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Die Welt so zu akzeptieren, wie sie gegeben ist? Für Ronja ist das keine Option. In einer Gewitternacht geboren, die die Mattisburg entzweireißt, wächst sie in einer Räuberwelt aus harten Regeln und uralten Fehden auf. Doch ihr Drang nach Freiheit zieht Ronja hinaus in den Wald – ein Ort jenseits der väterlichen Kontrolle. Hier begegnet sie Birk, dem Sohn des Erzfeindes. Was als argwönisches Belauern am „Höllenschlund“ beginnt, wandelt sich in der Wildnis zu einer tiefen Verbundenheit: Es ist das Wunder einer Begegnung, die zeigt, wie aus vermeintlich ewigen Feind*innen durch Mut und Vertrauen beste Freund*innen werden können. Hinter der Abenteuergeschichte verbirgt sich eine fundamentale Abrechnung mit der spröden Erwachsenenwelt.
Ronja besitzt den Mut, die verkrusteten Strukturen ihrer Herkunft radikal zu hinterfragen. Sie und Birk entlarven die Sinnlosigkeit des patriarchalen Machtstrebens und setzen der Gewaltlogik der Väter eine tiefe Empathie entgegen. Indem die beiden sich weigern, die Feindschaft der Eltern blind zu übernehmen, bricht der Kreislauf des Hasses. Durch das mutige Aufbegehren der beiden Kinder rückt ein radikaler Entwurf in den Fokus: Wenn wir bereit sind, die Welt nicht mehr als unumstößliches System aus vorgegebenen Strukturen zu begreifen – kann dann durch die Kraft der Kindlichkeit etwas völlig Neues entstehen?
Termine
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November 2026
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Premiereein Märchen von Astrid Lindgren in einer Fassung von Branko Janack / Familienstück zur Weihnachtszeit / empfohlen ab 5 Jahren
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Besetzung
- Regie
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Branko Janack
- Bühne
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Laila Rosenbauer
- Musik
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Max Nübling