„Plan B“ von Alessandra Corti

Am 25. April feiert das Partizipationsprojekt „Plan B“ der italienischen Tänzerin und Choreografin Alessandra Corti seine Uraufführung im Kleinen Haus. Dabei begeben sich über 40 Teilnehmer*innen aus der Region auf eine Forschungsreise zu alternativen Entwürfen ihres Lebens. Ein Wagnis, denn das Potenzial des Unerwarteten ist stets präsent und damit verbunden – ein Raum für neue Erfahrungen, der den Mut erfordert, liebgewonnene Vorstellungen loszulassen. Denn eines ist klar: Plan B ist keine Rettungsmission – sondern eine Einladung zum Träumen, Verwerfen, Erfinden. Am Ende steht keine fertige Antwort, sondern eine gemeinsame Performance – offen, vielschichtig und zutiefst menschlich.

Mit Alessandra Corti wurde für dieses Unterfangen genau die richtige Forschungsleiterin geholt. Die renommierte Tanzkünstlerin mit Arbeiten u.a. am Theater Bremen, dem Oldenburgischen Staatstheater und dem Staatstheater Mainz, bewegt sich mit ihren Stücken an der Schnittstelle von Realität und Fiktion. Sie nutzt Mit Alessandra Corti wurde für dieses Unterfangen genau die richtige Forschungsleiterin geholt. Die renommierte Tanzkünstlerin mit Arbeiten u.a. am Theater Bremen, dem Oldenburgischen Staatstheater und dem Staatstheater Mainz, bewegt sich mit ihren Stücken an der Schnittstelle von Realität und Fiktion. Sie nutzt autobiografische Fragmente als Ausgangspunkt, um Fragen von Erinnerung, Wahrnehmung und Identität zu ergründen.

Auf die Frage hin, wann sie zum letzten Mal dachte, dass sie in ihrem Leben eine andere Richtung hätte ein-
schlagen können, kamen auf einmal ganz viele Fragen bei ihr selbst auf:

Corti: Mit einem Hauch von Nostalgie erlaube ich mir manchmal, mit der beinahe verrückten Idee des „Was
wäre, wenn …?“ zu spielen.

Was wäre, wenn ich diesen Anruf nie getätigt hätte?
Was wäre, wenn ich „Nein“ gesagt hätte?
Was wäre, wenn ich geblieben oder später gegangen wäre oder an jemandem festgehalten hätte, den ich losgelassen habe?
Was wäre, wenn ich Worte ausgesprochen hätte, die ich mich nie zu sagen getraut habe?

Vielleicht haben auch Sie sich diese „Was wäre, wenn …“ Fragen einmal gestellt? Bringen Sie diese und mögliche Antworten gerne mit zum Premierenbesuch.

Plan B
Partizipationsprojekt von Alessandra Corti

CHOREOGRAFIE Alessandra Corti
MUSIK Anton Berman, Kostia Rapoport
VIDEO Andreas Etter
PROBENLEITUNG / ASSISTENZ Ludmila Komkova
DRAMATURGIE Lucas Herrmann

„Corps de Walk“ am 13. März Zum letzten Mal in dieser Spielzeit!
Zusatzvorstellung des Erfolgsstücks „Corps de Walk“ von Sharon Eyal
Uraufführung am 25. April 2026 | Kleines Haus

Zu Gast beim Hessischen Staatsballett
HOW ROMANTIC
von Katerina Andreou / Carte Blanche

So romantisch wie der Titel klingt wird es vielleicht gar nicht, aber sportlich, energetisch, exzessiv auf jeden Fall. Am 8. März kommt mit Carte Blanche, die renommierte norwegische Nationalkompanie für zeitgenössischen Tanz für ein einmaliges Gastspiel ins Kleine Haus. Das Stück der griechischen Choreografin Katerina Andreou ist ein beißend ironischer Blick auf unser Leben als Spektakel – in seinen großen Gesten
ebenso wie in den kleinsten Details. Inspiriert von den Tanzmarathons der Großen Depression in den USA, erlebt das Publikum einen intensiven, unaufhaltsamen Marathon. 14 erfahrene Tänzer*innen, allein, in Paaren oder wie eine entfesselte Herde, navigieren durch Bewegung und Klang. Mit purer Kraft, überschäumen-
der Freude und spürbarer Erschöpfung treiben sie einander an – zwischen Hingabe und strengster Disziplin.
Ein wilder Tanz aus Ordnung und Chaos, eine fieberhafte Suche nach dem, was wirklich zählt.

Termin am 8. März 2026, 18:00 Uhr | Kleines Haus

Residenzen
coexisdance mit Michael Langeneckert


Der deutsche Tänzer, Choreograf und Tanzprofessor Michael Langeneckert gibt im Rahmen einer Residenz beim Hessischen Staatsballett Einblicke in seine neue Arbeit. Die Residenz dient als Vorbereitung für das Projekt „Phase Shiftings“, in dem zwei Stücke zur Musik von Steve Reich entstehen: „coexisdance“ und „Resonanz“ zu den Kompositionen „Electric Counterpoint“ und „Pulse“. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Moving Orchestra Freiburg und der Kompanie Sozo Visions in Motion Kassel, mit Aufführungen im Dezember 2026 in beiden Städten.

Workshop am 12. März 2026, 19:00 Uhr | Ballettsaal
Work in Progress am 19. März 2026, 19:00 Uhr | Ballettsaal

Counter Balance
mit Residenzkünstler*innen der Tanztriennale
Das Hessische Staatsballett ist Kooperationspartner des neuen Residenzformats „Counter Balance“ der Tanz-
triennale in Hamburg. Insgesamt vier choreografische Tandems sind im Rahmen von „Counter Balance“ ein-
geladen, die Kunstform Tanz über Kultur- und Stilgrenzen hinweg zu erforschen und neue Verbindungen jenseits der Tanzwelt im Dialog mit anderen Sektoren auszuprobieren. Die mehrwöchigen Residenzen finden
zwischen Januar und Juni 2026 bei Partnern an verschiedenen Orten in ganz Deutschland statt. Die Ergebnisse sind im Juni 2026 in Hamburg bei der Tanztriennale in der opera stabile u.a. als Short Creations zu sehen. Am 1. April gibt es bei einem Work in Progress im Ballettsaal bereits einen ersten Eindruck des Arbeitsprozesses der Residenzkünstler*innen in Darmstadt. Kein Scherz.

Work in Progress am 01. April, 19:00 Uhr | Ballettsaal