Parsifal

Richard Wagner
Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen

Text und Musik von Richard Wagner

Parsifal, der „reine Tor“, hat einen langen Weg vor sich, bis er seine wahre Berufung erkennt. Erst nach vielen Lehrjahren findet er das Gralsgebiet wieder, das er schon einmal unwissend besucht hatte, wird durch Kundrys Liebeskuss hellsichtig und vollbringt mit Hilfe des heiligen Speers die Erlösungstat, den „Karfreitagszauber“. Der Gralsorden ist gerettet. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus allen möglichen Sagen und Legenden, Elementen aus christlicher und buddhistischer Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem Parsifal eine ganz eigene mythologische Welt. Die Angst vor einer die gesamte Menschheit bedrohenden Katastrophe und der ständige Wunsch nach Erlösung begleiteten Wagner jahrzehntelang; in diesem Zusammenhang kann Parsifal als die positive Version von Tristan und Isolde oder des Rings gelesen werden, thematische und musikalische Querbezüge finden sich auch insbesondere zum Lohengrin. Fast so mythisch wie der Inhalt des „Bühnenweihfestspiels“ Parsifal erscheint auch dessen Rezeptionsgeschichte. Wagner starb ein halbes Jahr nach der Uraufführung, die während der zweiten Bayreuther Festspiele am 26. Juli 1882 stattfand, trug aber selbst noch zur Glorifizierung seines letzten Bühnenwerkes bei, indem er für dreißig Jahre Aufführungen ausschließlich Bayreuth vorbehielt.


Leitungsteam

Musikalische Leitung Constantin Trinks
Inszenierung John Dew
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung André Weiss


Ensemble

Tito You (Amfortas), John In Eichen / Thomas Mehnert (Titurel), Dimitry Ivashchenko (Gurnemanz), Norbert Schmittberg (Parsifal), Andreas Daum (Klingsor), Katrin Gerstenberger (Kundry), Sven Ehrke (Erster Gralsritter), John In Eichen / Thomas Mehnert (Zweiter Gralsritter), Aki Hashimoto (Erster Knappe), Niina Keitel (Zweiter Knappe), Markus Durst (Dritter Knappe), Jeffrey Treganza (Vierter Knappe), Aki Hashimoto, Margaret Rose Koenn, Susanne Serfling, Anja Vincken, Niina Keitel, Charlotte Quadt (Blumenmädchen), Elisabeth Hornung (Stimme aus der Höhe)


Vorstellungen

Vorstellungen 28. März und 2. April 2010 | Großes Haus