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Den Tod besiegen und neues Leben erschaffen? Victor Frankenstein gelingt das Unmögliche, doch im Moment des Triumphs flieht er vor seiner eigenen Schöpfung. Er überlässt das Wesen sich selbst – ohne Namen, ohne Halt, ohne Herkunft. Was folgt, ist die tragische Odyssee einer Kreatur, die nicht als Monster geboren, sondern durch die absolute Einsamkeit dazu gemacht wird. Auf der Suche nach seinem Schöpfer hinterlässt das Ge-
schöpf eine Spur der Verwüstung – die zerstörerische Konsequenz eines Lebens, das ohne Vater und in radikaler Elternlosigkeit in die Welt geworfen wurde.
Regisseur Kieran Joel, der sich bereits in Darmstadt mit seiner klugen und bildstarken Inszenierungen des „Jedermann“ vorgestellt hat, stellt in seiner Beschäftigung mit dem Frankenstein-Stoff eine schmerzhafte Frage ins Zentrum: Was macht es mit einem Wesen, ohne jede Vaterfigur aufzuwachsen? Wenn die eigene Existenz in
einem sozialen Vakuum ohne jegliche elterliche Spiegelung entstehen muss, schlägt die Sehnsucht nach Zugehörigkeit unweigerlich in eine Zerstörung der bestehenden Ordnung um?

Termine

  • März 2027

      • Premiere

        Frankenstein

        Kammerspiele
        nach dem Roman von Mary Shelley / empfohlen ab 14 Jahren

Besetzung