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von Johann Wolfgang von Goethe

ca. 2 Stunden und 45 Minuten inkl. einer Pause

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Über das Stück

"Und Fluch vor allen der Geduld!" (Goethe. Faust)

Am Anfang kann und will einer nicht mehr. Faust hat alles gelernt und fühlt nichts - außer Frustration. Nun versucht er es mit Magie. Auch das scheitert. Der Geist, den er beschwört, gibt ihm aber einen Sinnspruch mit auf den Weg, den er nicht verwindet "Du gleichst dem Geist, den du begreifst, / Nicht mir!" Der große Gelehrte soll demnach auch Grenzen haben, soll nicht alles können, nicht alles sein können. Eine Herausforderung, die letztlich den Teufel auf den Plan ruft. Faust will nun dem Leibhaftigen beweisen, dass er stärker ist und nie genug bekommen kann. Der Pakt, den er eingeht, fußt auf dieser Hybris. Er fragt herausfordernd: "Was willst du, armer Teufel, geben?" Und Mephistopheles wirft Köder um Köder aus, aber Faust wird sich - zumindest im ersten Teil der Tragödie - nicht dazu hinreißen lassen zum Augenblick zu sage, er möge verweilen, weil er so schön sei. Sein Wille, die Kränkung eines begrenzten Daseins zu überwinden, ist zu stark. Auf diesem abenteuerlichen Trip wird eine aufrichtig Liebende und ihre ganze Familie verwüstet und neues Leben altem Größenwahn geopfert.

Fausts Streben ins Unbedingte spiegelt die massive Expansion unserer Zeit. Unser Bewusstsein von Begrenztheit auf unserem Planeten steht in keiner größeren Relation zur handelnden Akzeptanz dieser Grenzen. So gesehen, ist Faust auch ein hellsichtiger Befund einer ganzen Zivilisation, welche an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt; einer rastlosen Zivilisation, die alles tut, um nicht das Abwarten oder Geduld lernen zu müssen. Um sich nicht ihrer selbst gewahr zu werden.

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Besetzung

Mitwirkende

Faust / Wagner
Christian Klischat
Wagner / Faust
Samuel Koch
Mephistopheles
Robert Lang
Margarethe / u.a.
Katharina Susewind
Marthe / Hexe / u.a.
Yana Robin la Baume
Valentin / Bauer / u.a.
Florian Federl
Bürgerchor
Theaterwerkstatt für Erwachsene, Die Statisterie des Staatstheaters Darmstadt

Leitungsteam

Regie
Bettina Bruinier
Bühne und Kostüme
Mareile Krettek
Dramaturgie
Maximilian Löwenstein
Sounddesign
David Rimsky-Korsakow
Leitung Bürgerchor
Nike-Marie Steinbach
Kampfszenenchoreografie
Florian Federl
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Mitwirkende

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