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Beleuchtung des Staatstheaters und Toninstallation

Über das Stück

Weltweit ist Gewalt das größte Gesundheitsrisiko für Frauen. In Deutschland ist jede dritte Frau mindesten einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin umzubringen, jeden dritten Tag gelingt ein solches Verbrechen. Etwa ein Drittel der Frauen geben an, Gewalt während der Geburt ihrer Kinder erlebt zu haben.

"Zonta sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen": Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen setzen Zonta Clubs weltweit ein Zeichen und schaffen ein Bewusstsein, die das Ende von Gewalt an Frauen zum Ziel haben. Im Rahmen der UN Women-Aktion „Orange The World“ lassen Zonta Clubs auch in diesem Jahr ab 17 Uhr Gebäude ihrer Stadt orange leuchten.

Auch die Fassade des Staatstheater Darmstadt leuchtet am 25. November ab 17 Uhr in orange. Auch wir wollen mit unseren Mitteln der Sprache und Musik Aufmerksamkeit schaffen und ein Statement setzen für die dringend notwenigen Veränderungen. Schauspieler*innen und Sänger*innen aus den Ensembles haben feministische Texte von  Margarete Stokowski, Mithu Sanyal, Virginie Despentes. Christina Clemm, Carolin Emcke und Jorinde Minna Markert eingelesen; Musik aus der Produktion „Lucrezia/Faust et Hélene“, die sich thematisch anbindet, wurde eingesungen. Wir nehmen von 17 bis 20 Uhr mit unserer Audioinstallation auf dem Büchnerplatz akustisch Raum und sind gerne Teil und Stimme einer weltweiten Kampagne.


17 - 20 Uhr: Beleuchtung des Staatstheaters und Toninstallation

Christina Clemm: AktenEinsicht
gelesen von Daniel Scholz und David Pichlmaier

Virginie Despentes: King Kong Theorie
gelesen von Lena Sutor-Wernich und Solgerd Isalv

Carolin Emcke: Ja heißt ja und ...
gelesen von Gabriele Drechsler

Georg Friedrich Händel: La Lucrezia, Arie "Già superbo del mio affano"
gesungen von Lena Sutor-Wernich

Jorinde Minna Markert: Don`t make femicide sexy again!
gelesen von Isabelle Becker und Christina Zintl

Mithu Sanyal: Vergewaltigung
gelesen von Edda Wiersch

Margarete Stokowski: Untenrum frei
gelesen von Hans-Christian Hegewald


Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Phänomen, Ungleichheit und patriarchale Strukturen erzählen immer wieder die gleichen Geschichten. Viel zu oft werden Frauen in ihrer Erfahrung stigmatisiert, viel zu oft werden sie nach einem Übergriff zu Opfern oder gar Schuldigen. Und selbst wenn sie Gewalttaten zur Anzeige bringen, werden Täter kaum oder milde bestraft. Caroline Emcke schreibt in ihrem Buch „Ja heißt ja und …“: „Niemand soll sich schämen, wer missbraucht oder vergewaltigt wurde, niemand soll sich schämen, wer ausgebeutet oder bedrängt wurde, niemand soll sich schämen, wer sich nicht zu wehren wusste, wer aus Angst kraftlos wurde, wer nur wimmern oder weinen oder verstummen konnte, niemand soll sich schämen, wem Gewalt angetan wurde“ (Caroline Emcke, „Ja heißt ja und …“)

„Eine Frau, die glaubt, ein unglücklicher Einzelfall zu sein, wird keine Revolte starten, aber sie wird erleichtert sein zu erfahren, wenn es andere tun“ (Margarete Stokowski, „Untenrum frei“)


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