Sergej Maingardt

„Hineingeboren in die Ära von Digitalisierung und Globalisierung versteht Sergej Maingardt Musik als wichtige Zeitkunst, um die rasante globale Veränderung der Welt zu reflektieren.“ (E. Hiller, Portrait DLF „In die Zukunft horchen“)

Maingardt setzt sich in seiner Musik mit den Grenzen ästhetischer Prinzipien zeitgenössischer Musik und auditiver Wahrnehmung auseinander und rückt oft gesellschaftspolitisch relevanten Themen in den Fokus. Maingardts stilistische Mittel bedienen sich oft popkultureller Einflüsse, was seiner Musik eine ungeheure Direktheit verleiht. Kompositionen für akustische Instrumente mit Elektronik gehören zu seiner Arbeit sowie fixed media Kompositionen, interaktive Klanginstallationen, Kompositionen für VR-Brillen, Sensoren, Videoarbeiten und Bühnenwerke. In Kooperation mit Choreograph:innen sind elf abendfüllende Tanzperformances entstanden, die sowohl in der freien Tanzszene als auch von Häusern wie Münchener Kammerspiele, Saarländisches Staatstheater, Staatstheater Braunschweig koproduziert wurden. Seine Stücke wurden neben zahlreichen Aufführungen in Deutschland und Europa, u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, dem IRCAM ManiFeste, den Darmstädter Ferienkursen, dem Acht Brücken Festival, den Münchner Kammerspielen, in HELLERAU und der Gaudeamus Music Week, auch international in sehr unterschiedlichen Kontexten gespielt: von Kanada, Panama und Mexiko bis Russland, Ukraine, Pakistan, Vietnam, Laos und Südafrika. Seine Stücke für Ensembles und Solo-Instrumente wurden in dem CD-Portrait der Reihe Edition Zeitgenössische Musik „НЕФТЬ / straight run“ dokumentiert.  Maingardt studierte Elektronische Komposition an der HfMT Köln bei Prof. Beil,  Medienkulturanalyse an der Uni Düsseldorf und Medientechnik an der University of applied sciences in Düsseldorf. Er erhielt zahlreiche Stipendien unter anderem Stipendium der Deutschen Akademie Rom in Casa Baldi. Seit WS 2021/2022 hat er eine Gastprofessur für transdigitale Komposition im Bereich Zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

  • April 2024

      • Zum letzten Mal
        Kammerspiele
        ca. 1 Stunde 45 Minuten
        von Kristo Šagor nach dem Roman von George Orwell, unter der Verwendung der Übersetzung von Karsten Singelmann / Uraufführung / ab 14 Jahren
        13,00 € bis 40,00 €