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Ballett von Tim Plegge | Altersempfehlung: ab 12 Jahren

ca. 2 Stunden und 10 Minuten, inkl. einer Pause

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Über das Stück

Ein obdachloser junger Mann, der weder sprechen noch richtig gehen kann, taucht am 26. Mai 1828 nur mit einem Brief in der Hand in einer deutschen Stadt auf. In einem Kellerverlies aufgewachsen, von der Welt völlig fern gehalten, taumelt er ohne seine Herkunft zu kennen und mittellos in die Strukturen der Zivilisation. Die Zeit seiner Isolation geht jedoch nicht spurlos an ihm vorüber. In der vermeintlichen Freiheit angekommen wird der wilde Junge zu einem interessanten Studienobjekt, einem Ausstellungsstück, einer Trophäe der feinen Gesellschaft - bestaunt, bewundert und als jemand, der anders ist, gefürchtet. Unter unvorstellbaren seelischen und körperlichen Qualen fasst er dennoch in der Gesellschaft Fuß, bis er einem möglicherweise politisch motivierten Mord zum Opfer fällt, der bis heute Fragen aufwirft.

Nach der gefeierten Produktion "Aschenputtel" in der ersten Spielzeit des Hessischen Staatsballetts setzt Tim Plegge die Zusammenarbeit mit Bühnenbildner Sebastian Hannak, Kostümbildnerin Judith Adam und Dramaturgin Esther Dreesen-Schaback fort. Er widmet sich der auf einer wahren Begebenheit beruhenden, rätselhaften und umstrittenen Kriminalgeschichte um das Findelkind Kaspar Hauser und entwickelt einen Abend, der die Frage nach der Identität des Menschen ins Zentrum stellt.

Getrieben von den Rätseln seiner Abstammung, entwickelt sich Kaspar Hauser vom vormals stummen Sonderling zum Besessenen seiner eigenen Geschichte. "Wer bist Du Kaspar Hauser?" Eine Frage, die er sich selbst schon damals stellte und nach deren Antwort auch heute noch viele Menschen suchen. Auch Tim Plegge stellt diese Frage in den Mittelpunkt seines neuen Balletts. Er ergründet das menschliche Schicksal hinter der Figur und begibt sich auf Spurensuche nach dem jungen Mann, dessen Identität Zeit seines Lebens in Frage gestellt wurde.

Ein getanzter Kriminalfall über einen bis heute ungelösten Mord, über das Verbrechen an der Seele jenes Menschen, der zum Inbegriff von Einsamkeit wurde.

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Besetzung

Mitwirkende

Onkel Wanja
Thomas Meinhardt
Astrov
Mathias Znidarec
Mutter
Gabriele Drechsel
Sonja
Katharina Susewind
Elena
Maria Radomski
Nania
Jana Zöll
Telegin
Stefan Schuster
Professor
Hubert Schlemmer

Leitungsteam

Regie
Moritz Schönecker
Bühne
Benjamin Schönecker
Kostüm
Veronika Bleffert
Komposition
Joachim Schönecker
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Mitwirkende

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