Pressestimmen

  • Zwei Eifersuchtsdramen, deren fatale Dynamik nur eine Richtung kennt: in den Abgrund. Doch dieses unumstößliche Tragödiengesetz wird in der Darmstädter Inszenierung mit einem großen Fragezeichen versehen.
    Darmstädter Echo
  • Intendant Karsten Wiegand (...) zoomt kompromisslos auf die emotionalen Verwerfungen der Figuren.
    concerti
  • ...überzeugend Alessandro Palumbo, der junge italienische Gastdirigent des Abends, der alle, auf und vor der Bühne, im Blick hat, den stattlichen Opernchor, den blitzsauber singenden Kinderchor des Hauses, das rauschhaft spielende Staatsorchester.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Die Schwarmintelligenz sucht sich Sündenböcke
    Frankfurter Neue

Informationen

Cavalleria rusticana / Pagliacci 
Melodram in einem Aufzug von Pietro Mascagni / Libretto von Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci / Drama in zwei Akten und einem Prolog von Ruggero Leoncavallo / in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln / empfohlen ab 14 Jahren

Seit die beiden Welterfolge 1893 auf der Wiener Musik- und Theaterausstellung erstmals zusammen präsentiert wurden, um dort gemeinsam die progressivste Strömung des modernen italienischen Musiktheaters zu vertreten, stehen Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana und Ruggero Leoncavallos Pagliacci für das Geschäftsmodell des Echten auf der Opernbühne: den „Verismo“.

Beide Kurzopern sind im zeitgenössischen Süditalien angesiedelte, vergleichsweise realistisch und verknappt erzählte Eifersuchtsdramen. Mascagnis Einakter von 1890, auf Deutsch als Sizilianische Bauern- ehre bekannt, beruht auf einer Novelle des Sizilianers Giovanni Verga.  Sie erzählt aus der Sicht eines verarmten jungen Sizilianers, dessen Braut, während er beim Militär war, einen Wohlhabenderen geheiratet hat, so lakonisch wie einfühlsam von Demütigungserfahrungen und archaischen Ehrbegriffen. Die Oper rückt stattdessen jene junge Frau ins Zentrum, die er erfolgreich dazu benutzt, die Ex-Verlobte eifersüchtig zu machen. Sie sieht sich ihrerseits entehrt und setzt eine Dynamik in Gang, aus der es kein Entrinnen gibt. Die Logik des gesellschaftlichen Systems in ihrem Dorf kennt nur Opfer – und das vor dem Hintergrund der Versöhnungsliturgie des Ostersonntags.

Leoncavallos Pagliacci – wörtlich „Menschen aus Stroh“ – entstand 1892 als Reaktion auf den Erfolg von Mascagnis veristischem Einakter. Im Mittelpunkt dieser Oper im Schaustellermilieu – ein eifersüchtiger Darsteller bedroht in der ewigen Rolle des gehörnten Ehemanns seine ihm auch im wirklichen Leben untreue Ehefrau – steht die Frage, was echt ist auf einer Bühne. In der Inszenierung sind beide Stars einer im Zirkusmilieu spielenden Serie, die beim Dreh im Staatstheater Darmstadt von Fans belagert werden, die eine Special Experience Tour gebucht haben.

Drama, Baby - Folge 35

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Termine

  • September 2026

      • Festwoche

        Cavalleria rusticana / Pagliacci

        Großes Haus
        ca. 3 Stunden 15 Minuten
        Kurzopern von Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo / empfohlen ab 14 Jahren Einführung um 17:30, Ort: Großes Haus
        15,00 € bis 85,00 €
        Tickets
  • Oktober 2026

      • Cavalleria rusticana / Pagliacci

        Großes Haus
        ca. 3 Stunden 15 Minuten
        Kurzopern von Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo / empfohlen ab 14 Jahren Einführung um 19:00, Ort: Foyer Großes Haus
        15,00 € bis 85,00 €
        Tickets
  • November 2026

      • Cavalleria rusticana / Pagliacci

        Großes Haus
        ca. 3 Stunden 15 Minuten
        Kurzopern von Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo / empfohlen ab 14 Jahren Einführung um 19:00, Ort: Foyer Großes Haus
        15,00 € bis 85,00 €
        Tickets
      • Cavalleria rusticana / Pagliacci

        Großes Haus
        ca. 3 Stunden 15 Minuten
        Kurzopern von Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo / empfohlen ab 14 Jahren Einführung um 19:00, Ort: Foyer Großes Haus
        15,00 € bis 85,00 €
        Tickets
  • Dezember 2026

      • Cavalleria rusticana / Pagliacci

        Großes Haus
        ca. 3 Stunden 15 Minuten
        Kurzopern von Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo / empfohlen ab 14 Jahren Einführung um 19:00, Ort: Foyer Großes Haus
        15,00 € bis 85,00 €
        Tickets

Besetzung


Santuzza
Réka Kristóf
N. N.
Turiddu / Canio
Alfio / Tonio
Rafał Pawnuk
Nedda
Mamma Lucia
Lola
Teresa Sales Rebordão
Lena Sutor-Wernich
Silvio
Beppe
Live-Kamera
Bauer Tenor
Aleksandr Bogdanov
Jaewon Jung
Bauer Bariton
Tae Won Eom
Pedro Davoli Ometo
Priester
Pasqualino Ponzi
Mit
Opernchor des Staatstheaters Darmstadt
Staatsorchester Darmstadt
Statisterie des Staatstheaters Darmstadt

Musikalische Leitung
Alessandro Palumbo
Regie & Bühne
Kostüm
Choreographie & Co-Regie
Video
Gabriel Sahm
Dramaturgie
Licht
Alexander Henze
Einstudierung Chor
Guillaume Fauchère