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Über das Stück

Wir erleben in diesen Monaten eine Zeitenwende. Die Gesellschaft ist so gespalten, wie zu Zeiten des Kalten Krieges: Die Migrationsbewegungen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten haben zu einer Renaissance des aktiven und helfenden Bürgers geführt, gleichzeitig steigt die Ausländerfeindlichkeit, und es wird wieder öffentlich und hemmungslos in Schubladen gedacht. Die Darmstädter Gespräche werden deshalb in der Spielzeit 2016|17 einen Gesprächsraum eröffnen, in dem über unsere gemeinsamen Grundwerte und die Ausgestaltung unserer Zukunft diskutiert wird - so wie es in dieser Stadt immer gute Tradition war. Gastgeberin Insa Wilke erörtert mit ihren Gästen die großen Fragen dieser Zeit: In welcher Welt wollen wir leben? Wie kommt es zu diesem plötzlichen Wandel der Verhältnisse? Und von welcher Basis könnte unser gemeinsames Handeln ausgehen?

28.05.2017
Aus aktuellem Anlass: 500 Jahre Reformation
Die traditionsreichen Darmstädter Gespräche sind der Raum, in dem Grundlegendes diskutiert und neu verhandelt werden kann. Althergebrachte Strukturen der Gemeinschaft werden infrage gestellt und neue entworfen. Das war schon immer so und wird auch zukünftig so bleiben. Deshalb macht es Sinn, über Religion im Allgemeinen und das Bedürfnis der Menschen nach Erklärungen, Anleitung und Gemeinschaft zu sprechen. Anlass wieder neu darüber nachzudenken, bietet das Lutherjahr 2017, dem sich dieses Darmstädter Gespräch widmen wird. Dabei fragt Insa Wilke ihre Gäste Feridun Zaimoglu und Thomas Kaufmann: Wer war Luther eigentlich von heute aus betrachtet? Welche Fragen haben wir an die Reformation? Und was zeichnet eine modern verstandene lutherische Lehre aus?

Samuel Koch, Schauspieler im Ensemble des Staatstheaters und Reformationsbotschafter, wird Texte Luthers lesen.

 

02.04.2017
Im Raume lesen wir die Zeit - Welche Zukunft zeigen unsere Städte und können wir unsere Zukunft durch Städtebau beeinflussen?
Der Wandel ist zur Zeit überall zu spüren. Das 20. Jahrhundert scheint nun endgültig zu Ende gegangen zu sein und Vieles muss neu gedacht werden. Auch unsere Städte befinden sich in einem ständigen Wandel. Deshalb fragen wir uns: Wie sieht die Stadt der Zukunft aus und wie die Menschen, die in ihr leben? Oder müsste es andersrum heißen: Welche Zukunft hat die Stadt? Insa Wilke begrüßt zu einer architektonischen Zeitreise Peter Cachola Schmal, den Leiter des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt, Annette Spellerberg, Stadt- und Regionalsoziologin an der TU Kaiserslautern und Laura Weissmüller, Redakteurin der SZ für Architektur.

29. Januar 2017
Was bedeutet Futureship - Zukunft und Zukunftsfähigkeit

Alles beginnt in Darmstadt. Auch die Zukunft. Zumindest hat die Europäische Weltraumorganisation ESA hier eines ihrer operativen Zentren, das Europäische Raumflugkontrollzentrum, kurz ESOC. Generaldirektor ist der Bauingenieur Johann-Dietrich Wörner. - "Die Welt, die wir erleben wollen" hat die Soziologin Jutta Allmendinger mit ihrem Team erforscht. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung beschäftigt sich u.a. mit Lebensverläufen und Zukunftsvorstellungen von Menschen. - Als seismographisch, also hellseherisch begabt, gelten die Künste, allen voran die Literatur. Thomas von Steinaecker, Schriftsteller und Regisseur, erregte jüngst mit seinem Zukunftsroman "Die Verteidigung des Paradieses" Aufsehen. - Drei Blickweisen Richtung Zukunft. Und im Geiste des großen polnischen Philosophen und Schriftstellers Stanislaw Lem ein Zukunftsgespräch zwischen Naturwissenschaft, Gesellschaftsforschung und Kunst.

11. Dezember 2016
Engagierte Täter, objektive Beobachter
Wie groß ist die Macht der vierten Macht und inwiefern ist sie mitverantwortlich für die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des vergangenen Jahres?

Henri Nannen war es, der einst einen Täter-Journalismus forderte. Damit meinte er, dass auch Journalisten Haltung beweisen müssten. Tun sie das heute? Und wenn ja, welche Haltung nehmen Zeitungen, Fernsehen und Radio ein, wenn es um die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit geht? Sind sich Journalisten heute noch ihrer Macht bewusst? Und: Wissen sie, dass Sprache, auch die journalistische, Realität schafft? Mit anderen Worten: Trauen Sie sich zu oder fühlen sie sich sogar berufen, in die Zukunft zu denken und zu schreiben? Über diese Fragen denken nach: Petra Gerster, Journalistin und Moderatorin der heute-Nachrichten, Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks und Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT.

23. Oktober 2016
Faktencheck: Asylpolitik
Warum gibt es ein Recht auf Asyl und wie können wir es im 21. Jahrhundert leben?

Die einen beklagen die stetige Verschärfung und voraussehbare Auflösung des europäischen und deutschen Rechts auf Asyl. Die anderen sprechen von Real- und Sicherheitspolitik, von Machbarkeit und Belastungsgrenzen. Aber: Welche Gesetze gibt es überhaupt? Wie werden sie angewendet? Und vor allem: Wie sieht denn die Lage vor Ort inzwischen aus, an den Grenzen der Festung Europa? Über ihre Vision einer neuen Asylpolitik diskutiert die Verfassungsrechtlerin Anna Lübbe mit Nather Henafi Alali, syrischer Zahnmedizinstudent und Kolumnist für den SPIEGEL, der 2014 nach Berlin geflohen ist.

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Besetzung

Mitwirkende

Nather Henafe Alali (23.10.2016) , Anna Lübbe (23.10.2016) , Petra Gerster (11.12.2016) , Manfred Krupp (11.12.2016) , Bernd Ulrich (11.12.2016) , Jutta Allmendinger (29.01.2017) , Thomas von Steinaecker (29.01.2017) , Johann-Dietrich Wörner (29.01.2017) , Feridun Zaimoglu (28.05.2017) , Thomas Kaufmann (28.05.2017)

Leitungsteam

Moderation
Insa Wilke
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Mitwirkende

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