„Ich schreibe Märchen und die Menschen brauchen Märchen. So war das schon immer. Und so ist es immer noch.“ Das hat Astrid Lindgren gesagt, als Ronja Räubertochter 1981 der Presse vorgestellt wurde.
Eins der Lieblingsbücher von Astrid Lindgren war „Walden oder Leben in den Wäldern“ von Henry David Thoreau, das davon handelt, wie der Schriftsteller sich eine Blockhütte aus den Materialien des Waldes gebaut und versucht hat, so einfach und einsam wie möglich zu leben. Da Astrid in der Stadt wohnte, konnte sie nicht immer in der Natur sein – außer in ihrer Fantasie. So fing die Geschichte über Ronja an – als eine Sehnsucht nach der Natur. Sie beginnt mitten in einer stürmischen Gewitternacht, als Lovis ihre Räubertochter Ronja zur Welt bringt. Ein gewaltiger Blitzschlag spaltet die Mattisburg, in der Ronja aufwächst. Als sie elf Jahre alt ist, beginnt sie, die Welt zu erkunden. Auf ihren Streifzügen durch den Wald begegnet sie geheimnisvollen Waldwesen, wie den Wilddruden und den Graugnomen, die Ronja das Fürchten lehren. Doch das eigentliche Abenteuer beginnt erst, als sie auf Birk, den Sohn der feindlichen Borka-Bande, trifft. Zunächst sind beide etwas skeptisch, sind doch ihre Eltern Feinde, doch schon bald entwickelt sich zwischen Ronja und Birk eine tiefe Freundschaft. Mit der Zeit lernen Ronja und Birk mehr über den Wald, die Welt um sie herum und schließlich auch über sich selbst. Je größer ihre Welt wird, desto deutlicher erkennen sie, dass nicht alle Hindernisse aus Stein oder Holz bestehen. Manche werden von Menschen errichtet – und oft gibt es sie schon so lange, dass niemand mehr weiß, warum sie überhaupt existieren.
Ronja Räubertochter war der letzte Roman, den Astrid Lindgren im Alter von 71 Jahren geschrieben hat. Das zentrale Thema von Ronja Räubertochter, das Verhältnis des Menschen zur Natur, sollte das letzte große Engagement in ihrem Leben werden: der Erhalt der offenen Landschaft in Schweden. Die Kampagne erstreckte sich über zehn Jahre in den 80er und 90er Jahren und Astrid Lindgren wurde für die grüne Bewegung zu einer wichtigen Kraft in der Debatte.
In Darmstadt inszeniert diese wundervolle Geschichte das junge Team um Regisseur Branko Janack. Mit viel Liebe zum Detail erwecken sie Graugnome, Wilddruden, Rumpelwichte und natürlich Ronja und Birk mit ihren Räuberbanden auf der Bühne zum Leben. Die Inszenierung schafft einen sinnlichen und zeitgemäßen Zugang in die Welt von Ronja Räubertochter für Menschen ab 5 Jahren.
Ronja Räubertochter
nach dem Roman von Astrid Lindgren, Bühnenfassung von Barbara Hass / Familienstück zur
Weihnachtszeit / empfohlen ab 5 Jahren
REGIE Branko Janack
BÜHNE Laila Rosenbauer
KOSTÜM Una Jankov
MUSIK Max Nübling
DRAMATURGIE Deborah Raulin
Premiere am Sonntag, 08. November, 16:00 Uhr | Kleines Haus | im Anschluss Premierenfeier
Weitere Termine: 15., 20., und 29. November sowie 06., 07., 20., 23. und 25. Dezember
Darüber hinaus bieten wir Schulvorstellungen vormittags unter der Woche an. Bitte wenden Sie sich für Tickets und Termine an den Theaterring.
Kontakt: INFO@THEATERRING.DE oder unter 06151 281121