Die ungarische Sopranistin ist seit der Spielzeit 2025/26 Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz, wo sie als Contessa Almaviva, Fiordiligi, Donna Anna, Erste Dame, Micaëla, Jaroslawna (Fürst Igor), Rosalinde, Violetta, Hanna Glawari, Gräfin (Der tollste Tag) und Corinna (Il viaggio a Reims) auf der Bühne steht.
In der vergangenen Spielzeit war sie als Mimì, in dieser Spielzeit als Tosca auf Japan-Tournee zu erleben. Außerdem gastiert sie derzeit als Santuzza am Staatstheater Darmstadt.
Im Sommer 2018 schloss sie ihr Opernstudium an der Theaterakademie August Everding in München ab. Ihre Gesangslehrer waren Veronika Dobi-Kiss, Krisztina Laki, Thomas Mohr und Fenna Kügel-Seifried, aber sie arbeitete auf Meisterkursen mit Daniela Sindram, Michelle Breedt, Angelika Kirchschlager, Malcom Martineau und Éva Marton auch zusammen.
Bereits während des Studiums verkörperte sie zahlreiche Rollen an verschiedenen Opernhäusern. Sie debütierte 2017/18 u.a. an der Bayerischen Staatsoper - als Modistin im Rosenkavalier (Petrenko) und als Charlotte in E. Křeneks Der Diktator (Januschke).
Unmittelbar nach dem Studium wurde sie an das Theater Trier (bis 2021) engagiert und war dort u.a. als Donna Elvira, Frau Fluth, Contessa Almaviva, Hanna Glawari, Poppea, Feldmarschallin oder in Poulencs Monooper La voix humaine (Hochstenbach) auf der Bühne zu erleben. Als freischaffende Sängerin gastierte Réka Kristóf an zahlreichen Opernhäusern und Festivals im In- und Ausland. Sie war als Marzelline in Fidelio (Januschke) und Donna Elvira in Bregenz (Linton France), im Steinbruch St. Margarethen sang sie die Erste Dame (Januschke). Die Arminda sang die im Badischen Staatstheater, Aalto Theater, Landestheater Salzburg und Mainzer Staatstheater. Anschließend gastierte sie als Agathe (Merkel) im Theater Koblenz und als Contessa Almaviva (Hahn) am Opernhaus Wuppertal. Mit der Rolle der Viclinda (Repušić) in Verdis I Lombardi alla prima crociata war sie erstmals in einer Oper Verdis zu hören; Aufführungen fanden im Prinzregententheater und in der Müpa Budapest statt. Der Konzertmitschnitt erschien bei BR-Klassik. In der Slowakei debütierte sie als Micaëla (Bulla) in Bizets Carmen. Réka Kristóf debütierte in der Budapester Staatsoper als Susanna (Vashegyi). Sie sang in Poldinis Faschinger Hochzeit Zsuzsika (Sándor), in Szokolays Margit Anna (Cser). Im B. Bartók Saal in der MüPa (Budapest) erlebte sie das Publikum als Euridice (Vashegyi).
Das Jahr 2023 begrüßte sie mit Ádám Fischer in J. Haydns Die Jahreszeiten. Sie sang die Sopranpartie in Orbáns und Mozarts Requiem (J. Kovács), in Il ritorno di Tobia (Vashegyi) u.a. Im Festspielhaus Salzburg sang sie Mahlers 4. Symphonie (Farkas), im Trierer Dom Paulus, Lobgesang, Brahms Requiem, Schöpfung (Kiefer) und andere Werke, aber als Konzertsängerin hat sie bereits viele Oratorien aufgeführt. Sie führte mit der Pannon Philharmonie die Vier letze Lieder von R. Strauss unter der Leitung von A. Ligeti auf und sie debütierte in der düsseldorfer Mendelssohn-Saal in Haydns Nelsonmesse (Á. Fischer).
Ein Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn war ein Soloabend in der New Yorker Carnegie Hall im Mai 2018. Als Lied- und Konzertsängerin arbeitet Réka Kristóf mit führenden Dirigenten und Orchester in Ungarn und Europa. Das Gargantua Music Festival in Japan, das Kammermusikfestival Kaposfest in Ungarn, die F. Liszt Musikakademie, die MüPa, das Budapester Frühlingsfestival, Würzburger Mozartfest, das Prinzregententheater in München, die Gasteig Philharmonie, der Trierer Dom und die Konstantinbasilika - nur einige Veranstaltungsorte, wo sie immer wieder zu erleben ist.
Große Vorliebe gilt der Alten Musik. Im 2017 spielte sie die Titelrolle in F. X. Sterkels Oper Il Farnace. Die Aufführung wurde von der Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten. Sie führt regelmäßig Solokantaten und Oratorien auf. Mit dem Ensemble Accademia di Monaco verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit, aus der sich ihre Debüt CD mit dem Titel In furore unter der Leitung von Joachim Tschiedel entwickelt hat. Die Aufnahme wurde 2019 für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie Klassisches Leid / Vokalrecital nominiert.
2018 gewann Réka Kristóf den 1. Preis des Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerbs, sie war Finalistin bei dem Bundeswettbewerb Gesang, Semifinalistin des Gesangwettbewerbs Die Meistersinger von Nürnberg. Im Jahr 2017 wurde sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, der Johann-Adolph-Hasse-Gesellschaft München und des Deutschen Bühnenvereins und sie bekam den Sonderpreis vom Gasteig Musikpreis. 2022 erhielt sie den Preis Harmonie, die einzige musikalische Auszeichnung der ungarischen Minderheit in der Slowakei. In Budapest 2017 gewann sie den Wettbewerb Virtuózok des ungarischen Rundfunks.
Derzeit promoviert Réka Kristóf an der Franz Liszt Musikakademie zum Thema Johann Adolf Hasse und Pietro Metastasio. Daneben engagiert sie sich ehrenamtlich als Erste Vorsitzende der Johann-Adolph-Hasse-Gesellschaft München e. V.