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Tragedia dell' ascolto von Luigi Nono | Gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain | Mit freundlicher Unterstützung von ENTEGA

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  • Mit freundlicher Unterstützung von ENTEGA

  • ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Über das Stück

Wie klingt das Innere einer geheimnisvollen Arche, wie die Einsamkeit einer Insel, die leere, öde Weite einer Wüste? Wie kann uns das Hören Licht, Dunkelheit, Wärme, Angst, Gottverlassenheit spüren lassen? Der Titan Prometheus durchlebt ungeheure Gegensätze: Das Feuer, das er den Göttern raubte, um den Menschen das Licht von Wissenschaft und Kunst entdecken zu lassen, und die ungeheure Dunkelheit und Gottverlassenheit, in der ihn die Götter an den Kaukasus geschmiedet ausharren lassen. In seiner immer noch visionären, radikalen „Hör-Tragödie“ lässt der große italienische Komponist Luigi Nono dieses Spannungsverhältnis mit Hilfe einer faszinierenden Raumklang-Konzeption tief beeindruckend Klang werden.
Für das tiefe Hörerlebnis, das jede Aufführung dieses Werks zu einem Ereignis macht, bedarf es immer noch eines immensen Aufwands. Wir danken dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und dem Verein der Freunde des Staatstheater, dass sie diese Aufführungen mitermöglichen.

Gespräche über Prometheus

„Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“ – das war für den großen Komponisten Luigi Nono die zentrale, auch politische Aufgabe von Kunst. Exemplarisch deutlich wird dies in seinem bis heute visionären Werk „Prometeo – Tragedia dell’ascolto“, also „Prometheus–Tragödie des Hörens“.

Der Mythos von Prometheus handelt von dem unauflöslichen Spannungsverhältnis zwischen den ungeheuren Möglichkeiten und den ungeheuren Gefahren, die darin liegen, wenn die Menschen mit dem Feuer, das Prometheus ihnen bei Strafe der Götter brachte, also mit Feuer, Licht und Erkenntnis göttergleich werden wollen. Damit wird die Geschichte von Prometheus zum Gründungsmythos der Wissenschaft und zur ewigen Erzählung des Spannungsverhältnisses von Fortschritt und dem Preis des Fortschritts.

Aus diesem Grund haben wir Wissenschaftler, Musiker und Beteiligte eingeladen über die Aktualität des Prometheus-Mythos ausgehend von Luigi Nonos Werk zu diskutieren. Auf dem Vorplatz der Böllenfalltorhalle diskutieren vor den einzelnen Vorstellungen von Prometeo folgende Gäste über prometheische Fragen:

09.07.2015, 18.30 Uhr
Karsten Wiegand im Gespräch mit Johannes Harneit (Dirigent Prometeo) und Thomas Schäfer (Direktor des Internationalen Musikinstitut Darmstadt)

10.07.2015, 18.30 Uhr
Gernot Wojnarowicz im Gespräch mit Prof. Franz Fujara (Professor für Magnetische Kernresonanz an der TU Darmstadt) und Johannes Harneit (Musikalische Leitung Prometeo)

17.07.2015, 18.30 Uhr
Gernot Wojnarowicz im Gespräch mit Prof. Gernot Böhme (Professor für Ästhetik, Natur-, Leib- und Technikphilosophie) und Prof. Dr. med. Helga Bernhard (Direktorin der Medizinischen Klinik V - Onkologie und Hämatologie des Klinikum Darmstadt)

19.07.2015, 14.30 Uhr
Karsten Wiegand im Gespräch mit Prof. Alfred Nordmann (Professor für Philosophie der Wissenschaften und Technowissenschaften) und Barbara Drossel (Professorin für Festkörperphysik)


Dauer jeweils ca. eine Stunde

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Besetzung

Mitwirkende

Stefan Schuster
Folkert Dücker
Live-Musik
Michael Fiedler
Anna Illenberger

Leitungsteam

Inszenierung
Samuel Hof
Bühne
Nina Malotta
Video
Pedro Pinto
Musik
Nils Meisel
Dramaturgie
Simon Meienreis
Licht
Alexander Joseph
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