Egal ob Gedicht, Kurzgeschichte, Comic, Theater- oder Songtext - wir präsentieren und prämieren die eingereichten Texte junger Menschen zwischen 14 und 25 Jahren zum Thema DU LIEST MICH, DU LIEST MICH NICHT des diesjährigen Schreibwettbewerbs SCHREIB DICH AUF DIE BÜHNE des Staatstheaters Darmstadt.

Eine sechsköpfige Fachjury* wird drei Gewinnertexte festlegen, die am 17. Mai 2019 um 18.30 Uhr in der BAR der Kammerspiele prämiert und von zwei unserer Schauspieler*innen gelesen werden.

Danach gibt es noch Party zum Ausklang des Festivals HUCH, EIN BUCH!!

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Im Rahmen des Jugend- und Kinderliteraturfestivals HUCH, EIN BUCH! vom 13. – 17. Mai 2019

In Kooperation mit Bessunger Buchladen, Centralstation und Kulturfreunde Centralstation e. V. 

* Die Fachjury besteht aus drei Menschen zwischen 14 und 25 Jahren – also der Altersspanne der Autor*innen, die selber gerne lesen oder schreiben. Zudem eine*n Vertreter*in der Festivalleitung, ein*e Dramaturg*in von uns und ein*er Theaterautor*in oder aber – wie in diesem Jahr – einem Theaterlektoren eines nicht unbedeutenden Verlages.

Die Jury

TANJA MA

Hallo, mein Name ist Tanja und ich bin 16 Jahre als und meine Hobbys sind singen und Musik machen. In meiner Freizeit schreibe ich auch sehr gerne Texte, vor allem Songtexte. Zwar bin ich noch nicht so gut darin, aber Übung macht ja den Meister.

Woran denkst du sofort, wenn du das Thema „Du liest mich, du liest mich nicht!“ hörst?
Man schüttet die Gefühle in seinem Herz aus und es ist Dir dann überlassen, ob Du es liest oder nicht.

Schreibst du selbst manchmal? Wenn ja – was für Texte?
Ja ich schreibe super gerne... vor allem Songtexte.

Hast du eine*n Lieblingsautor*in? Wenn ja – welche*n?
Es ist schwer zu sagen, wer mein*e Lieblingsautor*in ist, da alle sehr inspirierend sind.


BENJAMIN STAHNKE

Benjamin Standke wurde am 1. November 2002 in Darmstadt geboren und wohnt in Seeheim-Jugenheim. Er geht in die E-Phase des Schuldorf Bergstraße. Dieses Jahr hat er sein Schulpraktikum am Staatstheater Darmstadt in der Abteilung Mitmachen und Vermittlung gemacht. Seine Hobbies sind singen (HardChor des Schuldorf Bergstraße), zeichnen und Theater spielen was er momentan in der Theatergruppe Querspieler*innen des Theater Mollerhaus macht. Er schreibt nebenbei in seiner Freizeit auch Texte allerdings sind diese zum allergrößten Teil auf englischer Sprache. Benjamin möchte später auch mal etwas mit Theater machen.

Woran denkst du sofort, wenn du das Thema „Du liest mich, du liest mich nicht!“ hörst?
Wenn ich den Satz „du liest mich, du liest mich nicht“ höre denke ich an Liebe und Gänseblümchen.

Schreibst du selbst manchmal? Wenn ja – was für Texte?
Wenn ich Texte schreibe sind das: englische Kurzfilme.

Hast du eine*n Lieblingsautor*in? Wenn ja – welche*n?
Meine Lieblings Autor*innen sind: Sir Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes) und J.K. Rowling (Harry Potter)


GESA GEORGE

Gesa Katharina George, geboren am 23. Oktober 1998, absolvierte 2018 in ihrem Heimatort Wetzlar an der Goethe-Schule ihr Abitur. Sie belegte seit der 11. Klasse das Fach Darstellendes Spiel und entwickelte so ihre Liebe zum Theater, zum Schauspielen und zu literarischen Texten. In diesem Rahmen inszenierte sie bereits mehrere Monologe, welche stets einen starken Gegenwartsbezug besaßen. Trotz der Leistungskurse Biologie und Erdkunde ließ sie sich im Fach Darstellendes Spiel im Abitur prüfen, indem sie einen Monolog ausarbeitete und über die theaterhistorische Geschichte abgefragt wurde. In diesem Jahr macht sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur am Staatstheater Darmstadt in der Abteilung Mitmachen und Vermittlung, bei dem sie u.a. Führungen leitet sowie die Teilnehmer*innen bei Projekten wie der „Theaterwerkstatt für Teens“ betreut. Ebenso begleitet und leitet sie größere Projekte, wie das kommende Festival „Local Players“, das Bauhausfestival und hat im Januar 2019 die Lesung „Warum ich Nazi wurde“ mitorganisiert.

Woran denkst du sofort, wenn du das Thema „Du liest mich, du liest mich nicht!“ hörst?
An Gänseblümchen, er liebt mich, er liebt mich nicht.

Schreibst du selbst manchmal? Wenn ja – was für Texte?
Nein, bisher noch nicht, außer man zählt Whatsapp-Romane oder lange Mails dazu, das mache ich dann doch öfter.

Hast du eine*n Lieblingsautor*in? Wenn ja – welche*n?
Tatsächlich habe ich keine*n absoluten Lieblingsautor*in, dafür lese ich zu kreuz und quer. Dennoch habe ich schon mehrere Bücher von John Green, Sebastian Fitzek oder Teri Terry gelesen.


KAROLINE HOEFER

Karoline Hoefer, geb. 1978 in München, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft an der LMU und FU Berlin. Intendantin Amelie Deuflhard assistierte sie an den Berliner Sophiensaelen sowie auf Kampnagel Hamburg. Am Schauspiel Hannover war sie drei Spielzeiten engagiert; sie arbeitete dort als Regie-, Dramaturgie-Assistentin und Produktionsdramaturgin, bevor sie als Dramaturgin ans Mecklenburgische Staatstheater ging. Frei arbeitete sie für das Ballhaus Naunynstraße Berlin, das internationale B_Tours Festival und, nun als Mutter zweier Kinder, für das Stadttheater Klagenfurt (ÖEA von E. Jelineks "Wut"). Seit 2017 ist sie feste Schauspiel-Dramaturgin am Staatstheater Darmstadt.

Schreibst du selber manchmal? Wenn ja - was für Texte?
Im Rahmen meines Jobs schreibe ich permanent Kurztexte: für die Theaterzeitung, das Spielzeitheft, den Lepo, die Homepage etc., manchmal auch für Inszenierungen. Während meiner beruflichen Laufbahn habe ich auch schon Theaterkritiken und Essays geschrieben. Einen Preis habe ich nur einmal bekommen, für einen Essay mit einer Antwort auf die Frage: "Ist Theater ein Medium?" Rein privat schreibe ich selten auch nachts Gedanken nur für mich auf.

Hast du eine*n Lieblingsautor*in? Wenn ja - welche*n?
Viele: Kafka. Hemmingway, manche Texte von Houllebecq, Cormac McCarthy, Steinbeck. Kleist, Jelinek. Michel Serres. Kurze Zeit war ich Knausgard-süchtig, aber das ist vorbei.


OLIVER FRANKE

Oliver Franke, geboren 1990 in Bad Salzungen/Thüringen, studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Er hospitierte an verschiedenen Theaterhäusern und war als Dramaturg beim TheatralFilm-Festival in Köln tätig. Außerdem schrieb er als Theaterkritiker für das Theatertreffen-Blog in Berlin und für das Festival Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden. Seit 2017 arbeitet er als Lektor bei S. FISCHER Theater & Medien in Frankfurt am Main. Dort betreut er u.a. die Sparte Junges Theater.

Woran denkst du sofort, wenn du das Thema "Du liest mich, Du liest mich nicht!" hörst?
Da muss ich sofort an den meterhohen Bücherstapel auf meinem Nachttisch denken, der stetig in die Höhe wächst. Stapel auf Stapel geschichtet, warten die Romane darauf, von mir gelesen zu werden. Die unberührten Bücherrücken starren mich vorwurfsvoll an. Sie murmeln missmutig im Chor: „Du liest mich, Du liest mich nicht!“ Doch wehe, wenn ich ein Exemplar herausziehen möchte! Gefährlich schwankt der Bücherturm direkt neben meinem Kopfkissen, droht Wecker, Nachttischlampe und Wasserglas mit sich in die Tiefe zu reißen. Eine Papierlawine begräbt alles unter sich!

Schreibst du selber manchmal? Wenn ja - was für Texte?
Am liebsten schreibe ich kleine Ankündigungstexte für Dramatiker*innen und Theaterstücke, die in unserem Theaterverlag vertreten werden. Wie wecke ich Interesse für das von mir beschriebene Theaterstück? Wie kann ich die Sprache, Handlung und Themen eines Stücks verdichten und in ein paar Zeilen pressen?

Hast du eine*n Lieblingsautor*in? Wenn ja - welche*n?
Das ist eine ziemlich schwierige Frage. Mein*e Lieblingsautor*in wechselt stets und ständig – manchmal sogar von Tag zu Tag! Gerade in diesem Moment, am 18.04.2019 um 15:27 Uhr, ist Juan S. Guse mein Lieblingsautor. Er hat den 600-Seiten-Kaventsmann MIAMI PUNK geschrieben; ein wunderbar vielschichtiger Roman, der u.a. von einem E-Sports-Team aus Wuppertal, der Dauerwerbesendungsindustrie, radikalen Spiritualisten, dem amerikanischen Frontier-Gedanken und von einer überambitionierten Indie-Game-Programmiererin handelt. Morgen kann es aber auch wieder jemand ganz anderes sein.


ILONA EINWOHLT

Ilona Einwohlt wollte eigentlich Ernährungswissenschaftlerin werden. Aber dann las sie mitten in einer Chemievorlesung „Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir – und widmete sich fortan der Literatur, insbesondere der für Mädchen und Frauen. Längst ist aus der Germanistikstudentin eine erfolgreiche Autorin geworden, die genau die Sprache der Mädchen trifft und Themen behandelt, die sie wirklich interessieren. Ilona Einwohlt, Jahrgang 1968, lebt mit ihrer Familie in Darmstadt.

Woran denkst du sofort, wenn du das Thema "Du liest mich, Du liest mich nicht" hörst?
… an alle Texte, die zwischen den Zeilen stehen.

Schreibst du selber manchmal? Wenn ja - was für Texte?
Immer. Ständig. Überall. Für Kinder und Jugendliche. Und insbesondere für Mädchen in Zeiten von Frauenquote, GNTM und #metoo

Hast du eine*n Lieblingsautor*in? Wenn ja - welche*n?
Jorge Luis Borges, Julio Cortázar, Juan Goytisolo; T.C. Boyle, Paul Auster, Karen Duve, Julie Zeh ...