann, Das traurige Schicksal des Karl Klotz, Der Sängerkrieg der Heidehasen, Nachtgeschichte, Engel der Armen, Die Goldberg-Variationen, Eisenstein, Grandhotel Bogotá und Der blaue Engel

    Bühne und Kostüme in der Spielzeit 2013 | 2014:

    Ich war nie da

    Die schönen Tage von Aranjuez

     

    Martin Ratzinger

    Studium der Theaterwissenschaft in München und Glasgow | Schauspieler mit Gastvertrag am Residenztheater München bei George Tabori und Robert Lepage | Regisseur am SNAP Theatre in England und am Theater Rudolstadt | Verschiedene Regieassistenzen | Seit 2004 am Staatstheater Darmstadt | Seit 2007 Spielleiter im Schauspiel | Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt (Auswahl): Rum und Wodka, Welche Droge passt zu mir?, Kälter als hier (Deutschsprachige Erstaufführung), Der alte Tänzer und ich haben Liebe gemacht (Uraufführung), Klamms Krieg, Hochzeitsreise, Onkel Wanja, Mein Kampf, Alle meine Söhne, Der Sängerkrieg der Heidehasen, Nachtgeschichte, Engel der Armen, Die Goldberg-Variationen, Eisenstein, Grandhotel Bogotá und Der blaue Engel

    Inszenierungen in der Spielzeit 2013/2014:
     
    Ich war nie da
     
    Die schönen Tage von Aranjuez

    Beate Vollack

    Nach ihrem Studium an der Staatlichen Ballettschule in Berlin wurde Beate Vollack 1986 an die Komische Oper Berlin verpflichtet. 1996 wurde sie an das Bayerische Staatsballett engagiert, dem sie bis 2005 angehörte. Für ihre Interpretation der Giselle in der Fassung von Mats Ek wurde sie von der Fachpresse zur „Tänzerin des Jahres“ gewählt. Parallel zu ihrer Bühnentätigkeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Ballettpädagogin, mit der sie den Grundstein für ihre choreographische Karriere legte. 2003 bis 2006 war sie fest als Choreographin an der Bayerischen Staatsoper engagiert. Hinzu kamen zahlreiche Gastverträge. Seit 2006 arbeitet sie freischaffend als Choreographin und Tänzerin. Ihre choreographischen Arbeiten und Bewegungsregien sind unter anderem an der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, dem Theater an der Wien, dem Royal Opera House Covent Garden, dem Opernhaus Zürich, bei der Ruhr Triennale, den Bregenzer Festspielen, den Salzburger Festspielen und am Gran Teatre del Liceu zu sehen. Dabei arbeitete sie mit renommierten Regisseuren wie David Pountney, Christof Loy, Richard Jones, David Alden, Doris Dörrie, Moshe Leiser und Patrice Caurier zusammen. 2009 hatte ihr erster Ballettabend Don Quichotte am Opernhaus Wroclaw Premiere. 2010 führte sie zum ersten Mal Regie bei der Operette Der Vogelhändler am Landestheater Niederbayern. Dort hatte auch ihr zweites Ballett, Das goldene Schlüsselchen oder die Abenteuer des Pinocchio, Premiere.

    Vladislav Karklin

    Vladislav Karklin wurde 1971 im damaligen Leningrad geboren und studierte zunächst Klarinette am dortigen Konservatorium, erhielt dort aber bald auch Dirigierunterricht bei Ilja Musin. 1998 wechselte er an die Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, wo er Klavier bei Wolfgang Trommer und Orchesterdirigieren bei Lutz Herbig als Vertiefungsrichtungen wählte. Sein weiterer Weg als Repetitor und Dirigent führte ihn von 2001 bis 2005 an die Wuppertaler Bühnen sowie von 2005 bis 2009 an das Südostbayerische Städtebundtheater. Seit der Spielzeit 2010 | 2011 ist er am Staatstheater Darmstadt engagiert.
    Gastverpflichtungen führten ihn unter anderem an das Michailovskij-Theater in St. Petersburg, wo er Vorstellungen von Die Zarenbraut und Schwanensee dirigierte, sowie an das Mariinskij-Theater in St. Petersburg, wo er im Frühjahr 2011 in mehreren Vorstellungen von Nabucco am Pult stand.

    John Dew

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    Intendant John Dew, geboren 1944 auf Kuba, wuchs in New York auf und studierte dort Kunstgeschichte und Bühnenbild. Im Rahmen der Meisterklassen Friedelind Wagners kam er 1966 nach Bayreuth. 1967 hospitierte er bei Walter Felsenstein an der Komischen Oper Berlin. 1968 entwarf er das Bühnenbild für Die Zauberflöte in Durban (Südafrika). Am Stadttheater Ulm führte er 1973 bei Igor Strawinskys Der Wüstling (The Rake's Progress) erstmals Regie. Überregionale Aufmerksamkeit erlangten zuerst seine Wagner-Inszenierungen am Theater Krefeld/Mönchengladbach (Tristan und Isolde 1978, Die Meistersinger von Nürnberg 1980 und Der Ring des Nibelungen 1981 bis 1985).

    Von 1982 bis 1995 war Dew Oberspielleiter der Oper am Stadttheater Bielefeld. Dort prägte er mit dem Intendanten Heiner Bruns und dem Dramaturgen Alexander Gruber die „Bielefelder Dramaturgie”, die sich der Wiederentdeckung von Opern verschrieb, die durch die nationalsozialistische Kulturpolitik aus dem Bewusstsein verdrängt worden waren. So gelangten zahlreiche Opern aus der Zeit der Weimarer Republik, aber auch selten gespielte Werke der französischen Grand Opéra auf die Bielefelder Bühne. Spektakuläre Neudeutungen auch von Opern des Kernrepertoires sowie Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Werke kamen hinzu.

    Mit der Inszenierung von Giacomo Meyerbeers Die Hugenotten an der Deutschen Oper Berlin gelang Dew der Sprung an die großen Opernhäuser. Es folgten Arbeiten unter anderem für Hamburg, Leipzig, Zürich, die Wiener Staatsoper, Royal Opera Covent Garden, Opéra Comique Paris, Houston Grand Opera, Operan Göteborg und das Teatro Real Madrid. Der Zyklus der drei Mozart/da Ponte-Opern, den Dew von 1991 bis 1994 an der Oper Leipzig erarbeitete, erreichte durch Fernsehübertragungen ein großes Publikum.

    Von 1995 bis 2001 leitete Dew als Generalintendant das Theater Dortmund. Als Schwerpunkt seiner Arbeit widmete er sich dort vergessenen Werken des französischen Repertoires des 19. und 20. Jahrhunderts.

    Seit der Spielzeit 2004/2005 ist er Intendant des Staatstheaters Darmstadt, wo er mit Monteverdis L´Orfeo und L´incoronazione di Poppea, der Kálmán-Operette Gräfin Mariza sowie Rameaus Platée große Erfolge beim Publikum und bei den Kritikern erzielte. Bei den Salzburger Festspielen 2006 inszenierte er mit Apollo et Hyacinthus/Die Schuldigkeit des Ersten Gebots die beiden frühesten musiktheatralischen Werke Mozarts. Zur Wiedereröffnung des Großen Hauses des Staatstheaters Darmstadt brachte Dew Janáčeks Schicksal zusammen mit Lélio oder Die Rückkehr ins Leben von Berlioz als Doppelabend auf die Bühne. Die beiden Orff-Opern Oedipus der Tyrann und Antigonae hatten in Dews Inszenierung Anfang Dezember 2006 Premiere und erregten weithin Aufmerksamkeit und erhielten einhelliges Lob der Kritik. In der Spielzeit 2007/2008 setzte Dew seine Beschäftigung mit den Werken Orffs fort und brachte dessen Märchenoper Die Kluge auf die Bühne. Weiterhin inszenierte er Debussys Pelléas et Mélisande und Wagners Parsifal. In der Spielzeit 2008/2009 folgten Inszenierungen von Halévys La Juive, Wagners Die Meistersinger von Nürnberg und Puccinis Turandot, in der Spielzeit 2009/2010 dann von Janáčeks Katja Kabanowa, des Orff-Doppelabends Gisei - Das Opfer/De temporum fine comoedia, der die posthume Uraufführung von Orffs erstem Musiktheaterstück beinhaltete, sowie des Musicals Anatevka, das als wahrer Publikumsliebling knapp 30 Vorstellungen erlebte. Anschließend inszenierte er Beethovens Fidelio und Puccinis La bohème. Das Großprojekt der Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 bildete die komplette Neuinszenierung von Wagners Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen, innerhalb derer Das RheingoldDie Walküre, Siegfried und Götterdämmerung in dichter Folge zur Premiere gelangten.

    Nach der Fortsetzung des Darmstädter Orff-Zyklus mit der Märchenoper Der Mond, nach Offenbachs Hoffmanns Erzählungen und Puccinis Madame Butterfly inszeniert Dew zu Beginn der Spielzeit 2012/2013 das Musical La cage aux folles (Ein Käfig voller Narren). Neben Salome von Richard Strauss und La sonnambula von Vincenzo Bellini stellt die ungekürzte Aufführung von Hector Berlioz' monumentaler Grand Opéra Die Trojaner die größte Herausforderung und einen besonderen Höhepunkt der bevorstehenden Spielzeit dar.

    Mei Hong Lin

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    Mei Hong Lin wurde in Taiwan geboren und erhielt eine Ausbildung in klassischem chinesischem Tanz in ihrer Heimat. Anschließend studierte sie an der Accademia Nazionale di Danza in Rom sowie an der Folkwanghochschule in Essen bei Pina Bausch. Diese unterschiedlichen stilistischen Wurzeln finden Niederschlag in ihrer choreografischen Arbeit. Lin arbeitete als Tänzerin und Choreografin zunächst in Taiwan. Ihre Choreografien wurden unter anderem in Taipeh, Hongkong und in den USA gezeigt. 1991/1992 leitete sie das Ballett am Theater in Plauen, von 1997 bis 2002 war sie Ballettleiterin am Theater Dortmund. Daneben entstanden Tanzabende sowie zahlreiche Choreografien für Oper, Operette, Musical und Schauspiel für die Theater in Augsburg, Bielefeld, Innsbruck, Kaiserslautern, Linz, die Oper Leipzig, das Schauspiel Leipzig, die Staatsoperette Dresden, die Oper Toulon und die Oper Göteborg. Lins Choreografie für Isaac Albéniz´ Oper Merlin am Teatro Real Madrid (Regie John Dew) wurde von der BBC aufgezeichnet. Zu ihren Tanzabenden zählen die Choreografien Romeo und Julia, Cinderella (beide mit der Musik von Sergej Prokofjew) und Der Weg ist das Ziel mit dem Dortmunder Ballett. Im Musiktheater schuf sie unter anderem die Choreografien zur Uraufführung von Philip Glass´ La Belle et la Bête und Glucks Orfeo ed Euridice. Im Januar 2003 debütierte sie mit großem Erfolg auch als Regisseurin mit der Deutschen Erstaufführung von Andrew Lloyd Webbers Musical The Beautiful Game an der Staatsoperette Dresden. Es folgten Inszenierungen von Opern, Operetten und Musicals für das Volkstheater Rostock, die Oper Leipzig, das Staatstheater Schwerin und eine spektakuläre Aufführung von Jesus Christ Superstar beim Erfurter Domstufen-Festspiele.

    Seit der Spielzeit 2004/2005 ist sie Direktorin des Tanztheaters am Staatstheater Darmstadt. Mit ihren Stücken Das Haus der Bernarda Alba, The Juliet Letters – Briefe an Julia, Last Minute sowie ihre tänzerische Interpretation von Shakespeares Macbeth erhielt sie überregionale Aufmerksamkeit. Die Erfolgsoper Ainadamar von Osvaldo Golijov, die mit einem Grammy Award ausgezeichnet wurde, gelangte 2007 in Darmstadt in Mei Hong Lins spartenübergreifender Inszenierung zur europäischen Erstaufführung. Im Musiktheater folgten die Inszenierungen von Jesus Christ Superstar, Carmen und Glucks Orfeo ed Euridice. Unter ihrer Leitung wurde das Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt als erste Tanzcompagnie außerdem eingeladen, die Tanztheatersaison am Forum Leverkusen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu eröffnen: 2007 mit VergissMeinNicht und 2008 mit Hôtel du Nord.

    Das Tanztheater Darmstadt wurde mit Mei Hong Lins Tanztheaterversion von Carl Orffs Carmina Burana, einem weiteren spartenübergreifenden Projekt, zu einer Gastspielreise nach Frankreich eingeladen. Mit Schwanengesang gastierte es am National Theater in Taipeh im Rahmen des 2010 Taiwan International Festival.

    Der Höhepunkt der Spielzeit 2010/2011 war neben dem temperamentvollen Tanztheaterabend Blind Date die Uraufführung von Mei Hong Lins Tanzstück Die Brautschminkerin, in dem sie sich auf sehr persönliche Weise mit der Geschichte ihres Heimatlandes Taiwan auseinandersetzte. Mit dieser Produktion wurde sie 2011 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Choreografie nominiert.

    Ebenfalls für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Choreografie nominiert wurde Mei Hong Lins im November 2011 uraufgeführte Neuinterpretation von Romeo und Julia.

    Mit der Spielzeit 2013/2014 hat Mei Hong Lin die Ballettdirektion am Landestheater Linz in Oberösterreich übernommen. Am Staatstheater Darmstadt trägt sie weiterhin die künstlerische Verantwortung für die Tanzsparte und wird mit Camille ein neues Tanzstück für Darmstadt kreieren.

    Witolf Werner

    Witolf Werner, geboren 1978 in Mönchengladbach, begann seine musikalische Ausbildung mit Klavier-, Cello- und Gesangsunterricht. Das C-Examen für Kirchenmusiker schloss sich an. 1997 wurde ihm der Trude-Fischer-Preis für junge Künstler verliehen. Ab 1999 studierte er bei Prof. Michael Luig an der Musikhochschule Köln Orchesterleitung, besuchte daneben Meisterkurse in Trier und Budapest und begleitete Michael Gielen bei Proben mit dem SWR-Sinfonieorchester. 2002 erhielt er sein erstes Engagement an den Städtischen Bühnen Osnabrück. In der Spielzeit 2004/2005 war er als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Dortmund engagiert. Zur Spielzeit 2005/2006 wechselte er an das Theater Bielefeld, wo er seit 2008 auch als Studienleiter und 2. Kapellmeister tätig ist. Er wurde in die Richard-Wagner-Stiftung aufgenommen und Stipendiat der Deutsche Bank Stiftung „Akademie Musiktheater heute“. Das Werk seines Stipendiatenkreises, die Oper Helges Leben, brachte er 2009 als Uraufführung auf die Bielefelder Bühne.

    Als Gastdirigent der Bergischen Symphoniker führte er 2004 die Oper Das schlaue Füchslein auf. 2009 war er musikalischer Leiter der Uraufführung der Oper Jo-Ion von Luca Martin in Basel. 2011 brachte er Unsuk Chins Oper Alice in Wonderland am Theater Bielefeld heraus, wofür er in der Kritikerumfrage der Welt am Sonntag zum „Dirigenten des Jahres“ gewählt wurde. In der Spielzeit 2011/2012 gastiert er an den Theatern in Solingen und Remscheid.

    Witolf Werner, der auch als Pianist und Liedbegleiter im In- und Ausland gefragt ist, übernimmt am Staatstheater Darmstadt die musikalische Leitung der Operette Die lustige Witwe.

    José-Manuel Vázquez

    José-Manuel Vázquez wurde im spanischen Lugo geboren. Nach einem Architektur-Studium in Madrid war er Bühnenbild-Assistent bei Heinz Balthes in Berlin. In Bochum und Heidelberg setzte er sein Studium in den Fächern Kunstgeschichte und Romanistik fort. Er arbeitete als Kostümbildner an zahlreichen Opernhäusern in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Italien, Spanien, Frankreich, Österreich und den USA, so in Hamburg, München, Düsseldorf, Berlin, Leipzig, Dresden, Wien, Basel, Zürich und Paris sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit Jahren arbeitet er mit John Dew zusammen, unter anderem während seines festen Engagements in Dortmund von 1995 bis 2002. Am Staatstheater Darmstadt entwarf er die Kostüme zu zahlreichen Produktionen, zuletzt unter anderem für Orffs Gisei - Das Opfer und De temporum fine comoedia sowie für Wagners Ring des Nibelungen.

    Heinz Balthes

    wurde in Ediger an der Mosel geboren und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Bevor er 1977 ans Badische Staatstheater Karlsruhe engagiert wurde, arbeitete er an der Freien Volksbühne Berlin und am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Als Gast war er an den Opernhäusern in Berlin, Hamburg, Wien, Düsseldorf und Leipzig, bei den Salzburger Festspielen, in der Schweiz, in Frankreich, in Italien und in Houston/Texas tätig. Er arbeitete als Bühnenbildner mit Regisseuren wie Juri Ljubimov, Renate Ackermann und John Dew zusammen. Am Staatstheater Darmstadt waren und sind zahlreiche Bühnenbilder von ihm zu sehen, unter anderem für Oedipus der Tyrann, Antigonae, Gisei - Das Opfer und De temporum fine comoedia sowie Parsifal, Die Meistersinger von Nürnberg und Der Ring des Nibelungen.

    Martin Lukas Meister

    martin lukas meister web

    Martin Lukas Meister studierte an den Musikhochschulen Basel, Bern, Genf und Zürich Dirigieren bei Ralf Weikert und Manfred Honeck. Internationale Meisterkurse, unter anderem in Tanglewood, sowie viele Assistenzen und Hospitationen ergänzen seine dirigentische Ausbildung. In diesem Zusammenhang arbeitete er unter anderem mit Nikolaus Harnoncourt, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Zubin Mehta, Seiji Ozawa und André Previn. Neben seiner Dirigierausbildung studierte er an der Musikhochschule Zürich Klavier, Bratsche und Schulmusik, sowie parallel dazu an der Universität Zürich Musikwissenschaft, Musikethnologie und Philosophie.

    Sein erstes Engagement führte ihn als Ersten Koordinierten Kapellmeister ans Ulmer Theater, im Jahre 2004 wechselte er als Erster Kapellmeister ans Pfalztheater Kaiserslautern. 2006 kam er als Erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors an das Staatstheater Darmstadt, wo er nunmehr seit Februar 2012 das Amt des Generalmusikdirektors inne hat. Bislang studierte er hier unter anderem Don Carlos, Faust, Pelléas et Mélisande, Rigoletto und Turandot, Katja Kabanowa, Maria Stuarda, Le nozze di Figaro, La bohème, Lucia di Lammermoor, Orpheus und Eurydike, Madame Butterfly, La forza del destino, Les Troyens, Salome und Lord Byron ein, mit letztgenanntem Werk gab er im Sommer 2011 sein Debüt am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Des Weiteren war er für die musikalische Leitung von drei zyklischen Aufführungen von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen verantwortlich.

    Gastdirigate führten ihn unter anderem zum hr Sinfonieorchester, zum Zürcher Kammerorchester und zum Beethoven Orchester Bonn. 1998 und 2000 war Martin Lukas Meister Dozent und Dirigent an der UBS Academy & Festival Verbier.

    In der Spielzeit 2013 | 2014 übernimmt er die musikalische Leitung der Opernproduktionen Wozzeck, Tristan und Isolde sowie Il trittico. Darüber hinaus wird er vier Sinfoniekonzerte und ein Sonderkonzert mit der 3. Sinfonie von Gustav Mahler mit dem Staatsorchester Darmstadt dirigieren.

    Markus Baisch

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    wurde in Stuttgart geboren und studierte Schulmusik an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau mit den Schwerpunkten Dirigieren (Hans Michael Beuerle, Patrik Ringborg), Klavier (James Avery) und Gesang (Winfried Toll). Später legte er bei Peter Gülke das Meisterklassen- und Konzertexamen Orchesterleitung ab und wirkte als Repetitor in der Opernschule seiner Ausbildungsstätte. Engagements als Repetitor führten ihn in der Folge an die Städtischen Bühnen Freiburg, ans Stadttheater Gießen und an die Neuburger Kammeroper (auch mit Dirigierverpflichtungen).

    Von 2000 bis 2003 war er an der Oper Frankfurt als Assistent des Chordirektors engagiert, von 2003 bis 2006 folgte eine Festanstellung als Chordirektor mit Dirigierverpflichtung – ab 2005 auch als Zweiter Kapellmeister - am Südthüringischen Staatstheater Meiningen.
    In der Position des Kapellmeisters und Chordirektors wirkte er von 2006 bis 2009 an der Türkischen Staatsoper Istanbul, wo er u.a. sämtliche Vorstellungen der Produktionen Manon Lescaut, Macbeth, Die Zauberflöte und Otello dirigierte und die Nachdirigate von Elektra und Carmen übernahm. Im Jahre 2009 wurde er schließlich Generalmusikdirektor der im Jahre 2008 neu eröffneten Staatsopern und des Staatsballetts in Samsun an der türkischen Schwarzmeerküste, wo sein Repertoire u.a. Die Entführung aus dem Serail, La Traviata, Gräfin Mariza, Giselle und Le Corsaire umfasste.

    Gastengagements führten ihn u.a. nach Paris, Ankara, Bursa und Izmir sowie nach Italien, Süd-Korea und Ghana.

    Ab 1. Dezember 2011 übernimmt Markus Baisch das Amt das Chordirektors am Staatstheater Darmstadt.

    André Weiss

    André Weiss studierte Klavier und Dirigieren in Paris, New York, Hamburg und Berlin. Erste Engagements als Chordirektor mit Dirigierverpflichtung führten ihn an das Landestheater Schleswig-Holstein, das Stadttheater Bremerhaven, das Pfalztheater Kaiserlautern sowie das Theater Hagen. Für die Produktion Carmen wurde er schließlich in der Spielzeit 1992/1993 an der Oper Frankfurt als Gastchordirektor verpflichtet. Von der Spielzeit 1992/1993 bis Dezember 2011 war André Weiss Chordirektor am Staatstheater Darmstadt.

    Anthoula Papadakis

    wurde an der Junior Royal Ballet School sowie der Contemporary Dance School in London ausgebildet. Ein Engagement am Royal Opera House Covent Garden wurde ergänzt durch Verpflichtungen als Fernsehschauspielerin und Mannequin. Nachdem sie bei der BBC-Fernsehserie Our friends in the north als Choreografin debütiert hatte, entstanden in der Folge Choreografien für Theaterproduktionen in Schweden, Norwegen und Russland, zumeist in Zusammenarbeit mit dem 2010 verstorbenen Regisseur Vernon Mound. Am Staatstheater Darmstadt hat sie bislang die Choreografien zu Gräfin Mariza, Evita, Die Kluge, Die verkaufte Braut, Turandot, Anatevka, La bohème, AIDA, Der Mond und Salome erarbeitet.

    Michael D. Zimmermann

    studierte zunächst Bühnen- und Kostümbild in Köln und Dortmund, später dann Architektur und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main. Gastengagements führten ihn an die Theater in Braunschweig, Hildesheim, Kaiserslautern, Ulm und Hof sowie nach Bogotá (Kolumbien). Nachdem er zunächst als Ausstattungsleiter am Landestheater Coburg beschäftigt war, ist er seit 1999 Kostümdirektor und seit 2007 Ausstattungsleiter am Tiroler Landestheater Innsbruck.

    Thomas Dörfler

    wurde in München geboren und sammelte erste Erfahrung in der Bühnenbild- und Kostümgestaltung bei seinem Vater Walter Dörfler, woraus Arbeiten für das Bayerische Fernsehen, die Hamburger Kammerspiele, den Weilheimer Theatersommer u.a. entstanden. Nach einer Hospitanz bei Alfons Ostermeier in den Werkstätten der Münchner Kammerspiele schuf Dörfler von 1986 bis 1993 als freischaffender Theatermaler und –plastiker zahlreiche Arbeiten für diese Bühne und arbeitete u.a. mit Jürgen Rose, Robert Wilson und Ezio Toffolutti zusammen. Von 1996 bis 2002 war er Chefbühnenbildner am Südostbayerischen Städtetheater (heute "Landestheater Niederbayern"), seit 2002 ist er Ausstattungsleiter am Pfalztheater Kaiserslautern.

    Johannes Reitmeier

    studierte Theaterwissenschaft, Kunst- und Literaturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und absolvierte ein zweijähriges Volontariat im Pressebüro der Bayerischen Staatsoper. Im Anschluss an Assistenzen bei Regisseuren wie Götz Friedrich, Jean-Pierre Ponnelle, Nikolaus Lehnhoff und August Everding arbeitete er als freiberuflicher Musiktheater- und Schauspielregisseur an den Theatern Coburg, Landshut, Passau, Meiningen, Ingolstadt, Hof, Hildesheim, Trier und zahlreichen Freilichtbühnen wie den Opernfestspielen in Zwingenberg und Heidenheim. Von 1996 bis 2002 war Reitmeier Intendant des Südostbayerischen Städtetheaters. In diese Zeit fielen auch Regiearbeiten am Bayerischen Staatsschauspiel München. Seit 2002 leitet er als Intendant das Pfalztheater Kaiserslautern. Im Sommer 2012 wird er die Intendanz des Tiroler Landestheaters in Innsbruck übernehmen.