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Eine Produktion der Theaterwerkstatt nach der Novelle von Joseph von Eichendorff

Über das Stück

Menschen erzählen Menschen. Auf ihren Lebenswegen sind sie – wie der Taugenichts – hin- und hergerissen zwischen eigenen und fremden Erwartungen, und suchen die Balance zwischen Träumen und gesellschaftlichem Korsett. Bei dieser Inszenierung handelt es sich nicht um eine dramatische Version von Eichendorffs Novelle. Es geht um all das, was im Leben eines Menschen passiert zwischen „Mir war zum Sterben bange“ und „Ich war betrunken vor Freude“.
Der Taugenichts hat nie versucht ein Held zu sein. Können wir seine Lebensart aus heutiger Perspektive vielleicht als Vorbild betrachten?

Drei Fragen an Nike-Marie Steinbach

Der Taugenichts – was ist er für dich?
Eichendorffs Taugenichts ist einer, der sich treiben lässt, irgendwie unreflektiert durch die Welt spaziert, fast ausschließlich im Moment lebt. Jedes Gefühl, jede Begegnung ist groß für ihn, scheint ihn zu überwältigen – im Positiven wie im Negativen. Die Schönheit von Orten und Menschen nimmt er genauso stark wahr wie (vermeintliche) Gefahr und Angst. Und doch verweilt er nie. Immer gibt es etwas Anderes, das seine Neugierde weckt, ihn weiterzieht. Etwas, dass ihn in dem Moment packt, in dem er gerade existiert, und dort nicht mehr zufrieden sein lässt. Ich bewundere und beneide ihn wegen seiner Unbekümmertheit. Und gleichzeitig nervt und verärgert er mich, gerade weil er sich so verantwortungslos verhält und unüberlegt handelt. Dennoch scheint er glücklich zu sein und irgendwie gelingt ihm alles, auch wenn er selbst kaum einen Beitrag dazu leistet.

Der Taugenichts – warum soll er auf die Bühne?
Seine Geschichte ist eine Möglichkeit, an die ich eigentlich nicht glaube. Ein Beispiel für eine Lebensform, wie sie aber durchaus in der heutigen Welt existiert. An seiner Geschichte darf man sich reiben, man kann ihr widersprechen und sich von ihr inspirieren lassen. Lebensentwürfe und Lebenswege sind oft bestimmt von der Suche nach Zufriedenheit, wenn nicht gar Glück. Und von Begegnungen und Zufällen, die im Leben passieren und auf die man sich einlässt oder nicht, bewusst oder unbewusst. 

Der Taugenichts – wer wird ihn erzählen?
Menschen, die sich Gedanken machen wollen über das Verhältnis von Arbeit, Selbstverwirklichung und Zufriedenheit. Menschen ab 15 Jahren mit ganz unterschiedlichen Lebensträumen, -entwürfen und -wegen. Dabei wird Eichendorffs Text als Brille genutzt, durch die ganz persönliche Lebenswege betrachtet, erlebbar und hinterfragbar gemacht werden.

Termine & Tickets

Februar 2020

März 2020

Medien

Besetzung

Mitwirkende


Mit
Serafina Bach
Jürgen Kredel
Yanna Vick
Lina Wichmann
Elke Seipel
Alexander Reith
Achim Reineke
Philipp Ohse
Anne-Roos Lieven
Valentin Moser
Gero Klein
Olya Dikow
Nele Keth
Mieke Kaupp
Marion Gruneberg
Marie Grenzer
Felix Gömöry
Lily-Ann Fellinger
Miriam Falter
Dinah Divaris
Kalú Yánez

Leitungsteam


Regie
Bühne und Kostüm
Dramaturgie