Gisei – Das Opfer

Musikdrama nach dem japanischen Trauerspiel Terakoya in der deutschen Übersetzung von Karl Florenz

Uraufführung

Gisei – Das Opfer, ein im Jahr 1913 entstandenes Jugendwerk von Carl Orff, basiert auf einem japanischen Trauerspiel mit dem Titel Terakoya. Der fremde Stoff inspirierte den jungen Komponisten zu einer Musiksprache der Synthese zwischen musikalischem Exotismus und europäischer Musiktradition. In einem Vorspiel beklagen zwei Gestalten, ein Mann und eine Frau, den Opfertod ihres Kindes. Die Geschichte der durch ein unabwendbares Schicksal herbeigeführten Tötung des Knaben Totaro wird in der anschließenden Haupthandlung wie in einer filmischen Rückblende dargestellt.

Szenenfotos "Gisei - Das Opfer" | © Barbara Aumüller


De temporum fine comoedia

Das Spiel vom Ende der Zeiten
Vigilia

Fünfter und sechster Beitrag unserer Reihe Das Werk von Carl Orff

Diesem ersten Bühnenwerk Orffs, das in der Inszenierung von John Dew zur posthumen Uraufführung gelangt, wird das letzte Bühnenwerk Orffs, De temporum fine comoedia aus dem Jahr 1973, gegenübergestellt. Mit diesem philosophisch reichen Werk zog Orff zugleich den Schlussstrich unter sein vielgestaltiges musikdramatisches Schaffen, das ihn als einen der individuellsten Komponisten des 20. Jahrhunderts ausweist.

Szenenfotos "De temporum fine comoedia" | © Barbara Aumüller


Leitungsteam

Musikalische Leitung Constantin Trinks
Inszenierung John Dew
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez

Choreografische Mitarbeit Mei Hong Lin
Choreinstudierung André Weiss


Ensemble

Aki Hashimoto (Kwan Shusai | Kotaro), Oleksandr Prytolyuk (Genzo), Susanne Serfling (Tonami), Andreas Daum (Matsuo | Erste Gestalt), Anja Vincken (Chiyo | Zweite Gestalt), Sven Ehrke (Gemba)

Susanne Serfling, Katrin Gerstenberger, Anja Vincken, Aki Hashimoto, Niina Keitel, Gundula Schulte, Margaret Rose Koenn, Yun Jeong Cho, Elisabeth Hornung (Die neun Sibyllen), Lucian Krasznec, Sven Ehrke, Oleksandr Prytolyuk, David Pichlmaier, Malte Godglück, Jeffrey Treganza, Andreas Daum, John In Eichen, Thomas Mehnert (Die neun Anachoreten), John In Eichen | Thomas Mehnert (Der Chorführer), Andreas Daum (Lucifer), Lucian Krasznec (Tenor solo), Elisabeth Hornung (Alt solo)


Premiere

Premiere 30. Januar 2010 | Großes Haus