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Parabelstück von Bertolt Brecht / Musik von Paul Dessau

Über das Stück

Drei Götter sind auf die Erde gekommen, um zu prüfen, ob die Welt geändert werden muss. Finden sie wenigstens einen guten Menschen, kann alles so bleiben, wie es ist. In Sezuan treffen sie auf die Prostituierte Shen Te, die ihnen Unterkunft gewährt. Zum Dank dafür erhält sie tausend Silberdollar und erwirbt davon einen Tabakladen. Doch trotz der göttlichen Starthilfe will es ihr nicht gelingen, ein gottgefälliges Leben zu führen. Die Menschen sind zu egoistisch, die wirtschaftliche Lage ist zu schlecht und die Gutmütigkeit von Shen Te wird von allen ausgenutzt. Notgedrungen legt sie sich eine zweite Identität zu – den hartherzigen Vetter Shui Ta – und der kleine Tabakladen entwickelt sich zu einem florierenden Unternehmen. Es scheint unmöglich, „gut zu sein und doch zu leben“. Christoph Mehler stellt Darmstadt nunmehr seine siebte Arbeit vor.

Drei Fragen an Christoph Mehler

Ist Shen Te eine Heldin für Dich?
Eindeutig ja, Shen Te ist eine grosse Heldin und wir alle können von ihr lernen, denn sie versucht auch unter widrigsten Umständen, ihren Mitmenschen zu helfen. Sie ist solidarisch, emphatisch und klug. Für mich ist sie ein guter Mensch.

Warum lässt Brecht das Stück in Sezuan spielen? 
Brecht ging es immer darum, dass der Zuschauer die Welt in der er lebt und sein Leben mit dem Gesehenen abgleicht. Der Zuschauer soll unterhalten werden, aber auch etwas lernen. Hier zum Beispiel, dass es gar nicht so einfach ist ein guter Mensch zu sein. Durch das für uns fremdartige Setting in der die Geschichte spielt, wird diese Parabelhafter.

Was würdest Du machen, wenn Dir tausend Silberdollar geschenkt werden?
Vielleicht auch einen Tabakladen eröffnen. 

Termine & Tickets

Keine bevorstehenden Termine.