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Wie authentisch kann eine künstlich erzeugte Stimme der Vergangenheit sein? Wann wird Erinnerung zur Simulation? Und welche Verantwortung entsteht, wenn ein digitaler Nachlass zum Trainingsmaterial wird?

In ihrer Lecture Performance verbindet Natalie Wilke, künstlerische Mitarbeiterin im Lehrgebiet Elektronische Medien an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, persönliche Narrative mit Fragen zu Erinnerung und Künstlicher Intelligenz. Sie spannt einen Bogen von Post-mortem-Fotografie über Memory Contamination hin zu KI-basierten Grief Technologies. Darauf aufbauend entwickelt sie in ihrer künstlerischen Forschung an hand eines persönlichen digitalen Nachlasses dessen Transformation zu einem Archiv, welches durch generative KI nicht mehr als ein abgeschlossener Bestand festgeschrieben ist, sondern sich fortschreiben lässt. Dies kann nicht nur neue Perspektiven auf das vorhandene Material eröffnen, sondern auch auf die Beziehungen, die in ihm sedimentiert sind.


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