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Über das Stück

Brett Dean  „Some birthday ...“ für zwei Violen und Violoncello                    
Krysztof Penderecki Duo concertante für Violine und Kontrabass
Leoš Janáček Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“
Johannes Brahms Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25

Brett Dean ist Komponist und Bratscher, ein Umstand, der das Repertoire für dieses Instrument enorm bereichert hat. Noch in seiner Zeit als Mitglied der Berliner Philharmoniker hatte Dean sein „coming out“ als Komponist, und zwar mit mit „Some birthday...“, einem ursprünglich als Duo für Viola und Cello angelegten, später zum Trio erweiterten Werk, das mit viel Humor das altbekannte Geburtstagslied in ungeahnte Ausdruckssphären entführt.

Der im März 2020 verstorbene Krysztof Penderecki galt als führender Kopf der Komponistenszene in seiner Heimat Polen. In seinem langem Leben schloss er zahlreiche künstlerische Freundschaften, etwa mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter, für die er nicht nur ein Violinkonzert komponierte sondern 2011 in ihrem Auftrag auch sein Duo Concertante für Violine und Kontrabass schrieb, das in vielen Stimmungsschattierungen Altes und Neues verbindet und wechselweise jedem der Spieler zur Begleitung des anderen die Möglichkeit zu virtuosen Feuerwerken bietet.

Als musikalisch „führender Kopf“ seines Landes wurde Leoš Janáček von seinen Zeitgenossen ganz sicherlich nicht gesehen. Dafür war die Musik, dieses Mannes, der seinen Lebensunterhalt lange Jahre als Musiklehrer und Dirigent diverser Laienchöre bestritt, mit ihrer höchst eigenwilligen Harmonik, dem bloßen Reihen von fetzenhaften Motiven anstelle „richtiger“ Themen oder Melodien zu schräg und unbekannt. Janáček war bereits 50 Jahre alt, als ihm mit seiner Oper „Jenůfa“ der Durchbruch gelang - heute gilt er neben neben Mozart, Wagner, Verdi, Richard Strauss und Puccini als einer der meistgespielten Opernkomponisten! Sehr spät traf ihn auch die große Liebe: 1917 verliebte sich Janáček in die 38 Jahre jüngere Kamilla Stösslova – eine Liaison, die bis zu Janáčeks Tod 1928 andauern sollte und der er ein halbes Jahr vor seinem Tod in dem Streichquartett „Intime Briefe“ ein eindrucksvolles Manifest setzte.

Ganz am Anfang seines Weges stand Johannes Brahms als er 1861 nach jahrelangem Ringen sein Klavierquartett op. 25 vollendete. Seine extreme Selbstkritik zeichnete sich jedoch aus: das leidenschaftliche Werk diente ihm bei seiner Übersiedlung nach Wien 1862 als „musikalische Visitenkarte“, und verhalf ihm dort zum Durchbruch, brachte ihm gar den Ruf als „Nachfolger Beethovens“ ein.

VIOLINE Heri Kang, Martin Lehmann, Sarah Müller-Feser, Francesco Sica
VIOLA Anja Beck, Hanna Breuer, Gabriel Müller
VIOLONCELLO Albrecht Fiedler, Kirill Timofeev, Michael Veit
KONTRABASS  Balász Orbán
KLAVIER Irina Botan
 

Termine & Tickets

September 2020

Besetzung

Mitwirkende


Mit
Mitglieder des Staatsorchesters Darmstadt