Barish Karademir wurde in Heidelberg als Sohn singhalesisch-zypriotischer Eltern geboren. Er studierte Ballett und nahm an internationalen Tanzprojekten teil. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Erlangen assistierte er u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin und am Théâtre des Bouffes du Nord in Paris. Aufmerksamkeit zog er 2006 mit seinem Fassbinder-Debüt »Tropfen auf heisse Steine« als Tanztheater Produktion in Nürnberg auf sich. Es folgten weitere Engagements als Regisseur und Choreograf u.a. am Theater Dortmund, Tafelhalle Nürnberg, Gostner Hoftheater, Stadttheater Fürth. Seine Nürnberger "Medea"-Interpretation wurde von der Süddeutschen Zeitung als beeindruckende Verbindung von Schauspiel, tänzerischen und musikalischen Elementen gelobt. Mit seinen Inszenierungen "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" und "Jagdszenen aus Niederbayern" wurde er jeweils zu den Bayerischen Theatertagen eingeladen. Mit der deutschen Erstaufführung des Stücks "Je suis Fassbinder" im Herbst 2016 von Falk Richter begeisterte er Presse und Publikum. Weitere spartenübergreifenden Inszenierungen wie "Zersplittert" von Alexandra Badea oder "Im Herzen der Gewalt" von Édouard Louis folgten. In der Spielzeit 19/20 inszeniert Barish Karademir "Ich schaue dich an (Je te regarde)" von Alexandra Badea als filmisches Theaterprojekt mit Schauspieler*innen und Tänzer*innen am Staatstheater Darmstadt. Letztes Jahr gewann Karademir den "Kulturpreis der mittelfränkischen Wirtschaft - Förderpreis Theater" für seine herausragende Arbeit als Regisseur. 

November 2020