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Ein „Trauma“ zu haben, ist in Mode. Zumindest in der Rhetorik: Man kann politische Missstände damit entschuldigen, unliebsame Entwicklungen und eigenes Versagen. Aber was ist mit den wirklichen Traumata, die wie eine Staffel durch die Generationen weitergegeben werden und zu unauflösbaren Familiengeschichten führen? Und was mit den Traumata, von denen niemand etwas wissen will, die ignoriert, vergessen und verschwiegen werden, obwohl sie doch die Gesellschaft prägen? Die Dichterin Uljana Wolf arbeitet an der Frage, wie Traumata zur Sprache gebracht werden können. Der Sozialpsychologe David Becker arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten, u.a. im Nahen Osten. Aleida Assmann wurde mit ihren Büchern zum Kollektiven Gedächtnis berühmt und beschäftigt sich bis heute mit Fragen nach dem Erinnern und Vergessen. Wir wollen von unseren Gästen wissen, was sie sehen, wenn sie von der Frage nach Traumata aus auf unsere Gegenwart, auf uns schauen.
Termine
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April 2018
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Knacks, kollektiv: Welche Traumata prägen uns?
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